Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Skoda präsentiert erstes vollelektrisches RS-Modell
Lifestyle 5 Min. 10.04.2022
Enyaq iV Coupé

Skoda präsentiert erstes vollelektrisches RS-Modell

Nicht nur mit viel Leistung unter der Haube, sondern auch optisch sehr ansprechend fährt der sportliche Skoda Enyaq Coupé RS iV vor.
Enyaq iV Coupé

Skoda präsentiert erstes vollelektrisches RS-Modell

Nicht nur mit viel Leistung unter der Haube, sondern auch optisch sehr ansprechend fährt der sportliche Skoda Enyaq Coupé RS iV vor.
Foto: Skoda
Lifestyle 5 Min. 10.04.2022
Enyaq iV Coupé

Skoda präsentiert erstes vollelektrisches RS-Modell

Die Lifestyle-Redaktion hat auf den Luxemburger Straßen Gas gegeben – und das ganz nachhaltig: der Skoda Enyaq iV Coupé im Test.

von Marc Willière

Heute gibt es kaum einen Autobauer, der noch nicht von der E-Mobilität erfasst wurde. In der Umsetzung indes könnten die Unterschiede nicht größer sein. Während einige Konstrukteure immer noch der Meinung sind, ein Fahrzeug mit elektrischem Antrieb müsse bereits von Weitem als solches zu erkennen sein und dafür dann auch recht futuristisch vorfahren, belassen es andere wie gehabt beim gewohnten Auto-Anblick. Zu Letzteren gehört auch Skoda … und liefert mit der neuesten Variante des Enyaq iV den entsprechenden Beweis. 

Erstes elektrisches RS-Modell 

Knapp ein Jahr nach dem Start des vollelektrischen Kompakt-SUV Enyaq iV – der mit inzwischen bereits 50.000 verkauften Exemplaren nicht erfolgreicher hätte verlaufen können – reicht die tschechische VW-Tochter nun ein flottes Coupé nach. Mit ihm erweitert die Marke ihre erste rein batterieelektrische Baureihe auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) aus dem Volkswagen-Konzern aber nicht nur um ein Auto mit dynamischer Optik und sportlich-eleganter Linienführung. Mit dem Enyaq Coupé RS iV feiert zudem das erste vollelektrische Mitglied der sportlichen RS-Familie Premiere.

Dem Namen des jüngsten Sprosses aus der tschechischen Autoschmiede entsprechend findet sich der große Unterschied zum Standard-Enyaq an der hinteren Dachpartie. Ab der B-Säule fällt sie sanft nach hinten ab und geht in eine Heckklappe mit scharfer Abrisskante über. In der Seitenansicht sorgen in der Wagenfarbe lackierte Seitenschweller sowie große Räder für einen kraftvollen Auftritt des viertürigen Coupés. Und an der Front setzt sich der Neuling aus Mladá Boleslav zudem durch scharf geschnittene Scheinwerfer und eine eigenständig gestaltete Frontschürze vom Enyaq iV ab.

Trotz abfallender Dachpartie bleiben die Platzverhältnisse auf der Rückbank großzügig. Die Passagiere haben zudem mehr Kopffreiheit, weil das sich über die gesamte Dachfläche erstreckende Panoramaglasdach dünner als ein Volldach ist. Seine Beschichtung sorgt überdies für ein stets angenehmes Klima im Innenraum. Mit einem Minus von 15 Litern büßt der Kofferraum wohl etwas Volumen ein, bietet aber mit 570 Litern immer noch einen hohen Nutzwert. Dafür wirkt sich die abgeänderte Karosserieform wiederum vorteilhaft auf die Aerodynamik aus und gewährt dem Coupé etwas höhere Reichweiten als die SUV-Version.

Während die Leistungsspanne beim SUV zwischen 109 kW (148 PS) und 195 kW (265 PS) liegt, beginnt sie beim Coupé erst bei 132 kW (179 PS), endet dafür aber später bei 220 kW (299 PS).
Während die Leistungsspanne beim SUV zwischen 109 kW (148 PS) und 195 kW (265 PS) liegt, beginnt sie beim Coupé erst bei 132 kW (179 PS), endet dafür aber später bei 220 kW (299 PS).
Foto: Skoda

Wie der Enyaq iV verfügt auch das gleichnamige Coupé über eine Lithium-Ionen-Batterie, die in zwei Größen zum Einsatz kommt. Auch ist der Elektroantrieb in vier Leistungsvarianten erhältlich. Beide Varianten unterscheiden sich lediglich durch die jeweiligen Einstiegs- beziehungsweise Topmodelle: Während die Leistungsspanne beim SUV zwischen 109 kW (148 PS) und 195 kW (265 PS) liegt, beginnt sie beim Coupé erst bei 132 kW (179 PS), endet dafür aber später bei 220 kW (299 PS).

Im Enyaq Coupé iV 60 beträgt der Energiegehalt 62 kWh, davon lassen sich 58 kWh netto nutzen. Der elektrische Heckmotor ist direkt in die Hinterachse integriert und treibt in der Einstiegsvariante des Coupés mit einer Leistung von 132 kW (179 PS) die Hinterräder an. Im iV 80 leistet der Heckmotor 150 kW (204 PS). Hier setzt Skoda auf die größere Batterie mit einem Energiegehalt von 82 kWh (netto 77 kWh). Dem Hersteller zufolge ist die Reichweite von 544 Kilometern im WLTP-Zyklus die größte der Baureihe.


Der vollelektrische i4 überzeugt mit Kraft und Eleganz
Lautloses Energiewunder – in der neuen Coupélimousine i4 kombiniert BMW markentypische Sportlichkeit mit einer überzeugenden Reichweite.

Der iV 80x und das Top-Modell RS iV bringen ihre Kraft dank eines zweiten Elektromotors an der Vorderachse per Allradantrieb auf die Straße. Sie nutzen ebenfalls die große 82-kWh-Batterie. Die Systemleistung der beiden Motoren liegt beim iV 80x bei 195 kW (265 PS) und beim RS iV bei 220 kW (299 PS). Der Wagen beschleunigt in nur 6,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Bei den anderen Coupé-Modellen wird die Spitzengeschwindigkeit bei 160 km/h abgeregelt. Die beiden Allradvarianten dürfen bis zu einer Steigung von acht Prozent einen gebremsten Anhänger mit einem Gewicht von bis zu 1.400 Kilogramm ziehen, für die beiden Heckmotorkonfigurationen liegt die maximale Anhängelast bei 1.200 Kilogramm.

Nachhaltige Materialien

Im Cockpit bleibt es beim gewohnten Bild mit gut aufeinander abgestimmten Farben sowie nachhaltigen Materialien wie natürliche Schurwolle und recycelte PET-Flaschen. Das Infotainmentsystem verfügt neben dem 13 Zoll großen zentralen Display und einem 5,3 Zoll großen Digital Cockpit auch über die neue Software-Version ME 3. Sie hält Updates bei den Anzeigen im Infotainment- und dem optionalen Head-up-Display bereit und sorgt außerdem für ein verbessertes Batteriemanagement. Die Assistenzsysteme wurden weiter verbessert. In der aktuellen Variante greifen sie unter anderem online auf Schwarmdaten zu, warnen frühzeitig vor möglichen Kollisionen oder steigern den Komfort etwa beim Parken.

Bei der Gestaltung des Cockpits hat sich Skoda an modernen Wohnwelten orientiert.
Bei der Gestaltung des Cockpits hat sich Skoda an modernen Wohnwelten orientiert.
Foto: Skoda

Sehr angenehm ist dann auch der Aufenthalt an Bord des Stromers. Dafür sorgt nicht nur seine Laufruhe. Durch die im Unterboden platzierte Batterie ist der Fahrzeugschwerpunkt besonders tief, sodass das Coupé auch auf kurvigen Landstraßen stets satt auf der Straße steht. Ein sicheres Fahrverhalten und gute Handling-Eigenschaften sind dem neuen Skoda zudem eigen und wissen zu gefallen.

Der Enyaq Coupé iV startet noch in diesem Frühjahr. Erhältlich ist aber vorerst nur das RS-Modell – und zwar ab 58.920 Euro. Die anderen Versionen sollen erst in der zweiten Jahreshälfte anrollen. Deren Preise stehen noch nicht fest, sollen aber ausstattungsbereinigt um etwa 1.500 Euro über denen des „normalen“ Enyaq liegen. Weil das Coupé aber grundsätzlich etwas besser ausgestattet ist, könnte diese Differenz auch noch etwas größer ausfallen.

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Volkswagen ergänzt seine vollelektrische Familie um das Spitzenmodell ID.5. Die Redaktion durfte den Wagen kürzlich unter die Lupe nehmen.
Opel stößt mit der neuen Generation des Verkaufsschlagers Astra endlich in den elektrischen Bereich vor. Die Redaktion durfte den Wagen testen.
The all-new Opel Astra Hybrid (2022)
Die dritte Generation des Peugeot 308 steht bei den Händlern bereit. Das „Luxemburger Wort” dufte ein Hybrid-Modell auf den hiesigen Straßen testen.
Scharfe Linien und eine markante Säbelzahnsignatur prägen das Äußere des kompakten Franzosen. LED-Scheinwerfer findet man bereits in der Serie.