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So gesund ist die nordische Diät
Lifestyle 2 Min. 14.10.2018 Aus unserem online-Archiv

So gesund ist die nordische Diät

Fisch ist sowohl in der Mittelmeerküche als auch in der nordischen Küche zuhause.

So gesund ist die nordische Diät

Fisch ist sowohl in der Mittelmeerküche als auch in der nordischen Küche zuhause.
Foto: dpa
Lifestyle 2 Min. 14.10.2018 Aus unserem online-Archiv

So gesund ist die nordische Diät

Nach dem Mittelmeer kommt der Norden - und macht mit der nordischen Diät von sich reden. Anders als die mediterrane Kost setzt sie vorwiegend auf Lebensmittel, die im Norden wachsen.

(dpa) - Im Idealfall ist das Essen nicht nur lecker, sondern auch gesund. Viele schwören auf mediterrane Kost, die vor allem auf frisches Obst wie sonnengereifte Pfirsiche, auf Olivenöl, Nüsse und Fisch setzt. Doch die Mittelmeerkost hat für Mittel- und Nordeuropäer einen kleinen Haken. Nicht alles ist in unseren Breitengraden frisch verfügbar. Wer lieber regional isst, kann sich an der nordischen Diät orientieren.

„Hierbei handelt es sich nicht um eine klassische Diät, sondern um eine langfristige Ernährungsweise für Nordeuropäer“, sagt Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Sie ist an die nordischen Verhältnisse und die dort verfügbaren und traditionell verwendeten Lebensmittel angepasst. Das sind etwa Äpfel, Birnen, Beeren, Wurzelgemüse, Kohl, Vollkorngetreide, Roggenbrot und Getreideflocken. Außerdem gehören Fisch, Milch und Milchprodukte, Kartoffeln und regionaltypische pflanzliche Fette dazu.

Ein Klassiker der nordischen Küche: Matjesfilets.
Ein Klassiker der nordischen Küche: Matjesfilets.
Foto: dpa

Viele wichtige Vitamine

In heimischen Beeren, in Kohl und in Wurzelgemüse stecken viele wichtige Vitamine. Regionale und saisonale Obst- wie Gemüsesorten haben viel Geschmack. Weil sie nicht erst aus der Ferne herbeigeschafft werden müssen, gehen auch nicht so viele Inhaltsstoffe verloren. Tierische Produkte wie Fleisch oder Eier stehen nur selten auf dem Speiseplan der nordischen Diät. Als gesunde Sattmacher gelten Produkte aus Vollkorngetreide oder auch Roggenbrot. In ihnen stecken viele gute Kohlenhydrate und Mineralstoffe. Fette aus hochwertigem Rapsöl und daraus hergestellte Streichfette sollten in Maßen, aber täglich verzehrt werden.

Zur nordischen Diät gehören außerdem Fisch und Meeresfrüchte, die viele gute Fette enthalten. Auch hier sind es Sorten aus regionalen Flüssen und Seen - etwa Barsch, Forelle, Hering, Lachs oder Makrele. Fettarme Milch und Milchprodukte stehen ebenfalls auf dem Speiseplan. Heimische Kartoffeln liefern viele wichtige Ballaststoffe. Frische Kräuter und Pilze aus dem Wald geben den Mahlzeiten den richtigen Pfiff. Und keinesfalls fehlen darf reichlich Wasser: pro Tag mindestens anderthalb Liter.

Aber ist die nordische Diät tatsächlich genauso gesund wie die mediterrane Kost? „Das ist bislang noch nicht so ganz klar“, erklärt Prof. Matthias Schulze, Leiter der Abteilung Molekulare Epidemiologie am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE). Wissenschaftler um Schulze haben die Daten von rund 27 500 Menschen ausgewertet. „Nach unseren Ergebnissen sind die positiven gesundheitlichen Folgen für Menschen, die den Regeln der mediterranen Ernährung folgen, größer als wenn sie auf die nordische Diät setzen“, sagt er. Die mediterrane Kost könne also nicht nur in Mittelmeerländern, sondern auch in Deutschland das Risiko für chronische Erkrankungen senken.

Das heißt: Wer reichlich Gemüse, Obst, Nüsse, Samen, Fisch, Hülsenfrüchte, Getreide und Olivenöl, aber wenig Fleisch, Milch und Milchprodukte verzehrt, lebt gesund. Generell gilt beim Kochen und Essen: Möglichst regionale und saisonale Produkte verwenden. Vorzugsweise sollten zudem Bio-Lebensmittel konsumiert werden - sie sind nachweislich gesünder als herkömmliche Lebensmittel, Fertigprodukte sollten nur selten zum Einsatz kommen. Für ein gutes Körper- und Lebensgefühl ist auch eines wichtig: „Achtsam und mit Genuss essen“.



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