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Robuste Wuchtbrumme mit Überraschungseffekt
Lifestyle 3 Min. 25.09.2022
Bluetooth-Speaker im Redaktionstest

Robuste Wuchtbrumme mit Überraschungseffekt

Der SRS-XG300 - erhältlich um 300 Euro - punktet mit gartenpartytauglichem Sound und wasser- sowie staubfestem Gewand.
Bluetooth-Speaker im Redaktionstest

Robuste Wuchtbrumme mit Überraschungseffekt

Der SRS-XG300 - erhältlich um 300 Euro - punktet mit gartenpartytauglichem Sound und wasser- sowie staubfestem Gewand.
Foto: Hersteller
Lifestyle 3 Min. 25.09.2022
Bluetooth-Speaker im Redaktionstest

Robuste Wuchtbrumme mit Überraschungseffekt

Nathalie RODEN
Nathalie RODEN
Der großzügig dimensionierte Lautsprecher SRS-XG300 von Sony entpuppt sich als verlässlicher, wenn auch manchmal eigensinniger Partymacher.

„Geh raus auf meine Straße und sag: Boom Shakkalaka; und alle meine Freunde nur so: Boom Schakkalaka!“ - im Kleinkinder-Panel scheint Sonys tragbarer Lautsprecher SRS-XG300 auf Anhieb zu bestehen. Zum Sound vom rappenden Rhinozeros Dikka geht's bei den Knirpsen im Alter zwischen anderthalb und drei Jahren in etwa drei Sekunden mit dem Hüftekreisen und Popowackeln von 0 auf 100.

Aber auch die Eltern sind von dem tragbaren Lautsprecher angetan. Endlich kein plärriges Krächzen und Kratzen mehr. Während ein Handylautsprecher draußen im Garten doch relativ schnell an seine Grenzen stößt, ist der Sound beim SRS-XG300 zwar ohne Feintuning etwas basslastig, aber kräftig und die Stimmwiedergabe klar. Damit könnte man sogar - wenn man es denn darauf anlegt - auch noch die Nachbarn zwei Gärten weiter zum Mitsingen animieren. 

Der SRS-XG300 ist in zwei verschiedenen Farben erhältlich.
Der SRS-XG300 ist in zwei verschiedenen Farben erhältlich.
Foto: Hersteller

Überraschungen vorprogrammiert

Dass man dabei versehentlich in den Klanggenuss asiatischer Actionserien oder von Neunziger-Techno kommt, während sich das ein Stockwerk weiter sitzende Au-pair (oder wer auch immer in Ihrem Fall zutreffen mag) über das plötzliche Ausbleiben seines Smartphone-Tons wundert, ist ein Manko, an das sich alle Beteiligten erst einmal gewöhnen müssen. 

Ich bin erleichtert, dass unser Au-pair kein regelmäßiger Konsument von einschlägiger Erwachsenenunterhaltung zu sein scheint.

Während das Au-pair andernorts jedenfalls noch mit Feuereifer die Lautstärke nach oben reguliert und die Tonquellen wechselt - über den Lautsprecher klar und deutlich mitverfolgbar -, um die mysteriös abhanden gekommene Tonspur wieder auf seinem Handy herzustellen, hat der Lautsprecher-Bediener das Problem per Bluetooth-Gerätewechsel einigermaßen schnell behoben. 


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Nervig bleibt die Tatsache, dass sich der Lautsprecher erst einmal mit dem zuletzt gekoppelten (statt mit dem nächstgelegenen) Bluetooth-Gerät verbindet, aber allemal. Und ich bin ehrlich gesagt auch etwas erleichtert, dass unser Au-pair kein regelmäßiger Konsument von einschlägiger Erwachsenenunterhaltung zu sein scheint.

Partybeleuchtung inklusive

Als potenziell faszinierend entpuppt sich die Beleuchtung, auf die Testpersönchen A auch gleich mit einem begeisterten „Da!“ samt Fingerzeig aufmerksam macht. Die Kinder stehen ein paar Momente wie hypnotisiert an Ort und Stelle und fixieren den Farbring, der im Rhythmus der Musik auflodert und je nach Einstellung die Farbe wechselt. Einen erwachsenen Menschen wird das Lichtkonzept zwar wohl nicht ganz so sehr vom Hocker reißen - es sei denn, man fläzt sich bereits leicht angetüdelt auf dem Sofa - aber nett anzusehen ist es in ausreichend schummrigem Ambiente allemal. 

Dank seiner beachtlichen Größe findet man ihn leicht im Chaos zwischen Hüpfpferd Rody und dem Baustellen-Fuhrpark wieder.

Ausdauer und Klang vor Handlichkeit

Zur Freude mancher Erwachsener ist der Lautsprecher nicht ganz so klein geraten (318 mm x 138 mm x 136 mm), wie man das von den meisten portablen Bluetooth-Speakern mittlerweile gewohnt ist. Vielmehr erinnert er an einen klassischen Ghettoblaster. So findet man ihn nicht nur leicht im Chaos zwischen Hüpfpferd Rody und dem Baustellen-Fuhrpark wieder, sondern er lässt sich auch nicht ganz so leicht von Personen unter 15 Kilo Körpergewicht von A nach B verschleppen. 

Nein, leicht ist der kleine Brocken mit seinen drei Kilo definitiv nicht! Für Ausflüge, bei denen man gerne an unnötig schwerem oder ausladendem Ballast spart, ist der SRS-XG300 deswegen weniger geeignet. Da ist man mit dem deutlich kleineren Geschwistermodell SRS-XE300 (erhältlich in drei verschiedenen Farben) besser bedient.

Das Geschwistermodell SRS-XE300 ist mit 105 x 238 x 119 mm und 1,3 kg deutlich handlicher als der SRS-XG300.
Das Geschwistermodell SRS-XE300 ist mit 105 x 238 x 119 mm und 1,3 kg deutlich handlicher als der SRS-XG300.
Foto: Hersteller

Trotzdem hat Sony beim SRS-XG300 mit der Schutzart IP67 Wert auf Outdoortauglichkeit gelegt. Wasserfest und staubdicht ist er also. Wer das hellgraue Modell im modernen Stoffgewand besitzt, wird den Härtetest aber vermutlich scheuen und platziert das Gerät lieber schmutzsicher. Von Fett-, Ketchup- und Schokofleckensicherheit ist in der Gebrauchsanleitung nämlich leider keine Rede.

Langer Atem

Über die Akkulaufzeit lässt sich definitiv nicht meckern: In vollständig geladenem Zustand liegt sie bei bis zu 25 Stunden. Wem das nicht reicht - oder wer zu den etwas verpeilten Zeitgenossen gehört, die alles auf den letzten Drücker erledigen -, der wird sich über die Schnellladefunktion freuen. Dank ihr kann man nach nur zehn Minuten immerhin schon wieder 70 Minuten Musik hören.


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Wer die ganz große Sause plant, kann übrigens über die Funktion „Party Connect“ bis zu 100 kompatible Sony Bluetooth-Lautsprecher miteinander koppeln. Wir bezweifeln allerdings stark, dass dieses Vorgehen tatsächlich irgendwie, irgendwo, irgendwann von irgendwem in Erwägung gezogen wird.

Fazit

Will man nur kurze Strecken damit überwinden - oder bleibt damit gar gleich im Wohnzimmer -, ist Sonys SRS-XG300 mit seiner beachtlichen Größe ideal, um die Umwelt mit den Klängen seiner Wahl zu beschallen. Vor allem, wenn man häufig Partys oder Grillabende mit Freunden plant.

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