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So bequem kann Spielen sein
Lifestyle 1 3 Min. 21.09.2021
Mobile Gaming

So bequem kann Spielen sein

Evolution des Gamings: Hersteller wie Nacon zeigen mit ihren Controllern fürs Smartphone, wohin die Reise gehen kann.
Mobile Gaming

So bequem kann Spielen sein

Evolution des Gamings: Hersteller wie Nacon zeigen mit ihren Controllern fürs Smartphone, wohin die Reise gehen kann.
Foto: Hersteller
Lifestyle 1 3 Min. 21.09.2021
Mobile Gaming

So bequem kann Spielen sein

Spaß immer und überall: Immer häufiger greifen Spielefans nicht mehr auf herkömmliche Konsolen, sondern auf mobile Endgeräte zurück.

Von Matthias Probst

„Sind Sie Gamer?“ Auf diese Frage werden die meisten Leute mit einem Kopfschütteln und einem entschiedenen „Nein!“ antworten. Viele werden dabei wohl Personen im Kopf haben, die in bequemer Kleidung sowie mit Kartoffelchips und einem Energie-Drink vor dem PC oder dem Fernseher hocken, um zu zocken – echte Nerds eben, wie es das Klischee so will.

Doch das ist längst kein akkurates Bild mehr: Gaming ist nicht erst seit heute mitten in der Gesellschaft angekommen. Weltweit „zockt“ laut einer Studie des Consulting- und Marktforschungsunternehmens DFC Intelligence fast die Hälfte der Erdbevölkerung. Auf Europa heruntergebrochen sprechen die Zahlen ein noch klareres Bild: Annähernd 90 Prozent spielen in ihrer Freizeit. Also müssten die meisten, die diesen Artikel lesen, die Eingangsfrage mit „Ja“ beantwortet haben. Nur wissen viele nicht, dass sie zur spielenden Gesellschaft gehören. Wie kommt es dann zu diesen Zahlen?


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Wachsende Gamer-Gemeinschaft

Das ist schnell erklärt: Man gilt bereits als Gamer, wenn man hin und wieder ein Spielchen auf dem Smartphone oder Tablet wagt. Diese Gruppe gehört zu den am schnellsten wachsenden Gamer-Gemeinschaften – genau diesen Umstand machen sich seit neustem auch die großen Konsolenhersteller zunutze.

Nintendo hat es im Jahr 2017 mit der Switch vorgemacht und neben den beiden Platzhirschen von Sony (Playstation) und Microsoft (Xbox) einen festen Nischenplatz erobert. Dank der Möglichkeit, auch mobil zu spielen, gräbt die Nintendo Switch den beiden Konkurrenten etwas Wasser ab. Microsoft hat dies jedoch längst erkannt und leitet Gegenmaßnahmen ein. Anstatt nun eine eigene Konsole auf den Markt zu werfen, die ebenfalls mobiles Spielen erlaubt, geht es der US-Software-Riese anders an: Er verwandelt einfach jedes mobile Endgerät (bisher lediglich auf Android-Basis) in eine mobile Xbox. 

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Der Xbox Game Pass mit dem sogenannten Cloud-Gaming macht dies möglich. Leider ist dieser in Luxemburg nur über Umwege wie die Ländereinstellungen (Deutschland oder Frankreich) und Prepaid-Karten zu ergattern – allerdings will Microsoft den Game Pass bald über ganz Europa ausrollen.

Startet man nun den Game Pass auf dem Smartphone, finden sich dort im Preis inbegriffen über 100 Spiele – manche davon bereits in der Cloud vorinstalliert. Und genau diese Cloud-Spiele sind besonders interessant: Ein Knopfdruck genügt und die Spiele starten direkt auf dem Smartphone oder Tablet, ganz ohne Installation oder dass die Xbox daheim streamen müsste. Microsoft empfiehlt lediglich eine stabile, wenn möglich, fünf Gigahertz starke WLAN-Verbindung. Rollen-, Action-, Taktik- oder Puzzle-Spiel sind dann direkt auf dem kleinen Display zu genießen. Allerdings kann die Steuerung per Touchscreen etwas hakelig sein. Aber wozu gibt es Drittanbieter, die sich diesem Problem annehmen.


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Controller fürs Smartphone

Neben Anbietern wie Samsung, Razer oder 8Bitdo kann sich auch der französische Videospielehersteller Nacon mit cleveren Ideen durchsetzen: Der Controller „MG-X“ verwandelt jedes Smartphone in einen waschechten Handheld – auch für Spiele, die nicht zu Microsoft oder zum Game Pass gehören. Dabei bettet der „MG-X“ das Handy in den Controller ein, sodass sich die Steuerung links und rechts neben dem Display befindet. Per Bluetooth verbindet sich das Gerät mit dem Smartphone. Abstriche gibt es bei der Größe und Anordnung der Knöpfe: Die Tasten A, B, X und Y sind etwas nah beieinander und auch die beiden hinteren Schultertasten könnten präziser sein. Doch insgesamt wertet der MG-X das Smartphone als mobile Spielestation deutlich auf – für einen Preis von rund 100 Euro.

Zugegeben: Microsofts Cloud-Gaming-Service befindet sich noch in einer Beta-Testphase und ist daher nicht überall zu haben, zeigt aber jetzt schon ein hohes Potenzial. Noch ist diese Dienstleistung keine echte Bedrohung für die unzähligen Spiele-Apps oder Nintendos Switch, sie gibt aber definitiv die Richtung an, in die sich Gaming in Zukunft entwickeln wird: mobil sein und spielen, wann und wo man möchte.

Jetzt liegt es an Sony, nachzulegen, wenn das japanische Unternehmen nicht von den anderen abgehängt werden möchte. Es bleibt also spannend.  

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