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Neuerdings wollen alle individuell sein: Hotels für die Generation Y
Lifestyle 2 Min. 14.10.2016

Neuerdings wollen alle individuell sein: Hotels für die Generation Y

Schicke Möbel, moderne Optik: Die «Jaz»-Hotels von Steigenberger sollen ein junges Publikum anlocken.

Neuerdings wollen alle individuell sein: Hotels für die Generation Y

Schicke Möbel, moderne Optik: Die «Jaz»-Hotels von Steigenberger sollen ein junges Publikum anlocken.
Foto: Jaz Hotel
Lifestyle 2 Min. 14.10.2016

Neuerdings wollen alle individuell sein: Hotels für die Generation Y

Kevin WAMMER
Kevin WAMMER
Die Urgesteine der Hotellerie wollen nicht länger zusehen, wie die Vermittler von Privatunterkünften wie Airbnb ihnen die jungen Gäste wegschnappen. Sie legen neue Marken für die Generation Y auf. Das Motto: Schluss mit Standard! Drei Merkmale sind entscheidend.

(dpa) - Eine einsame Empfangshalle, beliebige Architektur, Wlan nur in der Lobby: Ein solches Hotel lockt heutzutage keine jungen Menschen an. Für die Millenials sind der Online-Check-in und das Öffnen der Zimmertür per Smartphone keine Zukunftsspielerei. Im Hotel wollen sie sich im besten Fall wohlfühlen wie in ihrem eigenen Wohnzimmer. Die Hotellerie hat erkannt, dass ihr die viel beschworene Generation Y davonläuft, wenn sie sich nicht modernisiert.

Und so legen die großen Hotelketten neue Marken auf, die frisch und modern sein wollen. Best Western hat zum Beispiel „Vib“, Hyatt die zwei Brands „House“ and „Andaz“, Mariott das „Moxy“ und Starwood „Aloft“. Auch andere Ketten gehen bei dem Trend mit.

Accor Hotels „JO&JOE“

Die Budget-Hotels sind explizit für Millenials konzipiert, wie das Unternehmen jetzt verkündet hat. Die Häuser sollen sowohl „Townster“ (Einheimische) als auch „Tripster“ (Touristen) ansprechen, die sich per App vernetzen können. Die Hotels erinnern schon fast an Hostels, so gibt es zum Beispiel eine Gemeinschaftsküche. Die Unterkünfte sollen cool und anders sein, eben junge Leute ansprechen: Gruppenreisende können etwa in Hängematten, Jurten oder Wohnwagen übernachten. Bis 2020 sind 50 Häuser weltweit geplant, etwa in Paris, Warschau und Rio de Janeiro.

Steigenberger „Jaz“

Die Marke gibt es bisher in Amsterdam, ab Anfang nächsten Jahres wird es sie auch in Stuttgart geben. Check-in und Check-out sowie bargeldloses Zahlen sind über die App Hotelbird möglich. Im Hotel selbst soll Abendunterhaltung geboten werden: Im „Jaz“ in Amsterdam etwa finden Konzerte statt, die auch mal mit Aftershow-Partys enden. Dabei ist die Kommunikation zwischen Einheimischen und Touristen das Ziel. „Ein Besuch soll ein Erlebnis über den klassischen Hotelaufenthalt hinaus sein durch Sessions heimischer Musiker und Begegnungen mit Einwohnern“, erkärt Jannah Baldus von der Steigenberger Hotelgruppe.

 Ist das noch ein Hotel? Die Optik des Hotel «Radisson Red» in Brüssel ist modern, digital und futuristisch.
Ist das noch ein Hotel? Die Optik des Hotel «Radisson Red» in Brüssel ist modern, digital und futuristisch.
Foto: Radisson RED

Lindner „me and all“

Ab Oktober gibt es ein Haus in Düsseldorf. Auch dort sollen Touristen auf ansässige Bewohner treffen. „Wir wollen keinen geschlossenen Betrieb wie für die meisten Hotels üblich, sondern offene Events, zu denen auch die Einheimischen eingeladen sind“, sagt Catherine Bouchon von der Lindner Hotelgruppe.

Wieder dient das Smartphone als Türöffner für die Zimmer. Und es gibt noch mehr Technik: „Jeder kann seine Musik und seine Filme sehen, eine Netflix-Verbindung ist möglich, und in jedem Zimmer gibt es einen Hotspot“, sagt Bouchon.

Carlson Rezidor „Radisson Red“

Ein Haus der Marke steht schon in Brüssel, weitere sind in Planung. Auch hier läuft einiges digital ab. Mit der Red-App kann man bezahlen, ein- und auschecken und sogar mit anderen Hotelgästen chatten. Begegnung ist auch hier Teil des Konzepts. „Poolbilliardtisch und Tischtennisplatten sorgen für eine kreative Abwechslung“, sagt Arno Schwalie, Vizepräsident Zentral- und Südeuropa bei der belgischen Hotelgruppe. Highspeed-Internet gehört zur Grundausstattung. Neuste Technik sei wichtig, damit die Gäste sich überall mit ihrer Umgebung verbinden können.


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