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Schönheit in Zeiten von Corona: Natürlichkeit ist Trumpf
Lifestyle 10 2 Min. 27.01.2021

Schönheit in Zeiten von Corona: Natürlichkeit ist Trumpf

Looks mit reichlich Leuchtkraft, die fast wie ungeschminkt wirken, sind 2021 besonders angesagt.

Schönheit in Zeiten von Corona: Natürlichkeit ist Trumpf

Looks mit reichlich Leuchtkraft, die fast wie ungeschminkt wirken, sind 2021 besonders angesagt.
Foto: Mac Cosmetics
Lifestyle 10 2 Min. 27.01.2021

Schönheit in Zeiten von Corona: Natürlichkeit ist Trumpf

Nathalie RODEN
Nathalie RODEN
Das vermehrte Zuhausebleiben und das ständige Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken führen im Kosmetikbereich zu einer Rückbesinnung aufs Wesentliche: schöne, gepflegte Haut.

Vor Corona galten Lippenstifthersteller stets als große Krisengewinner. „Lipstick-Index“ nannte der Kosmetikmagnat Leonard Lauder, Erbe des US-Konzerns Estée Lauder, die Wirtschaftsregel, dass der Absatz von Lippenstiften in schlechten Zeiten steigt, frei nach dem Motto „diesen kleinen Luxus gönne ich mir jetzt mal“. Doch 2020 haben Lippenstifthersteller definitiv den Kürzeren gezogen. 

Um rund 50 Prozent sank die weltweite Nachfrage nach den pigmentierten Lippenverschönerern, während der Absatz von Wimperntusche rasant zunahm. „Wir könnten jetzt vom Mascara-Index sprechen“, soll Lauder vor einigen Monaten entsprechend gescherzt haben. Die Gründe sind leicht nachvollziehbar: Zum einen ist Lippen-Make-up unter der Maske nicht sichtbar und man läuft zudem Gefahr, dass die Farbe darunter verschmiert. Zum anderen bleiben in der Öffentlichkeit meist nur Augen und Brauen als optischer Fixpunkt über.

Wer dennoch nicht auf einen geschminkten Mund verzichten will, dem empfiehlt Olivier Echaudemaison, Chefvisagist von Guerlain, die Farbe mit dem Finger aufzutupfen. Das macht sie immerhin haltbarer.

Mit der Haut im Reinen

Hoch im Kurs stehen dagegen übrigens Lippenpflegestifte, denn durch das ständige Tragen der Maske ist die Lippenhaut aktuell besonders beansprucht und tendenziell ausgetrockneter als üblich. 

Das gleiche gilt für den Hautbereich rund um den Mund, der durch die permanente Friktion und feuchte Wärme schneller zu Unreinheiten oder Trockenheit neigt, weil die natürliche Hautbarriere gestört wird. Längst spricht man in diesem Kontext von der „Maskne“. Wird die Schutzmaske regelmäßig gewechselt und die Haut mit beruhigenden und feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen versorgt, sollte sich das Problem aber bald in den Griff bekommen lassen.  

Das ist insofern wünschenswert, als dass Branchenexperten „Natürlichkeit“ zum Beautytrend Nummer 1 in diesem Jahr auserkoren haben. Dicke Make-up-Schichten waren einmal. Schöne, gepflegte Haut wird mit ein paar wenigen Farbtupfern, etwas Primer, Concealer und Highlighter ins rechte Licht gerückt. 


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„Wir wollen die Haut aufwerten, anstatt sie flächendeckend abzudecken; sie soll prall und etwas geliftet wirken. Bei allen Pflege- und Schminkschritten geht es darum, eine hochwertige Natürlichkeit zu erreichen“, sagt beispielsweise Make-up-Director Terry Barber von Mac Cosmetics. Im Fokus stünde das Spiel mit dem Licht, so seine Kollegin Lyne Desnoyer.

Da kommt es gerade recht, dass viele Menschen sich seit Ausbruch der Pandemie deutlich mehr Zeit für ausgiebige Pflegerituale nehmen: Reinigungs- und Peelingprodukte, Masken und Beautytools wie etwas Gesichtsmassageroller haben an Relevanz gewonnen.

Der Begriff „Natürlichkeit“ ist im Bereich der dekorativen Kosmetik allerdings dehnbar. Zur „neuen Realität“, von der Mac-Visagistin Lyne Desnoyer spricht, zählen laut Experten der Leitmesse „Beauty“ in Düsseldorf neben ausdrucksstarken, buschig in Form gebürsteten Augenbrauen und Glow auf der Haut auch künstliche Sommersprossen, die man sich auf den Nasenrücken malt.

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