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"Sir Lovelot", der Schwerenöter aus Luxemburg
Lifestyle 1 2 Min. 21.03.2021

"Sir Lovelot", der Schwerenöter aus Luxemburg

Sir Lovelot überwindet viele Hürden, um die Liebe seines Lebens zu finden: Das Spiel ist erhältlich für Xbox, Playstation, Switch und den PC.

"Sir Lovelot", der Schwerenöter aus Luxemburg

Sir Lovelot überwindet viele Hürden, um die Liebe seines Lebens zu finden: Das Spiel ist erhältlich für Xbox, Playstation, Switch und den PC.
Screenshot: Hersteller
Lifestyle 1 2 Min. 21.03.2021

"Sir Lovelot", der Schwerenöter aus Luxemburg

In einem Videospiel, das im Großherzogtum konzipiert wurde, versucht ein Ritter die Liebe seines Lebens zu finden.

Von Matthias Probst

Ein kleiner Ritter mit einem großen Problem: Im ganzen Land verrenken sich die Frauen die Hälse nach ihm. Doch welche ist die Richtige? Diese Frage gilt es in „Sir Lovelot“ zu beantworten, einem Jump&Run der luxemburgischen Entwickler von Pixel.lu.

Der Liebesheld ist ein emsiges Kerlchen: Sobald er eine Holde in einem Turm entdeckt, will er alles machen, um in ihr Schlafgemach zu gelangen. Im Spiel muss er der Dame dafür Geschenke organisieren, bevor er an ihren Haaren emporklettern darf. Spielerisch begibt man sich dafür in einzelne Levels, die nie mehr als ein paar Bildschirme umfassen. Aufgabe ist es im Grunde nur, ein Strauß Blumen zu pflücken und damit wieder zum Turm zu rennen.


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Immer in Gefahr

Leichter gesagt, als getan: In jedem Level warten Monster und Fallen, die einem in Windeseile den Garaus machen. Eine Berührung und das war’s. Stirbt Sir Lovelot, muss er jedoch nicht wieder komplett von vorne beginnen, sondern lediglich am Beginn des Bildschirms, in dem er das Zeitliche gesegnet hat. Die bis dahin getöteten Monster tauchen nicht wieder auf. Zudem sind die Ladezeiten extrem schnell, so dass nie Frust beim Warten aufkommt.

Zu Beginn ist das Jump&Run noch eine recht einfache Geschichte: Ein paar Sprünge und hin und wieder ein magischer Feuerball auf eines der Monster und – schwups – hat man das Ende eines Levels erreicht. Doch ziemlich schnell zieht der Schwierigkeitsgrad an, wird aber nie unfair. Denn je länger man spielt, desto fordernder werden die einzelnen Bewegungsabläufe. Das zeigt sich besonders im letzten Viertel des Spiels. Apropos Viertel: Sir Lovelot spielt in vier grundlegend unterschiedlichen Abschnitten. Den Anfang macht eine sommerliche Umgebung. Außerdem gibt es ein Sumpfgebiet einen Geister-/Friedhof-Abschnitt sowie zum Schluss eine Lava-Party.

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Glänzende Überraschungen

Über 40 Level müssen tapfere Ritter bestehen, um die Liebe ihres Lebens zu finden. Zur spielerischen Abwechslung haben die Macher bei Pixel.lu noch einige Geheimnisse sowie kleine Endbosse eingebaut. Bei diesen handelt es sich streng genommen nur um einen dicken Drachen, der in der Lava-See auf den Ritter wartet. Die anderen Abschnitte werden beendet, indem der Spieler vor einem Felsen flüchten muss. Beim Drachen braucht es hingegen Feuerkraft. Hinzu kommen etliche versteckte Schätze, die es in jedem Level zu finden gilt. Da wären Goldmünzen, Ringe, Diamanten oder am Ende sogar Lutscher, die es einzusacken gibt. Die Damen in ihren hohen Türmen freuen sich über alle Mitbringsel.


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Nicht nur Sir Lovelot scheint dem Mittelalter entsprungen – auch die Grafik wirkt altertümlich, wobei dies keineswegs negativ gemeint ist. Der pixelige Retro-Look erinnert an die 1980er- oder 1990er-Jahre. Das Spiel hätte damals für das NES oder besser noch SNES erscheinen können. Die Screenshots können dabei aber kaum wiedergeben, wie charmant Sir Lovelot in Bewegung aussieht.

Ein dickes Lob muss man den Entwicklern für die punktgenaue Steuerung aussprechen, die bei einem Jump&Run immens wichtig ist. Bei Sir Lovelot fühlt sich jeder Sprung genau so an, wie er sein muss. Auch die anderen Spielmechaniken, wie beispielsweise das Hängen an Abgründen, bereichern die Spielerfahrung. Blickt man hier auf das Vorgängerprojekt von Pixel.lu lassen sich deutliche Verbesserungen feststellen: Bei „A Fart for Melusina“ fühlte sich das Springen noch nicht so perfekt an, wie bei dem kleinen Schwerenöter Sir Lovelot. Daher eignet sich das Spiel auch für alle Genre-Liebhaber, die eine faire Herausforderung suchen.

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