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Neue App aus Luxemburg: Hallo Yollty, tschüss Kundenkarten
Lifestyle 3 Min. 23.12.2016

Neue App aus Luxemburg: Hallo Yollty, tschüss Kundenkarten

Alexandros Trepeklis (l.) und Gerrit Brück (r.) wollen Yollty voranbringen.

Neue App aus Luxemburg: Hallo Yollty, tschüss Kundenkarten

Alexandros Trepeklis (l.) und Gerrit Brück (r.) wollen Yollty voranbringen.
Foto: Christophe Olinger
Lifestyle 3 Min. 23.12.2016

Neue App aus Luxemburg: Hallo Yollty, tschüss Kundenkarten

Stellen Sie sich vor, Sie posten aus einem Restaurant ein Foto auf Instagram und werden dafür mit Punkten belohnt, die Sie in verschiedenen Stores gegen Gutscheine einlösen können. Klingt gut?

Von Christiane Petri

Treuepunkte in den Lieblingsgeschäften und Cafés zu sammeln, kann einigermaßen aufwendig sein. Seine „Fidelity Card“ an der Kasse vorzeigen, um Punkte gutgeschrieben zu bekommen, ist relativ einfach. Vorausgesetzt, man findet die gefragte Karte auf Anhieb inmitten all der anderen Kundenkarten, die sich im Laufe eines Konsumentenlebens so ansammeln. Die auch noch im Umlauf befindliche und etwas antiquiert anmutende Methode des Sammelns von Treuepunkten in Form von Stickern verlangt dem Kunden zusätzlich etwas Beharrlichkeit und Ausdauer ab, denn die beim Einkauf erhaltenen winzigen Aufkleber müssen nach und nach fein säuberlich auf die Kundenkarte geklebt werden. Ist die dann endlich voll, geht man mit der Karte zurück ins Geschäft, um sich für den gezeigten Fleiß beim Einkauf beziehungsweise Verzehr und das Kleben belohnen zu lassen.

Punkte sammeln per App

Mit dem nötigen Kundeneinsatz funktionieren diese Methoden, keine Frage. Yollty, eine in Luxemburg entwickelte neue App, mischt das Prinzip der Kundenbindung und Kundenbeziehung allerdings neu auf. Mit der App lasse sich eine Beziehung zwischen Kunde und Unternehmen aufbauen, in der die sozialen Medien eine Hauptrolle spielen, so der Erfinder und Programmierer der App, Alexandros Trepeklis. Mit Yollty werde eine einfache, mehr zeitgemäße und eben auch etwas andere Art und Weise der Kundenbeziehung verfolgt, und es würden zwei, wenn nicht gar drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, erläutert er weiter.

Lokal ansässige Unternehmen erhalten die Möglichkeit, ihren Kundenstamm auszubauen, indem sie die Kunden für einen Besuch in ihrem Geschäft oder Restaurant mit „Yollty“-Punkten belohnen, die über die App gesammelt werden. Eine Möglichkeit, mit der neue Geschäfte und Unternehmen auf sich aufmerksam machen könnten. Für ein gepostetes Foto auf

Instagram, einen Check-in auf Facebook oder ein kurzes Feedback nach einem Cafébesuch können ebenfalls Punkte vergeben werden. Auf diese Weise kann das Unternehmen nicht nur neue Kunden an Land ziehen, es erhält auch Publicity in den sozialen Medien und erfährt, wie zufrieden die Kunden mit dem Serviceangebot sind.

An Yollty interessierte Unternehmen entscheiden selbst, welche Aktionen für sie sinnvoll sind und wie viel sie in die zu vergebenden Punkte investieren möchten. Für einen neuen Shop werde es sich eher rentieren, potenzielle neue Kunden für ein Vorbeischauen zu belohnen, und für ein etabliertes Restaurant sei ein Facebook-Check-in oder ein Feedback der Kunden sicherlich sehr wertvoll, so Gerrit Brück, der für den Vertrieb und die Unternehmensentwicklung verantwortlich ist.

Gesammelte Punkte einlösen

Auf der anderen Seite sammelt der Anwender dieser App Treuepunkte also ganz einfach, indem er beispielsweise durch einen Laden spaziert oder Beiträge in den sozialen Medien postet, was der gewiefte Smartphone-User auch schon ohne Yollty getan hat. Die gesammelten Punkte werden gutgeschrieben und können über die App in einen Gutschein eines Online-Stores oder eines an Yollty teilnehmenden Unternehmens eingelöst werden. „Yollty ermöglicht es Unternehmen auf einfache und innovative Weise, eine Brücke zwischen ihrem konventionellen Geschäft und der Online-Welt zu schlagen“, wie Trepeklis die Kernfunktion zusammenfasst.

Kann man schon Yollty-Punkte sammeln?

Zurzeit sei es in rund 30 Shops, Bars und Restaurants möglich, Yollty-Punkte zu sammeln. In diesen Geschäften ist ein Sensor angebracht, der die User erkennt. Die Unterzeichnung von Verträgen mit weiteren zehn Unternehmen stünde kurz bevor. Mit dem Shopping-Center Belval Plaza befinde man sich aktuell in der Verhandlungsphase, was natürlich ein großer Fisch für Yollty wäre, so Trepeklis weiter.

Die jungen Unternehmer hinter Yollty, die voller Ideen zur Erweiterung der App stecken, mit denen die Nutzung noch attraktiver gestaltet würde, konnten die Unterstützung von „Fit 4 Start“ für sich gewinnen, einer Initiative von Luxinnovation, die Beratung und Finanzmittel für Start-ups bereitstellt. Nun gilt es, neue Unternehmen in dieses innovative Programm einzubinden und eine „Yollty-Community“ aufzubauen.

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