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Porsche 911: Zeitloses Temperament
Lifestyle 3 Min. 08.02.2019

Porsche 911: Zeitloses Temperament

Der weiter veredelte Porsche 911 lässt immer noch den Ur-Ahn aus dem Jahr 1963 erkennen.

Porsche 911: Zeitloses Temperament

Der weiter veredelte Porsche 911 lässt immer noch den Ur-Ahn aus dem Jahr 1963 erkennen.
Foto: Porsche
Lifestyle 3 Min. 08.02.2019

Porsche 911: Zeitloses Temperament

Marc WILLIERE
Marc WILLIERE
Der Elfer bleibt sich treu. Auch die achte Generation der Sportwagen-Ikone ist unverkennbar der Porsche-Design-DNA verpflichtet, fährt aber mit noch mehr Temperament vor. Die Leistungssteigerung spiegelt sich auch im Auftritt wider.

Vom Porsche 911 geht seit jeher eine besondere Aura aus. Daran ändert sich auch nach 56 Jahren und über einer Million verkaufter Fahrzeuge nichts. In seiner achten Generation bleibt der Elfer, „was er von Anfang an war“, bringt es der Vorstandsvorsitzende der Porsche AG, Oliver Blume, auf den Punkt. Dennoch wartet die Sportwagen-Ikone aus Stuttgart-Zuffenhausen einmal mehr mit vielen Änderungen optischer wie technischer Natur auf.

Neu und doch vertraut

Eine Reminiszenz an frühere Elfer-Modelle bleibt die lang nach vorn gezogene Kofferraumhaube mit ihrer markanten Vertiefung vor der Windschutzscheibe. Breitere Kotflügel und größere Räder verhelfen dem neuen 911er indes zu einem noch sportlicheren Auftritt. Die Hauptscheinwerfer – ebenso elfertypisch rund und aufrecht – sind nicht nur optisch ein Highlight. Ihr Lichtstrahl aus je 84 einzelnen LED bietet zudem eine optimale Fahrbahnausleuchtung. In der Seitenansicht stören die Griffe nicht mehr. Sie sind fortan bündig in die Türen integriert und werden elektrisch ausgefahren, sobald sich der Fahrer nähert.

Da viele Verkehrsteilnehmer den Porsche 911 meist nur von hinten sehen, haben die Designer dem Heck besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die „Schokoladenseite des 911“ betonen der ebenfalls breitere, variabel ausfahrbare Spoiler sowie ein feines, durchgehendes Leuchtband. Ein kleiner Hingucker ist auch die dritte Bremsleuchte, die mittig in den Verlauf der Lamellen des Lufteinlasses integriert wurde.

Durch diese Lamellen lassen sich auch die beiden 911-Modelle voneinander unterscheiden: Während sie im Carrera 4 mit Hinterradantrieb schwarz sind, verfügen sie im Carrera 4S mit Allradantrieb über Chromeinleger. In der Breite legt der neue Porsche mit 45 Millimeter deutlich zu; Länge und Breite verändern sich nur unwesentlich, während der Radstand bei 2,45 Meter bleibt. Zurück zu seinen Ursprüngen geht der Porsche 911 im vollständig neu entwickelten Interieur mit seiner wieder horizontalen Ausrichtung. Neben der digitalen bleibt weiterhin die analoge Welt mit dem klassischen Drehzahlmesser sowie Tasten in der Optik klassischer Kippschalter vertreten.

Im eher nüchternen Cockpit gibt es unter anderem Sitze mit verbessertem Seitenhalt.
Im eher nüchternen Cockpit gibt es unter anderem Sitze mit verbessertem Seitenhalt.
Foto: Porsche

Automatische Nässe-Erkennung

Viele neue Assistenzsysteme wie der Nachtsichtassistent mit Wärmebildkamera optimieren die Sicherheit. Als weitere Weltneuheit verfügt der neue Elfer über eine Nässe-Erkennung. Sie warnt den Fahrer über den veränderten Fahrbahnzustand, damit er seinen Porsche manuell in den „Wet Mode“ schaltet. Dieser Modus sorgt für ein nochmals verbessertes Handling auf nassen wie auf schneebedeckten Straßen.

Herzstück des 911 bleibt sein aufgeladener Sechszylinder-Boxermotor. Aber auch er gehört einer neuen Generation an: Bei seiner Weiterentwicklung war für die Ingenieure nicht nur die Erfüllung neuer Abgasnormen ein Thema; die Optimierung von Effizienz und Leistung war ebenfalls ein Anliegen. Das verbesserte Einspritzverfahren und die neu angeordneten Turbolader steigern die Leistung um 22 kW (30 PS) auf nunmehr 331 kW (450 PS) bei 6 500 U/min. Das Aggregat stellt zudem ein um 30 Nm höheres Drehmoment von 530 Nm bereit, das von 2 300 bis 5 000 U/min zur Verfügung steht.

Beide Porsche-Modelle beschleunigen nicht nur schneller und unterbieten die Vier-Sekunden-Marke beim Spurt von 0 auf 100 km/h. Für die Umrundung der Nordschleife auf dem Nürburgring braucht der 911 Carrera nochmals fünf Sekunden weniger als das Vorgängermodell (sieben Minuten und 30 Sekunden). Die Mischbereifung (20 Zoll vorne und 21 Zoll hinten) sorgt überdies für eine bessere Kraftübertragung auf die Straße.

Harmonische Gangwechsel gewährleistet das Acht-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, das erstmals in einem Porsche-Sportwagen verbaut wurde. Im Zusammenspiel mit der ihrerseits nochmals direkter ausgelegten Lenkung sorgt der Neuling für eine geballte Ladung Fahrspaß, für die der Elfer ohnehin seit seinen Anfängen bekannt ist. Und für ein emotionales Sounderlebnis obendrauf.

Sie haben aber ihren Preis: Bei unseren Testfahrten verbrauchte der Porsche 911 über 15 Liter Sprit. In der Anschaffung kostet die Sportwagen-Ikone mindestens 118 615 Euro.

Technische Daten

Motor: 3,0-Liter-Sechszylinder-Boxermotor mit Biturbo-Aufladung; Leistung: 331 kW (450 PS) bei 6 500 U/min; Maximales Drehmoment: 530 Nm bei 2 300 bis 5 000 U/min; Kraftübertragung: Acht-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, Hinterradantrieb (Allradantrieb); Länge x Breite x Höhe: 4 519 x 2 014 x 1 300 Millimeter; Leergewicht: 1 515 (1 565) Kilogramm; Kofferraumvolumen: 132 Liter; 0-100 km/h: 3,7 (3,6) Sekunden; Höchstgeschwindigkeit: 308 (306) km/h; ECE-Verbrauch: 8,9 (9,0) Liter pro 100 Kilometer; CO2-Ausstoß: 205 (206) Gramm pro Kilometer; Preis: 118 615 (126 337) Euro. In Klammern: Werte für 911 Carrera 4S.


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