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Porsche Taycan: Sauberer Turbo-Lader
Lifestyle 4 Min. 18.10.2019

Porsche Taycan: Sauberer Turbo-Lader

Der Taycan ist optisch auf Anhieb als Mitglied der Porsche-Familie zu erkennen

Porsche Taycan: Sauberer Turbo-Lader

Der Taycan ist optisch auf Anhieb als Mitglied der Porsche-Familie zu erkennen
Foto: Porsche
Lifestyle 4 Min. 18.10.2019

Porsche Taycan: Sauberer Turbo-Lader

Marc BOURKEL
Marc BOURKEL
Mit dem bis zu 761 PS starken Elektro-Sportwagen Taycan will Autobauer Porsche in eine neue Ära starten. Doch die hat auch ihren Preis.

Bei Porsche macht man in der Regel keine halben Sachen – und schon gar nicht bei einem Fahrzeug, mit dem man nach eigenem Bekunden nicht mehr und nicht weniger als „in eine neue Ära“ starten will. Und so verwundert es nicht, dass die VW-Tochter beim Taycan, dem ersten rein elektrisch angetriebenen Sportwagen der Marke, ordentlich Gas, pardon Strom gibt – nicht zuletzt auch, um dem US-Elektroautopionier Tesla wichtige Marktanteile abzujagen.

Zum Marktstart im Januar ist das neue Modell ausschließlich als Turbo und Turbo S zu haben, auch wenn natürlich in keiner der beiden Ausführungen ein Turbolader arbeitet – aber auch das ist irgendwie typisch Porsche. Die bekannte Nomenklatur ist keineswegs zufällig gewählt. Schließlich gehören der Taycan Turbo und der Taycan Turbo S zu den leistungsstärksten Serienmodellen des Sportwagenherstellers aus Stuttgart-Zuffenhausen.

In 2,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h

Zwei E-Maschinen an Vorder- und Hinterachse sorgen in beiden Stromern für eine Leistung von bis zu 460 kW (625 PS), die im Zusammenspiel mit der Launch Control im Taycan Turbo auf bis zu 500 kW (680 PS) und im Taycan Turbo S auf bis zu 560 kW (761 PS) steigt. Das maximale Drehmoment beträgt dann 850 beziehungsweise 1 050 Nm.

Ob man in einem Elektroauto wirklich so viel Power benötigt, sei einmal dahingestellt. Die Fahrleistungen des Elektro-Porsche können sich auf jeden Fall mehr als sehen lassen. Mit der Launch-Control-Funktion sprintet der Turbo S in 2,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h, der Turbo in 3,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt jeweils bei 260 km/h.

Mindestens so wichtig wie die Leistungswerte dürfte vielen potenziellen Käufern jedoch die Reichweite sein. Porsche verspricht diesbezüglich bis zu 412 Kilometer beim Turbo S und bis zu 450 Kilometer beim Turbo (jeweils nach WLTP). Bei einer ersten Ausfahrt mit einem Taycan Turbo S – mit einigen schnellen Passagen auf deutschen Autobahnen – kamen wir auf eine mehr als alltagstaugliche Reichweite von 330 Kilometern.


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Apropos Alltag: Da der Taycan als erster Stromer mit einer Systemspannung von 800 Volt vorfährt – üblich sind 400 Volt –, ist er nicht nur beim Fahren besonders schnell, sondern auch an der Ladesäule. So lässt sich im Schnellladenetz unter optimalen Bedingungen in fünfeinhalb Minuten Energie für rund 100 Kilometer Reichweite nachladen. In der heimischen Garage kann der Elektro-Porsche mit bis zu elf kW in rund neun Stunden von null auf 100 Prozent aufgeladen werden.

93,4-kWh-Batteriepaket wiegt 650 Kilogramm

Das Batteriepaket mit einer Kapazität von 93,4 kWh ist zwar platzsparend im Fahrzeugboden untergebracht, wiegt jedoch rund 650 Kilogramm. Dass der Taycan dadurch rund 2,3 Tonnen auf die Waage bringt, merkt man allenfalls beim Bremsen. In Kurven lässt sich der knapp fünf Meter lange und fast zwei Meter breite Viertürer dafür erstaunlich agil bewegen – wenn auch logischerweise nicht ganz so flott wie ein rund 700 Kilogramm leichterer und etwas kompakterer 911er.

Im Cockpit verzichtet Porsche weitestgehend auf Schalter und Knöpfe, bietet dafür erstmals ein spezielles Beifahrer-Display an.
Im Cockpit verzichtet Porsche weitestgehend auf Schalter und Knöpfe, bietet dafür erstmals ein spezielles Beifahrer-Display an.
Foto: Porsche

Weitestgehend markentypisch geht es auch im Innenraum zu. Porsche-Fahrer dürften sich hier auf Anhieb zurechtfinden, auch wenn es das eine oder andere neue Detail gibt, wie etwa das frei stehende und gebogene Kombiinstrument oder das optionale Display für den Beifahrer. Klassische Schalter oder Knöpfe findet man im Taycan-Cockpit kaum noch. Die Steuerung der meisten Funktionen erfolgt weitestgehend per Touchbedienung oder Sprache. Das Platzangebot in der zweiten Reihe ist zwar weniger gut als im Panamera, für einen Sportwagen aber durchaus in Ordnung.

Weniger in Ordnung dürften viele Interessenten die Taycan-Preise finden. Für den Turbo müssen Käufer mindestens 149 643 Euro auf den Tisch blättern, während für den Turbo S sogar 182 403 Euro fällig werden. Für all jene, die nicht ganz so viel Geld für ein Auto ausgeben können oder wollen, gibt es eine gute Nachricht. Kurz nach den Turbo-Modellen wird eine etwas schwächere und auch günstigere Variante zu den Händlern rollen, und zwar der 103 896 Euro kostende Taycan 4S. Dieser leistet immerhin 420 kW (571 PS), ist bis zu 250 km/h schnell und sprintet bei Bedarf in vier Sekunden auf Tempo 100. Und für Menschen mit mehr Platzbedarf wird es Ende nächsten Jahres einen Taycan Cross Turismo geben.


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