Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Sieben Tipps für einen sicheren Windows-Rechner
Lifestyle 3 Min. 30.10.2018

Sieben Tipps für einen sicheren Windows-Rechner

Windows 10 verfügt bereits über Sicherheitsprogramme wie den Windows Defender und eine Firewall.

Sieben Tipps für einen sicheren Windows-Rechner

Windows 10 verfügt bereits über Sicherheitsprogramme wie den Windows Defender und eine Firewall.
Foto: dpa-tmn
Lifestyle 3 Min. 30.10.2018

Sieben Tipps für einen sicheren Windows-Rechner

Geräte, die mit dem Internet verbunden sind, müssen sich vor Angriffen schützen. Gerade Windows-Rechnern wird oft eine Anfälligkeit vorgeworfen. Doch zur Sicherheit müssen vor allem die Nutzer beitragen.

(dpa/tmn) - Viren, Trojaner, Passwortklau - es gibt viele Bedrohungen für Windows-Rechner. Mit ein paar Einstellungen, Zusatzprogrammen und Verhaltensregeln lässt sich die Sicherheit des heimischen PC deutlich erhöhen.

Eingeschränkte Rechte mit der Benutzerkontensteuerung

Schadsoftware sollte nicht direkt Zugang zu wichtigen Einstellungen haben. Dabei hilft es, beim angemeldeten Nutzer nur eingeschränkte Rechte zuzulassen. „Seien Sie nicht immer als Admin angemeldet, für die normale PC-Nutzung reicht ein eingeschränktes Benutzerkonto aus“, sagt Viktor Schröder, Leiter IT-Services vom Verein Gesellschaft für Informatik. Windows-10-Nutzer können unter „Einstellungen/Konten“ einen lokalen, eingeschränkten Benutzer erstellen, dieser sollte dann bei der Windows-Anmeldung verwendet werden. „So verringert man das Risiko, dass unerwünschte Software installiert oder gestartet werden kann“, sagt Schröder.

Schädlinge fernhalten: Windows-Defender oder externer Viren-Scanner

Eine gute Antiviren-Software sollte für alle Anwender Pflicht sein. Der in Windows 10 enthaltene Defender bietet einen guten Grundschutz. „Wer ganz sichergehen möchte, sollte über eine umfassende Sicherheitssuite nachdenken“, sagt Schröder. Dabei sollte man es aber nicht zu gut meinen. „Man sollte darauf achten, dass nicht mehrere Antivirenprogramme installiert sind.“ Im schlimmsten Fall könne der PC sonst sogar den Dienst vollständig quittieren.

Unerwünschte Anfragen blocken mit der Windows-Firewall

Viele Attacken aus dem Internet geschehen im Hintergrund, ohne dass die Nutzer aktiv im Internet sind. Einen Teil dieser versteckten, unberechtigten Systemzugriffe kann eine Firewall blockieren. Windows 10 liefert diese schon unter „Defender Security Center/Firewall & Netzwerkschutz“ mit. Sie erlaubt nur bestimmte ausgehende und ankommende Verbindungen und schützt so den Rechner.

Windows auf dem neuesten Stand halten

Ein großer Schwachpunkt bei der PC-Sicherheit sind Sicherheitslücken in Windows oder anderer Anwendungssoftware. Schädlinge und Hacker nutzen die Eintrittspunkte gezielt für Angriffe. „Privatanwender sollten darauf achten, Windows und andere Software auf dem aktuellen Stand zu halten“, sagt Matthias Gärtner vom deutschen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Zu den wichtigsten Updates gehören neben Windows auch Browser-Erweiterungen, Java, der PDF-Reader Adobe Acrobat und natürlich die Antiviren-Software.

Sichere Passwörter von Windows-Login bis Facebook

Schon nach dem Hochfahren des PC lauert das erste Sicherheitsrisiko: das Passwort. Wer den Rechner mit anderen Nutzern teilt, sollte in den Einstellungen unter „Konten & Anmeldeoptionen“ eine sichere PIN oder ein Passwort vergeben. „Je länger das Passwort, desto besser“, sagt Hauke Mormann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Er empfiehlt Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen zu mischen und mehr als acht Zeichen zu verwenden. „Wir würden uns auch wünschen, dass Dienstanbieter im Internet die Zeichenbegrenzung für Passwörter generell abschaffen“, sagt Mormann. Ein Tipp für verschiedene Seiten: „Legen Sie ein sechsstelliges Grundpasswort fest, für jede Plattform denken Sie sich dann beispielsweise sechs Zeichen dazu.“

Router gegen Eindringlinge absichern

Die meisten WLAN-Router haben einen Standard-Netzwerkschlüssel. Dieser reicht aber oft nicht aus. „Wechseln Sie den Schlüssel regelmäßig, am besten alle drei Monate“, empfiehlt Schröder. Auch sollte der Zugriff auf die Router-Einstellungen mit einem sicheren Passwort geschützt werden. „Auf die router-eigene Firewall können sich Privatanwender grundsätzlich erst mal verlassen“, sagt Gärtner. Jedoch sollten Nutzer darauf achten, „dass sie sich keine Software installieren, die den Firewallschutz wieder aufweicht“. Besonders das Internet der Dinge, zum Beispiel Überwachungskameras, Babyphones oder der WLAN-fähige Kühlschrank, schaffen neue Sicherheitsrisiken.

Den Browser schützen

Der Browser zählt zu den größten Schwachstellen eines Rechners. Erweiterungen für den Browser wie „Noscript“ verhindern das Ausführen von schadhaften Skripten. Allerdings erfordern diese Plug-ins etwas Konfigurationsarbeit und Einarbeitungszeit. Die wird aber mit einem deutlichen Plus an Sicherheit belohnt.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Tipps für gute Smartphone-Videos
Jeder Smartphonebesitzer hat auch eine leistungsstarke Videokamera in der Tasche. Was aber nicht heißt, dass die aufgenommenen Filme Spitzenklasse sind. So vermeidet man Fehler.
ILLUSTRATION - Zum Themendienst-Bericht von Till Simon Nagel vom 26. Juli 2018: Wer in Ruhe filmt, bekommt die schöneren Videos. Ein kleines Stativ hilft dabei sehr. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
Ist der Flash Player ein Muss?
Adobes Flash Player ist auf vielen Computern installiert und soll Multimedia-Inhalte auf Webseiten zum Laufen bringen. Doch immer wieder macht die Software durch Sicherheitslücken auf sich aufmerksam. Doch geht es auch ohne Flash?
ARCHIV - Zum Themendienst-Bericht von Maximilian Konrad vom 13. März 2018: Der Flash Player arbeitet seit Jahren in den meisten Windows-Rechern und vielen Macs. Wegen etlicher Sicherheitslücken raten Experten immer wieder zum Verzicht.
(Archivbild vom 08.03.2018/Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher.) Foto: Robert Günther/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++