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Porsche Cayenne: Der Elfer fürs Gelände
Lifestyle 2 Min. 07.09.2017

Porsche Cayenne: Der Elfer fürs Gelände

Der neue Porsche Cayenne wird vorerst ausschließlich als Benziner angeboten. Ob es später einen Diesel geben wird, steht noch in den Sternen.

Porsche Cayenne: Der Elfer fürs Gelände

Der neue Porsche Cayenne wird vorerst ausschließlich als Benziner angeboten. Ob es später einen Diesel geben wird, steht noch in den Sternen.
Foto: Porsche
Lifestyle 2 Min. 07.09.2017

Porsche Cayenne: Der Elfer fürs Gelände

Nicole WERKMEISTER
Nicole WERKMEISTER
Der Cayenne hat sich vom anfangs belächelten Dickschiff zu einem der wichtigsten Porsche-Modelle entwickelt. Nach mehr als 750.000 verkauften Einheiten schickt Porsche demnächst die dritte Cayenne-Generation an den Start .

von Marc Bourkel

Als Porsche im Herbst 2002 den ersten Cayenne präsentierte, waren selbst viele Porsche-Mitarbeiter eher skeptisch. Sie und auch viele Experten sollten jedoch rasch eines Besseren belehrt werden. Heute ist der Cayenne aus dem Produktportfolio der Marke Porsche eigentlich nicht mehr wegzudenken. Mit dem „Sportwagen unter den Premium-SUV“, wie Porsche-Chef Oliver Blume den Cayenne bezeichnet, verdient das Unternehmen aus Stuttgart-Zuffenhausen schließlich viel Geld. Und das wird wohl auch bei der Neuauflage so sein – vor allem auch, weil diese künftig komplett im slowakischen VW-Werk Bratislava gefertigt wird, wo auch die Schwestermodelle VW Touareg und Audi Q7 vom Band laufen.

Der Cayenne der dritten Generation (ab 74 652 Euro) orientiert sich laut Porsche noch stärker an der Sportwagen-Ikone 911. „Noch nie hatte ein Cayenne so viel Erbgut des 911er“, so Blume bei der Weltpremiere des neuen Cayenne im Porsche Museum in Stuttgart-Zuffenhausen.

Apropos 911: Ähnlich wie beim Elfer hat Porsche auch bei der Cayenne-Neuauflage radikale Designänderungen vermieden. Die neue Modellgeneration wirkt allerdings insgesamt sportlicher und harmonischer als der Vorgänger. Neben den vergrößerten Lufteinlässen, den neuen horizontalen Lichtkanten und den neu gestalteten Rückleuchten mit durchgehendem LED-Leuchtenband zeichnen dafür vor allem die neuen Proportionen des SUV-Modells verantwortlich. Dieses hat bei unverändertem Radstand von 2 895 Millimetern nämlich in der Länge um 63 Millimeter auf 4 918 Millimeter zugelegt, während die Fahrzeughöhe um neun Millimeter reduziert werden konnte.

Fahrwerk nach Vorbild des 911

Der Cayenne ist beim Generationswechsel zwar eine halbe Nummer größer ausgefallen, wiegt dank Leichtbaumaßnahmen aber weniger. Trotz erweiterter Serienausstattung bringe der Cayenne im Vergleich zum Vorgänger bis zu 65 Kilogramm weniger auf die Waage, so Porsche. Beim Fahrwerk setzen die Zuffenhausener nach Vorbild des 911 auf eine Leichtbau-Konstruktion mit Mischbereifung mit jetzt mindestens 19 Zoll großen Rädern. Letztere soll vor allem die Stabilität und die Fahrdynamik in Kurven verbessern. Optional steht für den neuen Cayenne unter anderem eine elektrische Hinterachslenkung zur Verfügung, die sich bereits im 911 und im Panamera bewährt hat.

Zum Marktstart bietet Porsche den neuen Cayenne ausschließlich mit zwei aufgeladenen Sechszylinder-Benzinmotoren an – als Cayenne mit drei Liter Hubraum, 250 kW (340 PS) und 450 Nm und als Cayenne S mit 2,9 Liter Hubraum, 324 kW (440 PS) und 550 Nm. Das sind 30 kW (40 PS) bzw. 15 kW (20 PS) mehr als bei den Vorgängermodellen.

Während der Basis-Cayenne Tempo 100 in 6,2 Sekunden erreicht (mit optionalem Sport-Chrono-Paket: 5,9 Sekunden) und bis zu 245 km/h schnell ist, erreicht der Cayenne S die 100-km/h-Marke nach 5,2 Sekunden (mit Sport-Chrono-Paket: 4,9 Sekunden) und eine Höchstgeschwindigkeit von 265 km/h. Bereits in wenigen Monaten will Porsche unter anderem einen V8-Benziner (Cayenne Turbo) und eine Plug-in-Hybrid-Variante nachreichen. Ob es vom neuen Cayenne auch eine Diesel-Version geben wird, steht derzeit noch in den Sternen.

Absolut greif- und begreifbar ist dagegen das neue Cockpit. Das sogenannte Porsche Advanced Cockpit erinnert stark an jenes des im vergangenen Jahr erneuerten Panamera und wartet unter anderem mit einem 12,3 Zoll großen Full-HD-Touchscreen und einer Mittelkonsole mit Smartphone-ähnlicher Touch-Oberfläche auf. Bei der Instrumentierung setzt Porsche wie gehabt auf einen zentral angeordneten analogen Drehzahlmesser, der von zwei sieben Zoll großen Full-HD-Displays flankiert wird.


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