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Renault Alpine: Temperamentvoller Mittelmotor-Sportler
Lifestyle 2 Min. 27.01.2018

Renault Alpine: Temperamentvoller Mittelmotor-Sportler

Nur 1955 Mal wird die „Première Edition“ gebaut – eine Referenz an das Gründungsjahr von Alpine. Fünf Tage nach dem Bestellstart Ende 2016 war sie bereits ausverkauft. Die Varianten „Pure“ und „Légende“ sind für März/April angekündigt.

Renault Alpine: Temperamentvoller Mittelmotor-Sportler

Nur 1955 Mal wird die „Première Edition“ gebaut – eine Referenz an das Gründungsjahr von Alpine. Fünf Tage nach dem Bestellstart Ende 2016 war sie bereits ausverkauft. Die Varianten „Pure“ und „Légende“ sind für März/April angekündigt.
Foto: Alpine
Lifestyle 2 Min. 27.01.2018

Renault Alpine: Temperamentvoller Mittelmotor-Sportler

In zeitgemäßem Design wurde die Alpine A110 in der ruhmreichen Tradition der Marke wiedergeboren.

(mid/mpw) - Die Alpine ist zurück. Knapp 63 Jahre nach dem Start des französischen Kult-Sportwagens kommt dessen moderne Version auf den Markt. Die Alpine der Neuzeit orientiert sich optisch deutlich an der gleichnamigen A110, die von 1962 bis 1977 gebaut wurde. Die Preisliste für den charmanten Mittelmotor-Sportler startet bei etwa 57 000 Euro.

Die originale Alpine A110, die 1962 zum ersten Mal auf den Automarkt kam.
Die originale Alpine A110, die 1962 zum ersten Mal auf den Automarkt kam.
Foto: Alpine

Klein, leicht, agil, schnell – diese vier Attribute kennzeichnen auch die Alpine der Neuzeit. Sie ist mit 4,18 Metern Länge in etwa auf einem Niveau mit dem Renault Clio, aber 1,80 Meter breit und nur 1,25 Meter hoch. Konsequenter Leichtbau spiegelt sich etwa im Alu-Chassis wider und in der Gewichtsoptimierung aller verwendeten Teile wie Sitze oder Brembo-Bremsen. Letztlich kam ein fahrfertiges Gewicht von knapp 1 100 Kilogramm heraus.

Auf die trifft der hinter den beiden Sitzen installierte 1,8-Liter-Turbobenziner, der in ähnlicher Form schon in den schnellsten Clios zum Einsatz kommt. Im A110 leistet er 185 kW (252 PS), die bei 6 000 U/min parat stehen, das maximale Drehmoment von 320 Nm liegt ab 2 000 U/min an.

Für die Schaltarbeit ist ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe zuständig, das wie üblich auch manuell betätigt werden kann – und bei sportlicher Betätigung auch soll, gut orchestriertes Auspuffgeräusch inklusive.

Beeindruckendes Gesamtpaket

Die dürren Daten zeigen schon: Wenn gewünscht, geht es mit der Alpine ziemlich flott voran. Um es auf den Punkt zu bringen: der per Druckluft beflügelte Vierzylinder bringt den Sportler in 4,5 Sekunden auf 100 Sachen und gibt sich erst bei 250 km/h zufrieden.

Klingt jetzt für Sportwagen-Profis vielleicht nicht ganz so rasend spektakulär. Beeindruckend ist aber das Gesamtpaket, das die Franzosen geschnürt haben. Denn beim A110 passt alles zusammen, er wirkt wie aus einem (Leicht-) Guss. Er ist smart, schick, wendig und temperamentvoll.

Dank des Motors vor der Hinter- und des 45-Liter-Tanks hinter der Vorderachse liegen 46 Prozent des Gewichts vorne, 54 Prozent hinten. Und das sorgt für eine gewaltige Portion Grip und Stabilität, auch auf feuchter Fahrbahn. Das Auto ist perfekt austariert, lässt sich ohne großen fahrerischen Aufwand durch gemeine Kurvenkombinationen treiben und hält dank seiner Gutmütigkeit den Adrenalinspiegel von Fahrer und Beifahrer auf Wellness-Niveau.

Auf der Rennstrecke schlägt sich die Alpine schon im Sportmodus souverän und folgt frei von List und Tücke dem vom Piloten vorgegebenen Kurs. Das ist dem aufwändigen Fahrwerk zuzuschreiben, das eigens entwickelt worden ist und nicht von einem bereits existierenden Renault-Produkt stammt. Beachtenswert ist auch, dass die Alpine bei aller Stabilität ganz und gar nicht knallhart abgestimmt ist, sondern durchaus eine Portion Fahrkomfort bietet.

Die Sportsitze der ersten Ausgabe sind nicht neigungs- und nur durch kräftiges Schrauben in drei Stufen höhenverstellbar. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Klaviatur hinter dem kleinen Lederlenkrad. Die drei runden Tasten für vorwärts, rückwärts und Leerlauf vorne auf dem Mitteltunnel lassen sich in kürzester Zeit intuitiv bedienen – selbiges gilt auch für das Infotainmentsystem aus dem Hause Renault.

Ein praktisches Auto ist der A110 definitiv nicht. Dafür sorgt schon die völlige Abwesenheit von Ablagen oder einem Handschuhfach im Innenraum. Und auch die beiden zusammen 196 Liter großen Kofferräume vorne und hinten erfüllen allenfalls rudimentärste Transportbedürfnisse.

Aber als Kleintransporter ist die Neuauflage der Rallye-Monte-Carlo-Legende ja auch nun wirklich nicht gedacht. Sondern als kleiner, feiner Flitzer für die Fahrt zur Arbeit oder auf die Rennstrecke.

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