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Nicht randvoll laden: Tipps für die Akku-Pflege
Einen Lithium-Ionen-Akku sollte nicht immer randvoll geladen werden.

Nicht randvoll laden: Tipps für die Akku-Pflege

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Einen Lithium-Ionen-Akku sollte nicht immer randvoll geladen werden.
Lifestyle 2 Min. 16.07.2015

Nicht randvoll laden: Tipps für die Akku-Pflege

Akkus sind unsere ständigen Begleiter. Kaum ein mobiles Gerät kommt mehr ohne sie aus. Sie sind aber auch ein ständiges Ärgernis, weil sie oft genau dann schlappmachen, wenn man sie braucht. Dabei kann gute Pflege sie verlässlicher machen.

(dpa/tmn) - Egal ob Handy, Tablet oder Notebook - mobile Geräte halten abseits der Steckdose nur so lange durch, wie es die Akkumulatoren, besser bekannt als Akkus, erlauben. Denn jede dieser wiederaufladbaren Batterien lässt früher oder später nach und gibt irgendwann ganz den Geist auf. Wer einige Dinge beachtet, kann aber die Leistung und Lebensdauer seiner Akkus deutlich erhöhen.

Die Lebensdauer ist abhängig von der Zellchemie der verwendeten Akkumulatoren und der Art der Nutzung. So finden sich heute vor allem Lithium-Ionen-Akkus in Smartphones und Tablets wieder. Diese überstehen meistens drei Jahre oder 500 bis 1000 unbeschadete Ladezyklen.

In manchen alten Handys oder Schnurlostelefonen stecken auch noch Nickel-Metallhydrid-Akkus. Egal welcher Akkutyp zum Einsatz kommt, die Hersteller der Geräte geben in ihren Bedienungsanleitungen umfassende Informationen für einen sicheren und langlebigen Einsatz der eingesetzten Akkumulatoren. 

Abziehen nicht vergessen: Wer seinen Akku ständig am Netz hängen lässt, belastet ihn nur.
Abziehen nicht vergessen: Wer seinen Akku ständig am Netz hängen lässt, belastet ihn nur.
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Drei Aspekte beeinflussen die Lebensdauer

Doch wie kann ein Akku überhaupt Schaden nehmen? Es gibt drei Aspekte beim Betrieb von Akkus, die die Lebensdauer nachhaltig beeinflussen: Temperatur, Laderate und Ladebereich.

Laut Experten, liegt die ideale Betriebstemperatur zwischen 10 und 35 Grad Celsius. Ebenso gilt es, die Laderate zu beachten, also den Lade- und Entladestrom im Verhältnis zur Akku-Kapazität. Schnellladefunktionen nutzt man deshalb besser nicht.

Was den meisten nicht klar sein dürfte, ist, dass auch der Ladebereich relevant ist. So sollte man möglichst in einem Bereich zwischen 40 und 85 Prozent nachladen. Ein Lithium-Ionen-Akku muss nicht immer randvoll geladen werden. Im Gegenteil: Dauerhaft hohe Ladestände gehen zulasten der Lebensdauer und Haltbarkeit.

Um im Alltagsgebrauch die Akkus von Tablets, Smartphones und Laptops zu schonen, sollte man auch stets den Energieverbrauch im Blick behalten. Die Akkulaufzeit über den Tag lässt sich vor allem verlängern, wenn nicht benötigte Features ausgeschaltet werden, wie starke Display-Beleuchtung, WLAN-Suche oder Bluetooth. Aus dem gleichen Grund sollten ungenutzte Datenträger oder Geräte abgezogen und offene Programme geschlossen werden. 

Akkus sollten bestenfalls in einem Bereich von 40 bis 85 Prozent nachgeladen werden, das verlängert ihre Lebensdauer.
Akkus sollten bestenfalls in einem Bereich von 40 bis 85 Prozent nachgeladen werden, das verlängert ihre Lebensdauer.
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Volles Entladen eher schädlich

Außerdem ist es wichtig Akkus vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen und Smartphones etwa im Hochsommer nicht im Auto liegen zu lassen. Akkus können übrigens Schaden nehmen, wenn Geräte wie Notebooks oder Smartphones dauerhaft am Stromnetz hängen: Die Batterien erhitzen und büßen an Lebensdauer ein.

Auch das volle Entladen ist keine Regel mehr, die für Lithium-Ionen-Akkus gelten würde. Im Gegenteil: Eine ständige Nutzung am unteren Rand verkürzt die Lebensdauer ebenso wie dauerhaft hohe Ladestände. Vor der sogenannten Tiefenentladung schütze bei den modernen Akkus aber ein Batterie-Managementsystem: Ab einem bestimmten niedrigen Ladezustand fährt sich das Handy automatisch herunter.

Auch wenn sie noch so harmlos wirken mögen, können gerade Lithium-Ionen-Akkus brandgefährlich werden. Man sollte keinesfalls ihre Anschlusspole kurzschließen oder sie mechanisch überlasten, weil sonst Feuergefahr besteht.


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