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„Schmuck ist Liebe“
Lifestyle 3 Min. 23.12.2021
Valérie Messika im Interview

„Schmuck ist Liebe“

Valérie Messika wurde ihre Passion quasi in die Wiege gelegt - sie ist die Tochter des berühmten Diamantenhändlers André Messika.
Valérie Messika im Interview

„Schmuck ist Liebe“

Valérie Messika wurde ihre Passion quasi in die Wiege gelegt - sie ist die Tochter des berühmten Diamantenhändlers André Messika.
Foto: Michel Figuet
Lifestyle 3 Min. 23.12.2021
Valérie Messika im Interview

„Schmuck ist Liebe“

Michael JUCHMES
Michael JUCHMES
Warum liegt eigentlich so häufig ein Schmuckstück unterm Weihnachtsbaum? Designerin und Diamanten-Expertin Valérie Messika kennt die Antwort.

„Bronze, Silber und Gold, hab' ich nie gewollt“ – diesen einfach zu merkenden Zeilen des gleichnamigen Songs der deutschen Schlagerpop- und Partymusik-Legende Wolfgang Petry können wohl nur die wenigsten zustimmen: Edelmetall ist nicht nur bei den Börsen derzeit gefragt wie nie. Das weiß auch Valérie Messika, Designerin und Diamanten-Expertin. Wir sprachen mit der sympathischen Französin über Geschenke, unvollkommene Edelsteine und ihr erstes Schmuckstück.

Valérie Messika, Schmuck zählt zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken überhaupt. Warum eigentlich? 

Ganz einfach: Schmuckstücke sorgen für das gewisse Prickeln im Leben – und für einen funkelnden Neubeginn an Weihnachten. Außerdem wird etwas aus Gelb- oder Weißgold in einem gewissen Sinne nie „alt“, es wird immer zeitlos bleiben. Und es ermöglicht uns, Liebe auszudrücken – und Weihnachten ist schließlich das Fest der Liebe. 

Was denken Sie: Worauf sollte man beim Kauf besonders viel Wert legen?

Zunächst einmal sollte man – wenn es um ein Geschenk für eine Frau geht – sich die Schmuckstücke und deren Farben anschauen, diese auch mit ihrem Hautton vergleichen. Wenn ich zum Beispiel ein Teil aus Gold aus meiner Kollektion sehe und dazu die Frau und ihren Hautton in Augenschein nehme, kann ich mir genau vorstellen, wie sie damit aussehen wird. Außerdem sollte man darauf achten, welchen Schmuck eine Person schon besitzt – und welchen nicht. Wenn sie beispielsweise keinen Ring hat, wäre es etwa sinnvoll, ihr einen Ring zu besorgen. 

Valérie Messika hat jüngst in der Rue de la Poste in Luxemburg-Stadt einen Flagship-Store ihrer Schmuck-Marke eröffnet.
Valérie Messika hat jüngst in der Rue de la Poste in Luxemburg-Stadt einen Flagship-Store ihrer Schmuck-Marke eröffnet.
Foto: Nader Ghavami

Sollte man immer auf ein klassisches Schmuckstück setzen?

Das hängt vom Stil der Person ab - aber selbst einer Frau, die es eher klassisch mag, kann ein cooles Schmuckstück einen gewissen „trendy Touch“ verleihen.

In einer Ihrer jüngsten Kollektion namens „Lucky Move Color“ sind einige buntere Schmuckstücke zu finden, etwa mit Türkis oder Lapislazuli. Liegt Farbe im Trend?

Ja, davon bin ich fest überzeugt. Dazu hat auch die Covid-Pandemie beigetragen: Wir sehnen uns nach Spaß, wir alle wollen und brauchen daher Farben. Das ist gleichzusetzen mit „zurück ins Leben“.


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Ist es für Sie und Ihr Team denn einfach, die passenden Steine für die Schmuckstücke zu finden?

Der Prozess verlangt jede Menge Recherche, das ist ein Teil dieser besonderen Herausforderung. Aber die Steine müssen auch nicht perfekt sein: Ich versuche, genau dieses „Unvollkommene“ - soweit es möglich ist - in unsere Entwürfe einzuarbeiten. Das Unvollkommene und die Adern sorgen für Lebendigkeit … und für Einzigartigkeit.

Sie sind täglich von Preziosen umgeben: Welchen Schmuck tragen Sie privat am liebsten? 

Meist trage ich lange Ketten – die sehen cool aus und mit ihnen kann ich meinen Look ganz leicht verändern. Außerdem Armbänder oder Armreifen – die bringen ein wenig Rock'n'Roll ins Spiel und sie erinnern mich an meine Töchter. Das „Skinny“-Armband aus meiner Kollektion ist wie eine zweite Haut für mich, das ist immer dabei. Dazu kombiniere ich meist asymmetrische Ohrringe. Abgerundet wird das ganze dann mit einem Doppelring – der wirkt auch meist ein wenig rockiger.

Sorgt mit Lapislazuli und Diamanten für strahlende Momente: Gelbgold-Armband aus der „Lucky Move Color“-Kollektion von Messika, um 2.150 Euro.
Sorgt mit Lapislazuli und Diamanten für strahlende Momente: Gelbgold-Armband aus der „Lucky Move Color“-Kollektion von Messika, um 2.150 Euro.
Foto: Hersteller

Hat sich Ihr Geschmack in Sachen Schmuck in den vergangenen Jahren verändert?

Jein - denn irgendwie versuche ich, immer modern und immer puristisch zu bleiben. Wobei sich die Goldfarben, die ich trage, geändert haben. Derzeit bevorzuge ich Gelbgold - das war vorher nicht mein Favorit.

Eine letzte Frage: Können Sie sich noch an das erste Schmuckstück erinnern, das Sie als junges Mädchen erhalten haben?

Ja, es war ein kleiner Diamant, der an einer einfachen Kette angebracht war, ein kleiner, runder Diamant. Damals war ich 18 Jahre alt. Und ja: Ich besitze die Kette noch, trage sie aber nicht mehr.


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