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Renault Clio: Fortschrittlicher Franzose
Lifestyle 4 Min. 28.06.2019

Renault Clio: Fortschrittlicher Franzose

Der Renault Clio bleibt auch in fünfter Generation ein unverwechselbares Gesicht in der Menge.

Renault Clio: Fortschrittlicher Franzose

Der Renault Clio bleibt auch in fünfter Generation ein unverwechselbares Gesicht in der Menge.
Foto: Renault
Lifestyle 4 Min. 28.06.2019

Renault Clio: Fortschrittlicher Franzose

Marc WILLIERE
Marc WILLIERE
Der französische Autobauer Renault hat seinen Bestseller Clio unter einem kaum veränderten Blechkleid deutlich überarbeitet.

Renault hat den Clio aufgefrischt. Die fünfte Generation des französischen Bestsellers hält wohl die Gene des erfolgreichen Vorgängers bei und fährt optisch kaum verändert vor. Unter seinem schicken Blechkleid beschreitet der kleine Franzose aber neue Wege und macht weitere technologische Fortschritte.

Mit insgesamt 15 Millionen abgesetzten Exemplaren seit dem Start der Modellreihe im Jahr 1990 steht der Clio nicht nur unangefochten auf Platz eins der Verkaufsstatistik von Renault. Der französische Kleinwagen avancierte zudem seit 2013 zum europäischen Leader im B-Segment. Dennoch war nach sechs Jahren die Zeit reif für eine Auffrischung.

Beim schwierigen Unterfangen, sich neu erfinden zu müssen, spielte die neue CMF-B-Plattform der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz dem Autohersteller in die Karten. Mit 4,05 Metern Länge ist der neue Clio nicht nur zwölf Millimeter kürzer als der Vorgänger; auch die Höhe verringerte sich um acht Millimeter auf nur mehr 1,44 Meter, während die Karosserie drei Zentimeter tiefer gelegt wurde. Der athletische Auftritt des Kleinwagens gewann somit weiter an Dynamik.

Der Kühlergrill wurde weit nach unten gezogen. Die wie gewohnt markant profilierte Motorhaube zieren jetzt schmalere Scheinwerfer sowie Tagfahrlichter in Form eines asymmetrischen „C“. Diese Lichtsignatur findet sich auch in den Rückleuchten, die ebenso wie die kraftvollen Schultern das emotionale Clio-Design am kurzen Heck fortschreiben. Gewöhnungsbedürftig ist der tief unter dem Nummernschild angebrachte Öffnungsmechanismus für die Heckklappe. Unverändert bleibt die Seitenansicht: Indem die hinteren Türgriffe wie gehabt in der C-Säule „versteckt“ sind, wirkt der Fünftürer optisch wie ein Dreitürer.

Im fahrerorientierten Cockpit zieht der hochstehende Touchscreen 
die Blicke auf sich.
Im fahrerorientierten Cockpit zieht der hochstehende Touchscreen 
die Blicke auf sich.
Foto: Renault

Deutlich überarbeitet hat Renault den aufgeräumten Innenraum. Neben dem jugendlich-modernen Look mit der verspielten Farbgestaltung widmeten die Franzosen dem Komfort besondere Aufmerksamkeit. Die Qualitätsanmutung wurde gesteigert, indem mehr Oberflächen weich ausgekleidet wurden. Die langstreckentauglichen Sitze bieten guten Seitenhalt; dank schmalerer Kopfstützen verbessert sich die Sicht nach hinten. Durch die Neugestaltung der Rücklehnen wächst zudem die Beinfreiheit im Fond. Und mit 391 (bisher 330) Litern bietet der Kofferraum des neuen Clio das größte Volumen seiner Fahrzeugklasse.

Anders als bei den Vorgängern ist die Mittelkonsole leicht dem Fahrer zugewandt. Digitale Instrumente haben die analogen Anzeigen abgelöst. Zentrales Element des „Smart Cockpit“ ist der je nach Ausstattung zwischen sieben und zehn Zoll große, hochformatige Touchscreen. Ein weiteres Ausstattungshighlight ist das Soundsystem von Bose, das für einen raumfüllenden Klang sorgt.

2020 auch mit Hybridantrieb


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Für den neuen Clio stehen zum Marktstart im Sommer drei Benzinmotoren zur Wahl, die ein Leistungsspektrum zwischen 53 kW (73 PS) und 96 kW (130 PS) abdecken und für genügend Vortrieb sorgen. Die Basis bildet der 1,0-Liter-Dreizylinder SCe 75, der immer mit einer Fünf-Gang-Handschaltung kommt. Neu ist das 1,0-Liter-Turboaggregat TCe 100 mit ebenfalls drei Zylindern und Fünf-Gang-Schaltgetriebe. Spitzenmotorisierung ist der 1,3-Liter-Vierzylinder-Turbo TCe 130 mit Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, der sich bereits in anderen Renault-Modellen bewiesen hat.

Zudem gibt es einen 1,5 Liter großen Diesel in zwei Leistungsstufen. Die stärkste Variante dCi 115 leistet 85 kW (115 PS) und entwickelt 260 Nm Drehmoment. In der sparsamen Ausführung dCi 85 stehen 63 kW (85 PS) und 220 Nm Drehmoment zur Verfügung. Die Kraftübertragung übernimmt immer ein manuelles Getriebe mit sechs Gängen.

Im nächsten Jahr wird Renault zudem erstmals seinen neu entwickelten Hybridantrieb E-Tech im Clio verbauen. Das System besteht aus einem 1,6-Liter-Benzinmotor, zwei Elektromotoren sowie einer Batterie mit 1,2 kWh Kapazität. Dank der hohen Rekuperationsleistung sollen die Nutzer dem Konstrukteur zufolge im Stadtverkehr bis zu 80 Prozent aller Wege rein elektrisch zurücklegen können. Der Kraftstoffverbrauch soll dabei im Vergleich zu einem reinen Benzinmodell um bis zu 40 Prozent sinken.

Auch hinsichtlich seiner Assistenzsysteme legt der kleine Franzose deutlich zu: Notbrems- und Totwinkelassistent sind jetzt ebenso an Bord wie eine Verkehrszeichenerkennung sowie ein Spurhalte- und Spurwechselassistent. Der neue Clio fährt in vier Ausstattungsvarianten vor. Die Preise beginnen bei 14 383 Euro.


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