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Porsche 911 Carrera GTS: Von allem etwas mehr
Lifestyle 3 Min. 08.03.2017 Aus unserem online-Archiv

Porsche 911 Carrera GTS: Von allem etwas mehr

Die GTS-Modelle stehen laut Porsche für die sportlichste und emotionalste Ausprägung der 911-Carrera- bzw. der 911-Targa-Palette.

Porsche 911 Carrera GTS: Von allem etwas mehr

Die GTS-Modelle stehen laut Porsche für die sportlichste und emotionalste Ausprägung der 911-Carrera- bzw. der 911-Targa-Palette.
Foto: Porsche
Lifestyle 3 Min. 08.03.2017 Aus unserem online-Archiv

Porsche 911 Carrera GTS: Von allem etwas mehr

Kevin WAMMER
Kevin WAMMER
Bei der Komplettierung der aktuellen Elfer-Familie gibt Porsche weiter Vollgas. Die Zuffenhausener schicken jetzt gleich fünf neue GTS-Modelle an den Start: den 911 Carrera GTS und den 911 Carrera 4 GTS – jeweils als Coupé und als Cabriolet – sowie den 911 Targa 4 GTS.

Von Marc Bourkel

Herzstück der fünf neuen GTS-Modelle ist ein 331 kW (450 PS) starker 3,0-Liter-Sechszylinder-Biturbo-Boxermotor mit neu entwickelten Turboladern. Das im Heck verbaute Aggregat leistet 22 kW (30 PS) mehr als beim 911 Carrera S und 15 kW (20 PS) mehr als beim GTS-Vorgängermodell mit Saugmotor. Das maximale Drehmoment beträgt 550 Nm bei 2.150 bis 5.000 U/min und liegt damit recht deutlich über jenem des alten GTS (440 Nm bei 5 750 U/min).

Das Mehr an Leistung und Drehmoment macht sich natürlich bei den Fahrleistungen bemerkbar. So beschleunigt das sprintstärkste der fünf GTS-Modelle – das 911 Carrera 4 GTS Coupé mit Doppelkupplungsgetriebe (PDK) – im Idealfall in 3,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. „Langsamster“ GTS ist das handgeschaltete 911 Carrera GTS Cabriolet, das den Prestigespurt in 4,2 Sekunden absolviert – damit ist es aber immer noch um drei Zehntelsekunden schneller als das 911 Carrera S Cabriolet. Die höchste Endgeschwindigkeit (312 km/h) erzielt das 911 Carrera GTS Coupé mit Schaltgetriebe und Heckantrieb. Bei allen anderen GTS-Ausführungen stehen mindestens 306 km/h im Datenblatt.

Da Leistung sowie Längsbeschleunigung bei einem Sportwagen nicht alles sind, haben die Porsche-Ingenieure auch beim Fahrwerk nichts dem Zufall überlassen. Wichtigstes Element ist eine im Vergleich zum Carrera S verbreiterte Spur, die auch bei den heckgetriebenen Varianten an der Hinterachse 1.544 Millimeter misst (plus 26 Millimeter). Das sorgt für eine geringere Wankneigung und verbesserte Kurvenstabilität.

Während das adaptive Dämpfersystem Porsche Active Suspension Management (PASM) bei den GTS-Cabriolets und dem GTS-Targa für bessere Bodenhaftung und ein präziseres Einlenkverhalten sorgt, fahren die GTS-Coupés serienmäßig mit dem PASM-Sportfahrwerk vor. Gegen Aufpreis steht zudem für alle Varianten eine Hinterachslenkung zur Verfügung. Diese führt bis 50 km/h zu einer virtuellen Radstandsverkürzung und ergo mehr Wendigkeit und ab 80 km/h zu einer virtuellen Radstandsverlängerung und mehr Fahrstabilität.

Optionale UHP-Sportreifen für bessere Rundenzeiten

Welches Potenzial im neuen GTS steckt, konnte Porsche unlängst auf der Nürburgring-Nordschleife unter Beweis stellen. Für die 73 Kurven und 20,83 Kilometer Streckelänge benötigte ein serienbereifter 911 Carrera GTS lediglich sieben Minuten und 26 Sekunden. Er war damit zwölf Sekunden schneller als der Vorgänger und vier Sekunden schneller als der aktuelle 911 Carrera S.

Für Kunden, die noch bessere Rundenzeiten erzielen wollen, bietet Porsche mit der Einführung der GTS-Modelle speziell für die Rennstrecke optimierte, straßenzugelassene UHP-Sportreifen (Ultra High Performance) an, und zwar für alle aktuellen 911-Modelle. Auf der Nordschleife war der GTS damit noch einmal vier Sekunden schneller.

Auch beim Thema Verbrauch konnte Porsche Fortschritte erzielen. Die neuen GTS-Ausführungen sollen sich im Vergleich zu den Sauger-Varianten mit bis zu 0,6 Liter weniger Kraftstoff begnügen. „Effizienz-Champion“ – zumindest auf dem Papier – ist der 911 Carrera GTS mit PDK. Für ihn nennen die Zuffenhausener einen Normverbrauch von lediglich 8,3 Liter je 100 Kilometer – das entspricht CO2-Emissionen von 188 Gramm pro Kilometer.

Die Preise für den GTS beginnen bei 123.266 Euro für den heckgetriebenen 911 Carrera GTS mit Schaltgetriebe. Dieser ist damit um 13.455 Euro teurer als das etwas schwächere S-Pendant. Dafür gibt es ab Werk neben den bereits erwähnten Features unter anderem auch noch das Sport-Chrono-Paket sowie das Infotainment-System Porsche Communication Management (PCM) inklusive Online-Navigation, Sprachbedienung und Porsche Connect, so dass sich der doch recht üppige Aufpreis zumindest etwas relativiert.

Technische Daten

Motor: 3,0-Liter-Sechszylinder-Boxermotor mit Biturbo-Aufladung; Leistung: 331 kW (450 PS) bei 6.500 U/min; max. Drehmoment: 550 Nm bei 2 150 bis 5 000 U/min; Kraftübertragung: Sieben-Gang-Schaltgetriebe bzw. Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, Hinterrad- bzw. Allradantrieb; L x B x H: 4.528 x 1.852 x 1.284 (1.291 bzw. 1.293) Millimeter; Leergewicht: 1.450 bis 1.605 Kilogramm; Kofferraumvolumen: 125 plus 260 (160) Liter; 0-100 km/h: 3,6 bis 4,2 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit: 306 bis 312 km/h; ECE-Verbrauch: 8,3 bis 9,7 Liter pro 100 Kilometer; CO2-Ausstoß: 188 bis 220 Gramm pro Kilometer; Preis: ab 123.266 Euro. 


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