Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Neue "Stories"-Funktion: Instagram kupfert bei Snapchat ab
Lifestyle 03.08.2016 Aus unserem online-Archiv

Neue "Stories"-Funktion: Instagram kupfert bei Snapchat ab

Instagram hat über 500 Millionen Nutzer - und ermöglicht jetzt auch selbstlöschende Bilder.

Neue "Stories"-Funktion: Instagram kupfert bei Snapchat ab

Instagram hat über 500 Millionen Nutzer - und ermöglicht jetzt auch selbstlöschende Bilder.
Foto: Pierre Matgé
Lifestyle 03.08.2016 Aus unserem online-Archiv

Neue "Stories"-Funktion: Instagram kupfert bei Snapchat ab

Tom RUEDELL
Tom RUEDELL
Die populäre Foto-App kopiert die wichtigste Funktion von der Konkurrenz - gibt das aber wenigstens offen zu. Das neue Feature gibt es ab Donnerstag per Update.

(dpa) Die Foto-App Instagram hat ihr Angebot um die Funktion „Stories“ erweitert, die an den Konkurrenten Snapchat erinnert. Nutzer können dabei Fotos und Video für eine Slideshow zusammenstellen, wie das Unternehmen in einem Blogeintrag mitteilte. Die Inhalte würden nach 24 Stunden gelöscht. Durch verschiedene Werkzeugeinstellungen können die Bilder kreativ bearbeitet und etwa mit Schriftzügen, bunten Herzen oder witzigen Sprechblasen ergänzt werden.

Instagram gehört zu Facebook und hat mehr als 500 Millionen Nutzer.

Das neue Feature sieht ähnlich aus wie das Angebot der Social-Media-App Snapchat, die mit von allein verschwindenden Bildern populär geworden ist. Auch dort gibt es den beliebten Bereich Stories, bei dem veröffentliche Inhalte 24 Stunden sichtbar bleiben. Snapchat ist - auch wegen der Möglichkeit der lustigen Bildbearbeitung - besonders bei jüngeren Leuten populär und kommt laut einem kürzlich veröffentlichten Bericht des Finanzdienstes Bloomberg auf 150 Millionen Nutzer täglich.

Eine Kopie mit Ansage

Die bestechende Ähnlichkeit zwischen "Stories" und Snapchat ist allerdings auch kein Zufall: Instagram-Chef Kevin Systrom hat freimütig eingeräumt, dass die neue Funktion bei der Konkurrenz abgekupfert ist. "Ihnen gebührt all das Verdienst", sagte der 32-Jährige dem Branchenportal "Techcrunch" mit Blick auf die Pionierarbeit von Snapchat.

Instagram "Stories" soll ab spätestens Donnerstagmorgen durch ein Update für iOS in Apples App Store und für Android bei Google Play verfügbar sein.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg, der vor einigen Jahren Instagram übernahm, hatte auch bereits versucht, den Konkurrenten für rund drei Milliarden Dollar zu kaufen - doch die Snapchat-Macher lehnten dankend ab. Danach blieben Versuche von Facebook, dem Rivalen Snapchat eine eigene App mit verschwindenden Bildern entgegenzusetzen, erfolglos.

Auch wenn es sonst vielleicht nicht so offen kommuniziert wird, ist es recht geläufig, dass die großen Tech-Unternehmen Innovationen der Konkurrenz übernehmen. So sind die Feed-Funktionen von Facebook oder die Hashtags von Twitter inzwischen auf sämtlichen Social-Media-Kanälen geläufig.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Börse: Aktie der Snapchat-Firma fällt unter Ausgabepreis
Der Börsengang des Snapchat-Betreibers im März war noch als Erfolg gefeiert worden. Inzwischen sind die Sorgen der Anleger um die Wachstumssaussichten der Firma so groß, dass die Aktie nun weniger kostet als der Preis, zu dem sie damals Anlegern verkauft wurde.
Die steile Wachstumskurve knickte ein, als Facebook anfing, in großem Stil Elemente von Snapchat nachzuahmen
Instagram : Das Bilderbuch von morgen
Instagram ist längst keine bloße Modeerscheinung mehr. Seit nunmehr fünf Jahren steht die App Smartphone-Usern zum kostenlosen Download zur Verfügung und hat sich mit über 300 Millionen Nutzern im Jahr 2015 als Mischung aus audiovisueller App und persönlichem Blog bewährt.
Instagram / Smartphone