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Neuheiten auf der IAA: Vernetzt und elektrisiert
Lifestyle 1 6 Min. 15.09.2015 Aus unserem online-Archiv

Neuheiten auf der IAA: Vernetzt und elektrisiert

Dieser Zuschauer inspiziert einen 2-Liter Diesel TDI-Motor von Volkswagen.

Neuheiten auf der IAA: Vernetzt und elektrisiert

Dieser Zuschauer inspiziert einen 2-Liter Diesel TDI-Motor von Volkswagen.
REUTERS
Lifestyle 1 6 Min. 15.09.2015 Aus unserem online-Archiv

Neuheiten auf der IAA: Vernetzt und elektrisiert

219 Weltpremieren stehen auf dem Programm der IAA. Alle Marken zeigen ihre neuen Modelle, doch genauso interessant sind neue Technologien wie alternative Antriebe oder neuartige Karosserieformen. Das Hauptthema dieses Jahr: Das Auto in der vernetzten Welt.

219 Weltpremieren stehen auf dem Programm der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt. Alle Marken zeigen ihre neuen Modelle, doch genauso interessant sind neue Technologien wie alternative Antriebe oder neuartige Karosserieformen. Das Hauptthema dieses Jahr: Das Auto in der vernetzten Welt.

Hier die Neuheiten der einzelnen Hersteller: 

Volkswagen

VW setzt ganz auf den SUV. Drei neue Modelle stellt der Konzern aus Wolfsburg auf der IAA vor. Die Palette reicht vom Kompakt-SUV Seat Leon Cross Sport Concept bis zu dem ziemlich ausgefallenen Bentley Bentayga mit 600 PS auf der Basis des Audi Q7 Zudem präsentiert Porsche einen vollelektrischen Sportwagen mit ordentlich Pferdestärken.

Porsche-CEO Matthias Müller fuhr in dem Conceptcar mit Namen Porsche Mission E vor. Der Strom-Sportler kommt in 12 Sekunden auf 200 km/h. Die Reichweite soll 500 Kilometer bei expliziert sportlicher Fahrweise betragen. Ein Ladevorgang auf 80 Prozent ist in unter 15 Minuten erledigt. „Bislang gibt es noch keinen Elektrosportwagen, der den Namen Porsche verdient. Deshalb bauen wir jetzt einen“, blickt Matthias Müller in die nahe Zukunft. Die kleine, edle Konzernmarke Bugatti wartet darüber hinaus mit einem Supersportler auf. Im Chiron, Nachfolger des legendären Veyron wird ein modifizierter W16-Motor 1.500 PS leisten. Auch Audi öffnet ein neues Kapitel und will mit dem Q6 eine Lücke in der Modellpalette schließen.

Mercedes

Die Stuttgarter geben sich alle Mühe, den Luftwiderstand zu reduzieren. Mit einer neuen Designstudie hat der Konzern nun einen Rekord aufgestellt: Noch nie zuvor hatte eine viersitzige Limousine den Widerstandsbeiwert von 0,2 unterschritten. Mit beweglichen Anbauteilen, die ab Tempo 80 die Form des Fahrzeugs verändern, sinkt der Luftwiderstandsbeiwert des gut fünf Meter langen "Concept Intelligent Aerodynamik Automobiles" von 0,25 auf 0,19 - das ist Weltrekord in dieser Kategorie. Im Normzyklus macht das bei der von einem Plug-In-Hybriden mit 279 PS angetrieben Studie zwar nur einen Unterschied von drei Gramm ausgestoßenem Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer aus. Weil die Messfahrt vor allem bei niedrigen Geschwindigkeiten erfolgt und der Einfluss des Luftwiderstandes mit dem Tempo steigt, so Mercedes weiter. Doch je näher die Limousine ihrer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h kommt, desto größer werde die Ersparnis. Im Frontgrill schließen sich die Lamellen, Frontlaps schieben sich nach außen und ein Frontspoiler fährt aus. Die Räder - im Stand noch stylish nach innen gewölbt - werden flächig, um dem Wind möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Und die ohnehin recht eigenwillig geformte Heckpartie verlängert sich schmal zulaufend um 40 Zentimeter. Diese Show führte der Daimler-Chef auf der Showbühne dann exemplarisch im Stand vor, was für einige verdutzte Gesichter sorgte. 

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Eine Enttäuschung gab es für alle, die gehofft hatten, dass Daimler-Chef Zetsche auch die Themen Wasserstoff und Brennstoffzelle auf die Agenda setzen würde. Zwar rollte ein halbes Dutzend Plug-In-Hybride mit Stern über die Bühne, doch die eigentliche Zukunftstechnik blieb außen vor.

BMW

BMW löst den erfolgreichen Z4 GT3 ab. Sein Nachfolger wird der komplett neu entwickelte und wild verspoilerte M6 GT3. Das Kraftpaket M6 GT3 kommt 2016 in den Handel. Ansonsten weitet BMW seine Plug-in-Flotte aus. In der Version mit Steckdosenanschluss kommen ein 3er, ein 7er und ein 2er dazu. Die Systemleistung reicht von 224 PS im 225xe über 252 PS im 330e bis hin zu 326 PS im 740e. Bei rein elektrischem Antrieb liegt die Reichweite bei allen drei Modellen bei etwa 40 Kilometern. Zu Verkaufsstart und Preisen machte BMW noch keine Angaben. Noch in diesem Jahr kommt der BMW X5 xDrive40e auf den Markt. Das Oberklasse-SUV soll 3,3 Liter Benzin pro 100 Kilometer verbrauchen. Angetrieben wird der X5 von der Kombination aus 2,0-Liter-Vierzylinderbenziner mit 180 kW/245 PS und 83 kW/113 PS starkem Elektromotor.

Ford

Der Ford Edge ist in einer Europaversion erstmals auf der IAA zu sehen. Mitte 2016 soll der aus den USA übernommene Allradler das Crossover-Programm der Marke krönen, die bislang aus dem Mini-SUV Ecosport und dem Kompakt-SUV Kuga besteht. Angetrieben wird er von einem Zweiliter-Diesel mit 180 oder 210 PS Leistung. Er soll 33 000 Euro kosten. 

Alfa Romeo

Foto: Firmenbild

Kraftvoll und aggressiv sieht die neue Giulia von Alfa Romeo aus. Das Remake des legendären Kompakt-Sportwagens leistet sagenhafte 510 PS. Mit rund 1,5 Tonnen sprintet die Giulia von 3,9 Sekunden von Null auf Hundert.

So richtig ladylike sieht sie nicht aus, die Giulia. Eher kräftig und aggressiv - immerhin trägt sie ein rotes Kleid. Pünktlich zum 105. Geburtstag der Marke wurde im neuen Alfisti-Mekka in Arese das Tuch vom Vorführobjekt gezogen. Stolz trägt die frischgebackene First Lady ein grünes Kleeblatt auf der Backe und das verheißt in diesem Fall beeindruckende 510 PS im Top-Modell.

Mazda

Mazda liebäugelt offenbar mit einem schnittigen SUV-Coupé im Stil des BMW X6 oder des Mercedes GLE. Auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am Main (Publikumstage 17. bis 27. September) zeigt der japanische Hersteller deshalb die Designstudie Koeru, die wie ein sportlicher Ableger des CX-5 daherkommt. Der 4,60 Meter lange Allradler ist nur 1,50 Meter hoch, hat betont weit ausgestellte Kotflügel, eine lange Motorhaube und eine stark abgeflachte Heckpartie. Bei 2,70 Metern Radstand bietet er dem Hersteller zufolge Platz für fünf Personen.

Jaguar 

Jaguar F-PACE SUV
Jaguar F-PACE SUV
REUTERS

Jaguar geht neue Wege und zeigt auf der IAA den ersten Geländewagen in der Firmengeschichte. Der gegen Konkurrenten wie den Porsche Macan oder den Mercedes GLC positionierte Allradler trägt den Namen F-Pace und kommt Anfang nächsten Jahres zu Preisen ab etwa 42 000 Euro in den Handel, teilte der britische Hersteller mit. Technisch ist der 4,73 Meter lange F-Pace eng verwandt mit den neuen Limousinen XE und XF. So übernimmt er deren weitgehend aus Aluminium gefertigte Leichtbaukonstruktion und wiegt deshalb im besten Fall nur 1665 Kilo. Auch die Diesel mit vier und sechs Zylindern sowie die beiden V6-Benziner werden übernommen und decken im F-Pace ein Spektrum von 132 kW/180 PS bis 280 kW/380 PS ab.

Peugeot 

Peugeot wartet mit seinem neuen "Fractal Concept" auf.
Peugeot wartet mit seinem neuen "Fractal Concept" auf.
REUTERS

Pünktlich zur IAA erweitert Peugeot sein Angebot der Telematik-Anwendungen in den wichtigsten Baureihen. Damit sollen bei den Modellen 208, 2008, 308, 308 SW, 3008, 5008, 508 und 508 SW/RXH die Sicherheit und Umwelt-Effizienz verbessert werden. In der als Serienausstattung oder als Option angebotenen Connect Box können Kunden künftig die zusätzlichen Pakete "Pack Monitoring", "Pack Mapping" (inklusive Monitoring) und "Pack Tracking" hinzu buchen. Damit werden unterschiedliche Dienste wie ein virtuelles Wartungsheft, die Möglichkeit der Fahrzeug-Lokalisierung zum Auffinden oder eine Ortung des gestohlenen Peugeots mit Meldung der Position bei der Polizei angeboten

Citroën

Citroën erinnert mit einer Studie auf Basis des Cactus an den legendären Mehari. Um die Wandlungsfähigkeit des neuen Kompaktwagens zu demonstrieren, hat der französische Hersteller eine Open-Air-Version des Cactus angekündigt, die genauso radikal reduziert ist wie der französische Jeep-Buggy aus den 70er Jahren.


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