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Neue Opulenz und gewohnte Schlichtheit
Gold und schwere Stoffe wie Samt spielen derzeit eine Rolle, so wie hier beim dänischen Hersteller Greengate zu sehen.

Neue Opulenz und gewohnte Schlichtheit

Foto: dpa
Gold und schwere Stoffe wie Samt spielen derzeit eine Rolle, so wie hier beim dänischen Hersteller Greengate zu sehen.
Lifestyle 7 01.07.2018

Neue Opulenz und gewohnte Schlichtheit

Es wird wieder opulent. Nach Jahren der Schlichtheit bringen die Hersteller von Wohnaccessoires wieder etwas mehr Prunk in die Häuser. Das zeigt sich derzeit auch auf der Messe Tendence in Frankfurt.

Das aktuelle Motto in Sachen Wohndesign lautet „mehr ist mehr“, erklärt Trend-Experte Philipp Ferger, Bereichsleiter der Konsumgütermesse Tendence in Frankfurt am Main (30. Juni bis 3. Juli). „Man sieht wieder verstärkt Messing bei den Dekorationen und Wohnaccessoires und auch Goldverzierungen.“

Die Messe Tendence ist eine jährliche Orderschau für Möbelhäuser, Haushaltswaren-, Dekorations- und Geschenkeläden in Deutschland. Sie nimmt daher schon jetzt die anstehenden Saisons in den Blick, also Herbst und Winter 2018/19 sowie das Frühjahr 2019. Ein Blick auf die Präsentationen der Händler verrät: Neben Gold und Messing stehen auch opulente Stoffe im Fokus, die nicht nur gut aussehen, sondern sich vor allem besonders anfühlen, etwa Samt. Ferger interpretiert das steigende Interesse an Haptik mit dem Kontrast zum Alltagsleben in einem zunehmend digitaler gesteuerten Umfeld.

Daneben wird aber weiterhin die seit Jahren gefragte schlichte Natürlichkeit beliebt bleiben. Gerade helles Holz und Stein seien derzeit in Mode, etwa Vasen und Kerzenständer aus Gestein. Und wieder im Kommen: Terrazzo. Das ist eine Mischung aus Zement und verschieden getönten Steinchen.

Vielfalt an Trends

Aber Trendexperte Ferger betont auch: „Was der Endverbraucher im Herbst und Winter 2018 sowie im Frühjahr 2019 in den Läden sehen wird, ist, dass es nicht mehr nur einen Trend gibt. Wir bemerken, dass sich verschiedene gegenläufige Trends parallel zueinander entwickeln.“ Opulentes und schlichtes Natürliches sind gleichermaßen Trends - und kommen durchaus auch im gleichen Raum vor. „Man kann als Endverbraucher auf einen Trend aufspringen oder man sucht sich jeweils die Stücke aus, die einem gefallen, und bringt alles zusammen“, erklärt Ferger.

Die Messe blickt auch schon auf das folgende Frühjahr  - und hier wird es aller Voraussicht nach nicht allzu große Veränderungen zum aktuellen Sommer geben. Im Trend bleiben Dschungelmotive mit kühlen Grün- und Blautönen und Dekorationen mit Tieren, etwa Lamas, Giraffen, Tukane und Faultiere. Letztere sind sogar Fergers Tipp: „Das Faultier passt gut in unsere Zeit - natürlich nicht, weil wir etwa faul sind. Sondern es ist ein cooles, lässiges Tier.“


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(ACHTUNG - HANDOUT - Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher im Zusammenhang mit dem genannten Text und nur bei vollständiger Nennung des nachfolgenden Credits.) Foto: Pietro Sutera/Messe Frankfurt/dpa-tmn