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Porsche 718 Boxster und Boxster S : Ikone des Rennsports in Neuauflage
Lifestyle 3 Min. 16.04.2016 Aus unserem online-Archiv

Porsche 718 Boxster und Boxster S : Ikone des Rennsports in Neuauflage

Langstreckentauglicher Komfort und sportlich dynamische Straffheit zeichnen den neuen Porsche 718 Boxster aus, der zum Monatsende beim Händler stehen wird.

Porsche 718 Boxster und Boxster S : Ikone des Rennsports in Neuauflage

Langstreckentauglicher Komfort und sportlich dynamische Straffheit zeichnen den neuen Porsche 718 Boxster aus, der zum Monatsende beim Händler stehen wird.
Foto: Porsche
Lifestyle 3 Min. 16.04.2016 Aus unserem online-Archiv

Porsche 718 Boxster und Boxster S : Ikone des Rennsports in Neuauflage

Marc WILLIERE
Marc WILLIERE
Betont sportlich ist der neue Porsche Boxster bereits auf den ersten Blick. Mehr noch als diese Genüsse für Auge und Ohr überzeugen aber die Fahrleistungen des Einstiegsmodells aus Stuttgart-Zuffenhausen: Der 718 ist voll auf Sport und Emotionen ausgerichtet.

Von Marc Willière

Mit dem 718 Spyder hat Porsche Rennsportgeschichte geschrieben. Der Mittelmotor-Zweisitzer mit 1,6 Liter Hubraum fuhr zwischen 1957 und 1964 Rennsiege sozusagen im Akkord ein: Mehr als tausend Erfolge verbuchten die wendigen Sportwagen mit ihren Vierzylinder-Boxermotoren gegen die weit hubraumstärkere und leitungsmäßig überlegene Konkurrenz.

Vier Zylinder – anstatt wie bisher sechs – sind auch in der Neuauflage des Boxsters das Maß aller Dinge. Die im Rahmen der Modellpflege – sie fiel unterm Blech derart umfangreich aus, dass sich Porsche auch für den geschichtsträchtigen neuen Namenszusatz 718 entschied – verloren gegangenen Brennkammern werden durch einen Turbolader ersetzt – im Boxster S sogar mit variabler Turbinengeometrie, wie sie bislang exklusiv dem 911 vorbehalten war.

Im schwäbischen Sprinter verrichtet künftig ein neu entwickelter Direkteinspritzer in zwei Ausführungen souveräne Dienste. Der Boxster leistet 220 kW (300 PS) aus zwei Liter Hubraum, während der Boxster S auf 257 kW (350 PS) bei 2,5 Liter Hubraum kommt. Trotz 26 kW (35 PS) mehr Leistung geht der Verbrauch laut Porsche um bis zu 13 Prozent zurück. Auch das Drehmoment legt deutlich zu und erreicht 380 (+ 100) bzw. 420 (+ 60) Nm, die bereits ab 1 900 U/min zur Verfügung stehen.

Knackige Spurts aus niedrigen Drehzahlen heraus absolviert der Roadster mit Boxermotor damit noch eindrucksvoller. In nur 4,7 Sekunden – eine knappe Sekunde schneller als der Vorgänger – erreicht das geballte Energiebündel die 100 km/h-Marke, das S-Modell schafft diesen Sprint sogar in 4,2 Sekunden. Bis zu 275 km/h ist der kleine Boxster schnell, der stärkere Bruder erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 285 km/h.

Das Cockpit des Boxster wartet mit der vertrauten Porsche-Umgebung auf, wurde aber im Vergleich zum Vorgänger entschlackt.
Das Cockpit des Boxster wartet mit der vertrauten Porsche-Umgebung auf, wurde aber im Vergleich zum Vorgänger entschlackt.
Foto: Porsche

Verbesserte Fahrleistungen

Den hohen sportlichen Ansprüchen des offenen Zweisitzers gerecht wird nicht nur der Motor, der spontan auf Gaspedalbefehle anspricht und zügig seine maximale Leistung erreicht. Für ein noch gesteigertes Fahrerlebnis sorgen die direktere Lenkung sowie der vom Rennsport inspirierte „Sport Response Button“: Er gestaltet das Ansprechverhalten von Motor und Doppelkupplungsgetriebe – etwa im Hinblick auf Überholmanöver – noch direkter. Akustische Unterstützung bietet dabei die vollständig neue entwickelte Abgasanlage mit ihrem emotionalen Sound-Erlebnis.

Wank- und Nickbewegungen kennt der Porsche Boxster sozusagen keine. Der 718 klebt förmlich auf der Fahrbahn und lässt sich agil und handlich durch Rundkurse ebenso wie durch den Alltagsverkehr steuern. Besonders ambitionierte Fahrer können sich für das optionale PASM-Sportfahrwerk mit seiner um 20 Millimeter tiefer gelegten Karosserie und einer noch strafferen Abstimmung im Sport-Modus entscheiden. Verstärkte Bremsen weisen den Rennwagen für die Straße schnell wieder in die erlaubten Grenzen.

Bis auf den hinteren Kofferraumdeckel wurden alle Blechteile neu gepresst, so dass die vierte Generation des Boxsters zwar schlanker, gleichzeitig aber schärfer erscheint. Schmale Bugleuchten lassen die Front des Porsche 718 breiter wirken, während seitlich die großen Radausschnitte und Lufteinlässe vor der Hinterachse dominieren. Bullig gezeichnet wurde auch das Heck mit seinen schwarz hinterlegten Rückleuchten.

Voll auf Sport ausgelegt ist schließlich auch das Cockpit. In vertrauter Porsche-Umgebung mit noch wertigerer Lederausstattung erwarten den Fahrer ein neues Sportlenkrad sowie ein neues Armaturenbrett mit unten abgeflachten Luftdüsen sowie – typisch Boxster – drei Rundinstrumenten mit zentralem Drehzahlmesser. Keine Wünsche offen lässt schließlich das Porsche Communication Management.

Technische Daten

Motoren: 2,0 (2,5)-Liter-Vierzylinder-Boxermotor mit Turboaufladung; Leistung: 220 kW/300 PS (257 kW/350 PS) bei 6 500 U/min; max. Drehmoment: 380 (420) Nm bei 1 900-4 500 U/min; Kraftübertragung: Sechs-Gang-Schaltgetriebe und Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe; L x B x H: 4 379 x 1 801 x 1 281 Millimeter; Leergewicht: 1 335 (1 355) Kilogramm; Kofferraumvolumen: 275 Liter (150 vorne und 125 hinten); 0-100 km/h: 4,7 (4,2) Sekunden; Höchstgeschwindigkeit: 275 (285) km/h; ECE-Verbrauch: 7,4 (8,1) Liter pro 100 Kilometer; CO2-Ausstoß: 168 (184) g/km; Preis: ab 53 203 (65 488) Euro (in Klammern die Werte für Porsche 718 Boxster S).


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Foto:�Thomas Geiger