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„No more disco dancing“
Lifestyle 2 Min. 15.03.2012

„No more disco dancing“

Locker vom Hocker: Mark Knopfler auf seiner legendären roten Fender Stratocaster in der Rockhal.

„No more disco dancing“

Locker vom Hocker: Mark Knopfler auf seiner legendären roten Fender Stratocaster in der Rockhal.
Claude Piscitelli
Lifestyle 2 Min. 15.03.2012

„No more disco dancing“

Am vergangenen Dienstag gastierte die britische Gitarrenlegende Mark Knopfler mit Band in der fast ausverkauften Rockhal in Esch/Alzette. Dabei zog die achtköpfige Band ihr Publikum mit neueren Kompositionen, aber auch Klassikern aus Tagen der „Dire Straits“, Mark Knopflers früheren Band, (wie „Romeo & Juliet“, „Telegraph Road“, „Sultans of Swing“) sowie keltisch beeinflusster Volksmusik in den Bann.

Am vergangenen Dienstag gastierte die britische Gitarrenlegende Mark Knopfler mit Band in der fast ausverkauften Rockhal in Esch/Alzette. Dabei zog die achtköpfige Band ihr Publikum mit neueren Kompositionen, aber auch Klassikern aus Tagen der „Dire Straits“, Mark Knopflers früheren Band, (wie „Romeo & Juliet“, „Telegraph Road“, „Sultans of Swing“) sowie keltisch beeinflusster Volksmusik in den Bann.

Bekannt wurde Mark Knopfler vor mehr als 30 Jahren, 1978, praktisch über Nacht mit seiner damaligen Band „Dire Straits“ mit deren gleichnamigem Debütalbum. Vor allem dessen Titel „Sultans of Swing“ bestach durch einen eingängigen, geradezu unwiderstehlichen Grund-„Swing“. Zugleich brachte es einen Gitarrenvirtuosen zum Vorschein, der einen unverkennbaren, eigenen Klang auf seinem Instrument entwickelt hatte. Knopflers Gitarrenstil sollte geradezu stilprägend für eine ganze Generation von Rockgitarristen werden – so wie dies Eric Clapton oder J. J. Cale zuvor taten. Knopfler selbst wiederum sieht sich vor allem durch den Shadows-Gitarristen, Hank Marvin, beeinflusst.

Stilistische Bandbreite

Als Musiker zeichnet sich Knopfler durch eine enorme stilistische Vielseitigkeit aus, die von Rock über Folk und Country bis zum Blues reicht. Seine Liebe zum Country und Folk pflegte er in seiner Nebengruppe „The Notting Hillbillies“. Daneben hat er in der Vergangenheit mit Musikergrößen wie Bob Dylan, James Taylor, Chet Atkins, Emmylou Harris oder B. B. King zusammen gespielt. Schließlich hat er sich als Lieferant von Filmmusiken für Kinoklassiker wie dem (wunderbaren) „Local Hero“, „Last Exit To Brooklyn“ oder „Wag the Dog“ einen Namen gemacht.

Obwohl Knopfler nicht zum ersten Mal in der Rockhal auftrat, war das Konzert am Dienstagabend fast ausverkauft. Die achtköpfige Band bestehend aus vier Gitarristen (einschließlich Knopfler), zwei Keyboardspielern, einem Bassisten, einem Schlagzeuger – brillierte durch ihr hohes spieltechnisches Niveau und ihre instrumentale Vielseitigkeit. Es handelte sich größtenteils um langjährige musikalische Weggefährten Knopflers, die oft mehrere Instrumente – darunter auch Flöte, Fidel, Banjo und Akkordeon spielen.

Der mittlerweile 60-jährige Meister selbst absolvierte den Großteil des Konzerts auf einem Stuhl sitzend – dies auf Warnung seines Arztes, der ihn ermahnt habe: „No more disco dancing“ („Kein Tanz mehr in der Disco“), wie der zu britischer Selbstironie neigende Musiker dem Publikum versicherte.

Lust an ausgedehnten Soli

Mark Knopflers Kompositionen variieren im Wesentlichen zwei Grundmuster: leise Töne pflegende Balladen sowie Up-Tempo-Stücke. Charakteristisch sind dabei seine langen Gitarrensoli.

Erkennungsmerkmal des typischen „Knopfler Sound“ ist das filigrane Fingerpicking des Meisters (ohne Plektrum) auf seiner roten Fender Stratocaster. Und so lösen Klassiker wie „Romeo & Juliet“, „Telegraph Road“, „Brothers in Arms“ und – last not least – „Sultans of Swing“ bei vielen Zuhörern sogar heute noch eine Gänsehaut bzw. einen wohligen Schauer über den Rücken aus.

Die Neigung des in Glasgow geborenen und in Newcastle-upon-Tyne aufgewachsenen Bandleaders für Volksmusik kam aber auch in einigen Einlagen gälischer Volksmusik zum Ausdruck. Nach zwei Zugaben – den Klassikern „So Far Away From Me“ und „Brothers in Arms“ – klang der Konzertabend mit einem beschaulichen, gälisch beeinflussten Titel aus.

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