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Schöne, unheilvolle Welt
Lifestyle 2 Min. 28.07.2016 Aus unserem online-Archiv
„The Solus Project“

Schöne, unheilvolle Welt

Ebenso bizarre wie malerische Landschaften laden zum Erkunden ein.
„The Solus Project“

Schöne, unheilvolle Welt

Ebenso bizarre wie malerische Landschaften laden zum Erkunden ein.
Foto: Teotl Games
Lifestyle 2 Min. 28.07.2016 Aus unserem online-Archiv
„The Solus Project“

Schöne, unheilvolle Welt

Kevin WAMMER
Kevin WAMMER
Anstatt zufällig generierter Welten erwartet Entdecker in „The Solus Project“ ein von Hand gestaltetes Sci-Fi-Abenteuer, das mit wenig Action, aber umso mehr Atmosphäre punktet.

Von Matthias Probst

Es ist mal wieder so weit: Die Menschheit ist dem Untergang geweiht. Als letzte Rettung wurden fünf bemannte Raumschiffe in die Ecken der Galaxie entsandt, um das Weiterleben zu sichern. Dieses sogenannte „Solus Project“ ist die einzige Hoffnung für unsere Existenz – klingt nach einer typischen Science-Fiction-Mär, ist aber recht spannend.

Der Spieler übernimmt die Rolle eines tapferen Astronauten, der allerdings nicht allzu lange auf seinem Raumschiff verweilen wird. Denn kaum entdeckt die Crew einen viel versprechenden Planeten namens Gliese 6143-C, folgt das böse Erwachen: Ihr Raumfrachter wird von einem unbekannten Geschoss vom Himmel geholt und stürzt als Trümmerhaufen zu Boden. Ein Glück, dass noch eine Rettungskapsel übrig war – oder etwa Pech?

Fremdartige Planeten

Hier beginnt das eigentliche Abenteuer. Von nun an ist der Spieler auf sich allein gestellt. Erstes Ziel: überleben. Danach: gerettet werden. So einfach kann ein Spielprinzip sein. Es stellt sich jedoch schnell heraus, dass dies leichter gesagt ist als getan. Lediglich knappe Aufgabenstellungen geben grob die Richtung an. Ob man diese jedoch befolgt, ist jedem selbst überlassen.

Genau das macht letztendlich den Reiz des Spiels von „Teotl Games“ aus. Nur wer mit offenen Augen durch diesen nicht nur fremdartigen, sondern augenscheinlich auch feindseligen Planeten wandert, wird seinem Ziel ein Stückchen näherkommen.

Malerische Landschaften

Anstelle von hordenweise Monstern, die gleich in den ersten Sekunden von überall her auf den Spieler einpreschen, schlägt „The Solus Project“ ein sehr gemächliches Tempo an. Die liebevoll von Hand gestaltete Umgebung erzählt ihre ganz eigene Geschichte: Ein malerischer Strand, merkwürdige Felsformationen, eine noch seltsamere Fauna und ein paar riesige Monde am Horizont sorgen allerorts für großes Erstaunen. Noch umwerfender wird das Ganze, wenn man im Besitz einer Virtual-Reality-Brille (Oculus Rift oder Vive) ist und sich völlig dieser fremden, faszinierenden Welt hingeben kann.

Doch bitte nicht zu viel staunen! Denn wie gesagt: Gliese 6143-C ist kein friedvoller Ort. Den größten Feind stellt zunächst das Unsichtbare dar. Genauer gesagt: Die Atmosphäre auf dem Planeten ist für Menschen nicht gerade ideal. Tagsüber wird es kochend heiß, während man nachts besser in warme Thermo-Unterwäsche schlüpft. 

Schleichende Spannung

Und natürlich sollte man hin und wieder einen Blick auf die Ausdauer werfen, was mit dem praktischen Hand-Scanner in der linken, unteren Ecke des Bildschirms nicht schwer fällt. Dieser hilft übrigens auch beim Identifizieren unbekannter Gegenstände, die überall verstreut herumliegen. Die Spannung baut sich dabei fast schleichend auf, ähnlich wie im Alien-Prequel „Prometheus“. Stück für Stück nimmt der Schrecken seine angsteinflößende Form an – eine großartige Leistung seitens der Entwickler!

Dass sich der Titel längere Zeit in der Entstehung befand, merkt man dem Spiel deutlich an. Offensichtlich hat sich „Teotl Games“ das Feedback der Community zu Herzen genommen und einige Probleme, die in der Testphase auftraten, behoben. Sehr vorbildlich! Um die Arbeit der Softwareschmiede entsprechend würdigen zu können, sollte jeder Hobby-Abenteurer selbst auf Erkundungstour gehen: Der Ausflug nach Gliese 6143-C ist ein virtuelles Erlebnis, auf das Spieler nicht verzichten sollten. 


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