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Russland muss Pussy-Riot-Mitgliedern Entschädigungen zahlen
Olya Kurachyova, Veronika Nikulshina und Olga Pakhtsusova (v.l.n.r).

Russland muss Pussy-Riot-Mitgliedern Entschädigungen zahlen

AFP
Olya Kurachyova, Veronika Nikulshina und Olga Pakhtsusova (v.l.n.r).
Lifestyle 04.12.2018

Russland muss Pussy-Riot-Mitgliedern Entschädigungen zahlen

Im Juli waren die Straßburger Richter zu dem Schluss gekommen, dass Russland mit der Verurteilung der drei Frauen deren Menschenrechte verletzt habe.

(dpa) - Russland muss drei Mitgliedern der Protest-Punkband Pussy Riot Entschädigungen zahlen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte wies am Dienstag einen Antrag Russlands zurück, einen früheren Prozess in dem Fall noch einmal aufzurollen. Damit ist das ursprüngliche Urteil vom 17. Juli rechtskräftig (Beschwerdenummer 38004/12). Zwei der Frauen stehen je 16 000 Euro zu, die andere hat Anspruch auf 5000 Euro. Außerdem stehen den drei Aktivistinnen zusammen weitere 11 760 Euro zu, um ihre Prozesskosten zu decken.


Itv Pussy Riot esch alzette luxembourg le 20.03.2018 ©Christophe Olinger
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Der Gerichtshof bemängelte unter anderem, dass die russischen Gerichte den Text des „Punk-Gebets“ gar nicht beachtet hätten. Darin werde nicht zu Gewalt oder Hass aufgerufen. Nur dann wäre es demnach angemessen gewesen, die Meinungsfreiheit der Frauen in Form einer strafrechtlichen Verurteilung zu beschneiden.


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