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Packen will gelernt sein: Hilfe, der Koffer ist zu klein
Lifestyle 4 Min. 03.07.2017

Packen will gelernt sein: Hilfe, der Koffer ist zu klein

Egal wie man sich auch anstellt, Koffer sind fast immer zu klein.

Packen will gelernt sein: Hilfe, der Koffer ist zu klein

Egal wie man sich auch anstellt, Koffer sind fast immer zu klein.
Foto: Shutterstock
Lifestyle 4 Min. 03.07.2017

Packen will gelernt sein: Hilfe, der Koffer ist zu klein

Was gehört in den Koffer, was ins Handgepäck? Mit der richtigen Taktik bekommt man auch in kleinen Koffern alles unter und muss keine Übergepäckgebühren zahlen.

von Rainer Krause (srt)

Beim Kofferpacken wächst nicht nur die Vorfreude auf die Reise, sondern häufig auch der Frust. Die Kleidungsstücke, die mit auf die Reise sollen, stapeln sich, während die Koffer schon aus allen Nähten platzen. Nur das Nötigste an Bekleidung in den Urlaub mitnehmen – so lautet eine gängige Empfehlung. Aber: Was ist nötig?

Optimal kombinieren

Ein Trick für jede Reiseform ist, die Garderobe so zusammenzustellen, dass möglichst viele Teile miteinander kombinierbar sind. Das gilt auch für feinere Hotels. Ein Jackett in dunklen Farben mit passender Hose sieht mit unterschiedlichen Hemden oder auch einem T-Shirt mal sportlich, mal eher festlich aus. Befindet sich auch noch eine Krawatte im Koffer, ist Mann für alle Fälle gerüstet.

Auch Frauen ersparen sich mit farblich aufeinander abgestimmten Stücken viel Schlepperei, wobei das „kleine Schwarze“ für festliche Stunden nicht fehlen sollte.

Badesachen sollte man in zweifacher Ausführung mitnehmen. So kann immer eine Garnitur trocknen. Platz und Gewicht spart, wer Kosmetika, Duschmittel und Shampoo in kleine Packungen umfüllt. Platzfresser im Koffer sind Schuhe. Trotzdem: Ein Paar Turnschuhe, möglichst waschbar, sollte zusätzlich immer dabei sein. So ist man gut gerüstet für Anfälle von Sportsgeist, die Wanderung und den Stadtrundgang auf Kopfsteinpflaster. Dazu kommen je nach Urlaubsziel Badeschuhe für den Strand und Trekkingschuhe für den Berg.

Und wie bringt man nun alles in den Koffer? 

Vielreisende legen sich alle Teile erst einmal auf dem Bett zurecht. Das verschafft einem den Überblick, ob auch alles da ist, was mit soll. Schuhe kommen zuerst in den Koffer, einzeln in Beuteln verpackt. So drücken sie nicht auf empfindliche Teile. Vorher kann man sie mit kleineren Kleidungsstücken ausstopfen.

Bei T-Shirts, Freizeithosen und anderen unempfindlichen Kleidungsstücken heißt es dann: Rollen statt Falten. So nehmen sie weniger Platz weg, außerdem bekommen sie weniger Falten. Behälter mit Flüssigkeiten (Sonnenschutzmittel nicht vergessen) werden in verschließbare Beutel gepackt. So bleibt das Kleid von ausgelaufenem Parfum oder Shampoo verschont.

Knickfalten in empfindlichen Hosen und Kleidern lassen sich so vermeiden: Kleidungsstücke zur Hälfte über den Koffer hinaus hängen lassen, packen, und dann erst die zweite Hälfte über das Gepackte schlagen. Kleine Sachen wie Unterhosen und Socken immer als letztes einpacken. Mit ihnen werden die Lücken gefüllt.

Perfekt runden das Reisegepäck nützliche Kleinigkeiten ab. Mit einem kleinen Vielzweck-Taschenmesser lässt sich Obst schälen und man kann damit Flaschen öffnen. Hilfreich sind auch Zwischenstecker, Stift und Papier sowie eine klein zusammenfaltbare Tasche für den Strand, für Einkäufe und gegen Ende der Reise für Schmutzwäsche.

Und auch eine kleine Reiseapotheke sollte nicht fehlen. Jetzt kommt die Kofferwaage zum Einsatz: Bleibt das Gewicht unter der Freigrenze? Ohne Kofferwaage muss man ein bisschen rechnen: Einmal mit Koffer auf die Personenwaage, dann das Körpergewicht davon abziehen.

Auffällig für das Gepäckband

Zum Schluss kommt ein Zettel mit Namen, Adresse und Telefonnummer in den Koffer. Falls der Kofferanhänger abreißt und der Koffer verloren geht, kommt er so schneller wieder zurück. Apropos Kofferverlust: Das kommt zwar nicht so häufig vor, wenn aber Paare ihre Sachen auf zwei Koffer verteilen, dann hat im Falle eines Falles jeder trotzdem etwas zum Anziehen. Und wer dann noch sein Gepäckstück auffällig kennzeichnet, der erkennt es auf dem Gepäckband am Flughafen auch unter gleichartigen wieder.

Für die An- und Abreise eignet sich das Zwiebelprinzip. Je nach Klima kann man so eine Schicht aus dem Handgepäck hinzufügen oder wegpacken. Eine bewährte Kombination, die auch unterwegs gute Dienste leistet: leichte Regenjacke, darunter ein Pullover oder Sweatshirt, darunter ein T-Shirt. Ins Handgepäck kommen noch Taschentücher, Zahnbürste, Kosmetikartikel und nötige Medikamente.

Achtung: Flüssigkeiten dürfen bei Flügen im Handgepäck nur mitgenommen werden, wenn die Tuben, Fläschchen und Dosen jeweils maximal 100 Milliliter fassen. Außerdem müssen sie separat in einem durchsichtigen Ein-Liter-Plastikbeutel verpackt sein, der wiederverschließbar ist. Nur Medikamente und Babynahrung für mitreisende Kinder dürfen weiterhin im Handgepäck mitgenommen werden. Kontaktlinsenträger sollten wegen der Beschränkung Reinigungsflüssigkeit und Linsen in den Koffer packen und für den Flug eine Brille aufsetzen. Die sollte für Notfälle sowieso dabei sein.

Mit eher großem Gepäck reisen Kreuzfahrer – trotz Clubkreuzfahrten und gelockerter Kleidungssitten an Bord. Schließlich begegnet der Passagier jeden Tag den selben Leuten, eine allzu sparsam zusammengestellte Garderobe fällt da schnell auf. Bei Gruppenrundreisen ist das zwar auch der Fall, es steht aber das gemeinsame Erleben im Vordergrund und nicht das Renommieren. Am einfachsten haben es Individualreisende auf Rundtour. Sie können theoretisch jeden Tag im gleichen Outfit erscheinen, da sie ja jeden Tag neu im Hotel ankommen. srt 


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