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Skispaß für wenig Geld
Lifestyle 4 Min. 21.11.2019

Skispaß für wenig Geld

In Val Thorens können auch die Großen zu kleinen Preisen den Schnee genießen: Bei vierköpfigen Familien zahlen auch die Eltern nur den Kinderpreis (ab 168 Euro für sechs Tage).

Skispaß für wenig Geld

In Val Thorens können auch die Großen zu kleinen Preisen den Schnee genießen: Bei vierköpfigen Familien zahlen auch die Eltern nur den Kinderpreis (ab 168 Euro für sechs Tage).
Foto: Shutterstock
Lifestyle 4 Min. 21.11.2019

Skispaß für wenig Geld

Bereits für unter 100 Euro kann man eine Woche lang Skifahren. Einige Skireviere verschenken ihre Skipässe sogar.

von Hans-Werner Rodrian (srt)

Skiurlaub ist wahrlich kein billiges Vergnügen. Schließlich gilt es, außer Verpflegung und Unterkunft auch den Skipass für alle Familienmitglieder einzukalkulieren. Wer sparen will oder muss, der hält deshalb beizeiten Ausschau nach einer Region, die viel Skipass fürs Geld bietet.

Für Einsteiger: Gebiete mit fünf bis 20 Pistenkilometern

Die Kinder sollen das erste Mal auf Ski gestellt werden, und die Eltern wollen eigentlich lieber rodeln – dann ist ein Pistenticket für 500 Kilometer Abfahrten rausgeworfenes Geld. Ein halbes Dutzend Lifte und fünf bis 20 Pistenkilometer tun es für die ersten Schwünge wunderbar. So ein Skipass für sechs Tage ist bereits unter 100 Euro zu haben – zum Beispiel am Pröller in St. Englmar im Bayerischen Wald (98 Euro) und in Karpacz im polnischen Riesengebirge (Tagespass ab zwölf Euro).

Günstig auf die Ski kommt man auch in Bernau im Schwarzwald (vier Stunden 18 Euro), am Riedbergerhorn in Grasgehren im Allgäu (sechs Tage 122 Euro), in Oberammergau (sechs Tage 120 Euro inklusive Schwimmbad), in Abtenau im Salzburger Land (sechs Tage ab 153 Euro inklusive Rodelbahn) und in Jochgrimm oder Rein in Taufers in Südtirol (Tagespass 19 Euro).

Schlechte Karten haben Einsteiger dagegen in Regionen, wo jeder den Großraumskipass erwerben muss, weil es keinen anderen gibt. Tipp: In der Allgäuer Gästekarte „Königscard“ sind drei Stunden tägliches Skifahren im Übernachtungspreis enthalten, zum Beispiel in Jungholz, Nesselwang, Pfronten und Bad Kohlgrub. Dort zahlt man also genau genommen gar nichts fürs Skifahren.

Für Genießer: Gebiete mit 20 bis 75 Pistenkilometern

Winterurlaub ist doch viel mehr als nur Abfahrtsvergnügen: Gelegenheitsfahrer, die so denken, sind mit einem Pistenrevier von 20 bis 75 Kilometer gut bedient. Für sechs Tage freie Fahrt müssen sie im kommenden Winter mindestens 136 Euro anlegen, zum Beispiel am Keilberg im tschechischen Erzgebirge (sechs Tage Interski Region Klinovec Fichtelberg 136 Euro), im Skiliftkarussell Winterberg im Sauerland (sechs Tage 138 Euro) und am Hochficht im österreichischen Mühlviertel (vier aus sieben Tagen 156 Euro).

In den österreichischen Alpen empfehlen sich als schneesichere Gebiete mit rund 40 Pistenkilometern und Tagesskipasspreisen zwischen 38 und 40 Euro die Skiareale von Galtür, Hinterstoder und Oetz im Ötztal. Neueste Lifte und moderner Kabinenbahn-Komfort sind bei den allergünstigsten Offerten allerdings nicht immer zu erwarten. Bisweilen sind die Pisten auf mehrere Gebiete verteilt. Das bedeutet dann zwar, täglich neue Eindrücke zu haben, aber auch, jeden Tag ins Auto zu steigen. Tipp: Im Hochschwarzwald gibt es bei 280 Gastgebern den Skipass für den Liftverbund Feldberg und elf weitere Skilifte zur Unterkunft kostenlos dazu.

Für Sportler: Gebiete mit 75 bis 200 Pistenkilometern

Für engagierte Skifahrer sollten es schon 75 bis 200 Pistenkilometer sein; dafür sind mindestens 160 Euro anzulegen. Geeignete Skipässe sind zum Beispiel die Allgäu Tirol Skicard ums Tannheimer Tal und Pfronten (sechs Tage kosten in der Hochsaison 191 Euro) sowie die Hörnerdörfer um Balderschwang, Bolsterlang und Ofterschwang. Dort zahlt man für sechs Tage 177 Euro. Eine Alternative für Familien und Skifahrer, die auch mal Wandern oder Langlaufen wollen, sind im Tannheimer Tal die Stundenkarten zu zehn (101 Euro) oder 30 Stunden (251 Euro) sowie die Vormittagspässe.

Bereits unter 170 Euro lassen sich sogar in einigen berühmten Pistenarenen rasante Schwünge ins Weiß zirkeln. Der Trick dabei ist die Beachtung von Sonderangeboten. So machen vierköpfige Familien im hochsportlichen Val Thorens ein echtes Schnäppchen, weil unter dem Motto „4 personnes au tarif enfants“ auch die Erwachsenen mit Kinderskipässen (ab 168 Euro für sechs Tage) fahren dürfen.

Rabattjäger beachten auch die Saisonzeiten: Nicht an Schulferien gebundene Pärchen sparen zum Beispiel vor Weihnachten und ab Mitte März am Wilden Kaiser mehr als 40 Euro und kaufen den Sechstagepass für 222 Euro. Wer über die Feiertage zum Skifahren will, der wählt besser Einheitspreisgebiete.


SRT-Bild Archivnummer: 1221342089, GURGL, Stefan Herbke, Beschreibung: Werbung in Innsbruck für Einheimischentarif Einheimischentarif
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Eine Piste, zwei Preise
Eigentlich sollten in der EU alle gleich behandelt werden. Doch die Realität schaut anders aus: Einheimische erhalten in Tirol den Tagesskipass für im Schnitt 20 Euro, alle anderen zahlen bis zu 57 Euro.

Für Skifanatiker: Gebiete mit mehr als 200 Pistenkilometern

Extreme Pistensammler fühlen sich schon unglücklich, wenn sie innerhalb einer Woche zweimal die gleiche Abfahrt fahren müssen. Sie sind in den ganz großen Skigebieten ab 200 Kilometern gut aufgehoben, werden da aber unter 196 Euro alpenweit nichts finden. Regionen wie die italienische Via Lattea um Sestriere (hier kostet der Sechstagepass 196 Euro) und der 205 bis 234 Euro teure Skipass der Skiarena Vinschgau sind allerdings immer noch ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass der Sechstageskipass andernorts ab 300 Euro aufwärts kostet.

Weitere Preistipps sind Tux in Tirol, wo Jugendliche 20 Prozent Rabatt auf den Skipass bekommen und für den Sechstagepass mit Gletscher nur 213 Euro zahlen, sowie der Großraumskipass „3 Täler“ für den Bregenzerwald zum Preis von 228 bis 240 Euro für sechs Tage. Noch günstiger macht es zehnmal im Jahr einer der ganz großen Namen im Ski-Business: Andermatt und seine Nachbardörfer offerieren an zehn Tagen den Skipass für zehn Schweizer Franken (9,10 Euro) pro Person und Tag. Sonst können es dort auch gern mal 100 Franken (91 Euro) werden.

Schließlich noch ein Extra-Tipp für Familien: Achten Sie auf die unterschiedlichen Kinderrabatte in den Wintersportorten. Die reichen von über 50 bis null Prozent. Eltern mit größeren Kids wählen ein Gebiet, wo auch die 15-jährige Tochter noch als Kind durchgeht. Das ist zum Beispiel in der Almenwelt Lofer, am Großglockner in Heiligenblut und in Kals-Matrei in Osttirol der Fall. 


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