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Päischtcroisière und Summercroisière finden statt
Lifestyle 4 Min. 19.05.2021

Päischtcroisière und Summercroisière finden statt

Ein wenig mehr Freiraum als sonst: Eigentlich bietet die 323 Meter lange MSC Seaside Platz für rund 5.000 Passagiere, doch coronabedingt werden nur 70 Prozent der Kabinen belegt.

Päischtcroisière und Summercroisière finden statt

Ein wenig mehr Freiraum als sonst: Eigentlich bietet die 323 Meter lange MSC Seaside Platz für rund 5.000 Passagiere, doch coronabedingt werden nur 70 Prozent der Kabinen belegt.
Foto: MSC Cruises
Lifestyle 4 Min. 19.05.2021

Päischtcroisière und Summercroisière finden statt

Leinen los heißt es am Samstag für die Päischtcroisière, bei der das Corona-Virus für einige Änderungen sorgt.

Von Jean-Philippe Schmit

Kreuzfahrtfans können aufatmen – oder wissen es bereits, denn sie haben längst eine Kabine gebucht: Die Päischtcroisière findet in diesem Jahr wieder statt, nachdem die Reise im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie erstmals abgesagt werden musste. An diesem Wochenende – pünktlich zu Pfingsten – wird in Genua die MSC Seaside in See stechen, natürlich mit zahlreichen Gästen aus Luxemburg an Bord. Während einer Woche wird das Schiff das Mittelmeer durchkreuzen und auf Malta und Sizilien anlegen.

Kreuzfahrten und das Corona-Virus? Diese zwei Begriffe scheinen nicht so recht zusammen zu passen. Vielen Urlaubern sind noch die unkontrollierten Ausbrüche der Krankheit auf großen Ozeanriesen im vergangenen Jahr in Erinnerung geblieben. Doch seither hat sich einiges getan: Das Virus ist für die Wissenschaft keine Unbekannte mehr. Zahlreiche Testmöglichkeiten wurden entwickelt, auch Impfungen sind bereits seit Monaten möglich. Und nicht zu vergessen: Masken und Desinfektionsmittel gehören mittlerweile – wie das Virus selbst – zum Alltag dazu. Reisen werden dadurch langsam wieder möglich, immer mehr Länder öffnen ihre Grenzen und kurbeln den Tourismus wieder an.

Jeder, der an Bord geht, muss einen Schnelltest machen.

David Lentz, Neptun Cruises

Rund ein Jahr lang lagen fast alle der 400 großen Kreuzfahrtschiffe dieser Welt unbeschäftigt in den Häfen fest. Nun legen sie wieder ab – zumindest teilweise. Generelle Verbote mit Kreuzfahrtschiffen anzulegen gibt es zwar nicht mehr, dennoch sind Atlantiküberquerungen oder Karibikkreuzfahrten noch nicht wieder möglich. Seit kurzem sind jedoch wieder Schiffsreisen im Mittelmeer und in der Nordsee buchbar.

Gästezahl auf 70 Prozent reduziert

„Die MSC Seaside ist schon seit dem 1. Mai wieder unterwegs“, erklärt David Lentz von Neptun Cruises, dem Anbieter der Päischtcroisière. Das in Italien gebaute Schiff ist noch recht jung, die Indienststellung war im Jahr 2017. Ein Highlight des Schiffes ist der über 13.000 Quadratmeter große Außenbereich mit mehreren Swimmingpools. Der „Waterfront Boardwalk“ umgibt das gesamte Deck 8. „Alle Geschäfte und Restaurants sind geöffnet“, sagt Lentz. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist weiterhin in allen öffentlichen Bereichen erforderlich. Nur bei Tisch, während sportlicher Betätigungen und auf der Sonnenliege darf der Mundschutz abgenommen werden.

Auch die Summercroisière – hier eine Aufnahme aus einem der vergangenen Jahre – findet 2021 wieder statt.
Auch die Summercroisière – hier eine Aufnahme aus einem der vergangenen Jahre – findet 2021 wieder statt.
Foto: Fern Morbach/LW-Archiv

Die MSC Seaside ist eigentlich auf bis zu 5.000 Passagiere angelegt. „Wegen Corona wurde die Zahl der Gäste jedoch auf 70 Prozent reduziert“, so Lentz. Auch das Unterhaltungsprogramm an Bord wurde zusammengestrichen. „Ein luxemburgisches Animationsprogramm wird es nicht geben“, so der Sprecher von Neptun Cruises. Langweilig brauche es aber keinem zu werden. Im verglasten Atrium oder dem großen Theatersaal werde es dennoch Animation und Musik geben.

Los geht es mit der Päischtcroisière durch das Mittelmeer am Samstag im italienischen Genua. Zwischenstopps sind auf Malta, Sizilien und dem italienischen Festland geplant. Eine Impfung ist nicht Pflicht, um an der Reise teilnehmen zu können, es genügt ein negativer Corona-Test. „Jeder, der an Bord geht, muss einen Schnelltest machen“, sagt Lentz. Das Sicherheitskonzept der MSC Seaside sieht auch vor, dass Gästen mit Symptomen wie Fieber über 37,5 Grad oder Husten „die Einschiffung verweigert“ wird.

Reiseversicherung von Vorteil

David Lentz rät den Gästen zu einer Reiseversicherung, die im Fall einer Corona-Erkrankung eine kostenfreie Stornierung ermöglicht. „Dies gilt auch, wenn sie mit einer Covid-positiven Person in Kontakt waren und die Reise nicht antreten können“, so der Reiseexperte. Der Anbieter MSC Cruises würde eine solche Versicherung für lediglich 25 Euro anbieten.


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Auf dem Schiff müssen sich die Passagiere wohl auch an die neuen Bedingungen gewöhnen – und dazu gehört nicht nur die Maskenpflicht: In den öffentlichen Bereichen, etwa den Restaurants oder Veranstaltungsorten, ist die Anzahl der zugelassenen Personen begrenzt. Galaabende, Shows oder Konzerte sind nur per Voranmeldung besuchbar. Auch die Hygienemaßnahmen an Bord wurden verstärkt. Neues Personal wurde eingestellt und die Reinigungshäufigkeit erhöht. „Die Kabinen werden täglich gereinigt, mit zusätzlicher Tiefenreinigung am Ende jeder Kreuzfahrt“, teilte MSC Cruises mit. Das medizinische Zentrum an Bord wurde ebenfalls aufgestockt und zusätzliches medizinisch geschultes Personal eingestellt. An Bord gibt es außerdem eine Isolierungsstation mit speziellem medizinischen Equipment. „Das Hygienekonzept erlaubt es den Gästen in Sicherheit zu reisen, ohne dabei auf die Erholung an Bord verzichten zu müssen“, so David Lentz. „Nach der Heimreise ist auch keine Quarantäne notwendig.“ Für Kurzentschlossene seien sogar noch Kabinen frei, fügt er hinzu. „Man muss sich nur selbst um die Anreise kümmern.“

Summercroisière als Alternative

Wem dies zu kurzfristig ist oder wer sich noch bis zum Sommer gedulden kann, kann sich bereits auf die Summercroisière freuen, eine Leserreise des „Luxemburger Wort“ und des Wochenmagazins „Télécran“.

Die MSC Orchestra, die Platz für rund 3.000 Passagiere bietet, wird am 4. September in See stechen und von Venedig aus unter anderem die griechischen Inseln Korfu und Mykonos sowie die kroatische Hafenstadt Dubrovnik ansteuern. Dann womöglich mit noch mehr Freiheiten als bei der Päischtcroisière. Für viele Menschen vielleicht eine Alternative zur „Vakanz doheem“, die im vergangenen Jahr für die meisten Luxemburger angesagt war.

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