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Perfekter Sonnenschutz fürs Auge
Lifestyle 10 3 Min. 12.07.2020

Perfekter Sonnenschutz fürs Auge

Ein Traum aus 1.001 Nacht: halbmondförmige Sonnenbrille „Ayla“ von Chloé, um 295 Euro.

Perfekter Sonnenschutz fürs Auge

Ein Traum aus 1.001 Nacht: halbmondförmige Sonnenbrille „Ayla“ von Chloé, um 295 Euro.
Foto: Hersteller
Lifestyle 10 3 Min. 12.07.2020

Perfekter Sonnenschutz fürs Auge

Getönt, beschichtet und auch noch verdammt schick – mit diesen Tipps gelingt der Kauf der perfekten Sonnenbrille.

Von Christian Satorius

Sie sollte perfekt sitzen und natürlich auch zur Gesichtsform passen. Doch eine Sonnenbrille muss noch viel mehr können.

Blendschutz

Eine Sonnenbrille setzt man auf, um nicht von der Sonne geblendet zu werden. Dieser Blendschutz hat mit den UV-Strahlen, die das Auge schädigen können, erst einmal rein gar nichts zu tun. Während sich der sichtbare Bereich des Sonnenlichts über ein Spektrum von etwa 380 Nanometer (nm) (blau) bis 750 nm (rot) erstreckt, findet sich der unsichtbare ultraviolette Bereich unterhalb von 380 nm. Für den reinen Blendschutz ist nur der sichtbare Bereich des Lichts oberhalb von 380 nm interessant. Hier helfen unterschiedlich stark ausgeprägte Tönungen in Grau, Braun oder auch anderen Farben.

Die Lichtdurchlässigkeit der Gläser wird dabei in mehrere Stufen unterteilt, wobei die Kategorie 0 für eine 100-prozentige Durchlässigkeit ohne jegliche Filterwirkung steht und Kategorie 4 für den maximalen Schutz mit einer Tönung von bis zu 97 Prozent. In dieser letzten Kategorie sind die Gläser aber schon so weit abgedunkelt, dass sich die Brillen nicht mehr für die Teilnahme am Straßenverkehr eignen.

UV-Schutz

Mediziner wissen, dass das Sonnenlicht die Augen auf vielfältige Weise schädigen kann, unter anderem sind Hornhaut- und Bindehautveränderungen möglich. Eine Sonnenbrille sollte also unbedingt über einen ausreichenden UV-Schutz verfügen. Während die hochenergetische und gefährliche UV-C-Strahlung von 100 nm bis 280 nm praktisch gar nicht bis in unsere Augen vordringt und schon in der Atmosphäre herausgefiltert wird, so sollten die Brillengläser vor UV-B-Strahlen (280 nm bis 315 nm) und UV-A-Strahlen (315 nm bis 380 nm) schützen.

Tönungen

Neben sogenannten phototropen Gläsern, die ihre Abdunklung automatisch dem Sonnenlicht anpassen, gibt es Sonnenbrillen in vielen verschiedenen Farben, deren Auswahl nicht unbedingt immer nur eine Frage der Mode sein muss. Gelbe und orange Gläser verstärken nämlich die natürlichen Kontraste und eignen sich so besonders gut für viele Sportarten, wohingegen graue und braune Tönungen einen weitgehend farbneutralen Durchblick erlauben.

Blaue Gläser hingegen werden von vielen Menschen als besonders unaufdringlich wahrgenommen und ein Blick durch sie als besonders angenehm und entspannend empfunden.

Beschichtungen

Während für verspiegelte Gläser vor allem modische Gründe sprechen, so helfen entspiegelte Gläser Lichtreflexe wirkungsvoll zu reduzieren. Polarisierte Gläser hingegen können viele Spiegelungen unter bestimmten Bedingungen sogar komplett eliminieren, was vor allem im Wassersport oder beim Fotografieren hilfreich sein kann. 

Nano-Versiegelungen sorgen für einen Antihafteffekt, was nicht nur bei der Reinigung, sondern auch beim Sport hilfreich sein kann. Für Motorrad- und Fahrradfahrer gibt es spezielle Beschichtungen, die das Beschlagen der Gläser verhindern.

Passform

Eine Sonnenbrille besteht natürlich nicht nur aus Gläsern allein, auch das Gestell muss passen und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Breite Bügel verhindern dabei, dass Streulicht von der Seite her an den Gläsern vorbei ins Auge eindringen kann. Große und eng anliegende Gläser bieten natürlich auch einen besseren Schutz vor dem Sonnenlicht als zu kleine und weit abstehende. Wackeln sollte die Brille selbstverständlich nicht auf der Nase, und rutschen ebenso wenig.

Qualitätssiegel

„100 Prozent UV-Schutz“, „Schutz nach EU-Norm EN 1836“ oder auch „UV-400“: Was kann man da schon noch falsch machen? Eine ganze Menge, denn die „EU-Norm 1836“ gilt längst als veraltet und „100 Prozent UV-Schutz“ ist ohnehin ein Fantasielabel, das sich jeder Hersteller ganz nach Belieben selbst verleihen kann. 


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Während die alte „EU-Norm 1836“ lediglich einen Schutz vor UV-Strahlen bis zu 380 nm verspricht, geht das „UV-400“-Siegel noch einen Schritt weiter, genauer gesagt: bis zu einem Schutz von 400 nm. Heute gehen nämlich viele Wissenschaftler davon aus, dass ein Großteil der für das Auge schädlichen Strahlung im Bereich des Blaulichts von 380 bis 400 nm emittiert wird, das sich direkt an das ultraviolette Spektrum anschließt.

Eine gewisse Sicherheit bietet auch die „CE“-Kennung, denn damit bestätigt der Hersteller, dass sein Produkt geltenden EU-Richtlinien entspricht. Allen diesen Qualitätssiegeln ist natürlich gemein, dass Produkt-Piraten sie fälschen können und von dieser Möglichkeit in der Praxis auch ausgiebig Gebrauch machen.

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