Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Natur für die Sinne
Garten-Rittersporne bestechen gleichermaßen durch ihre Farben- und Blütenpracht.

Natur für die Sinne

Foto: dpa-tmn
Garten-Rittersporne bestechen gleichermaßen durch ihre Farben- und Blütenpracht.
Lifestyle 2 Min. 05.08.2018

Natur für die Sinne

Sehen, riechen, hören, fühlen und schmecken: Ein Garten an sich ist schon ein sinnliches Erlebnis. Bestimmte gestalterische Elemente und Pflanzen helfen, die Sinne noch stärker anzusprechen.

(dpa/mk) - Dass Pflanzen in besonderer Weise die Sinne ansprechen, ist nichts Neues. Rausgehen in die Natur - oder zumindest in die gezähmte Natur eines Gartens - tut Seele und  Körper gut. Tasten, riechen, hören, sehen und auch schmecken: Spezielle Sinnesgärten können sogar einen therapeutischen Hintergrund haben, etwa für Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder einer Demenzerkrankung, da sie die kognitiven Fähigkeiten steigern und die Aufmerksamkeit fördern können.

Auch den eigenen Garten kann man in ein Paradies für die Sinne verwandeln. Man sollte aber die Bereiche nicht zu kleinteilig gestalten, denn je mehr Blütenfolgen oder unterschiedliche Gewächse ein Beet hat, umso unruhiger und auch pflegeintensiver wird es. Großflächige Bepflanzungen hingegen wirken harmonisch, lassen viel stärkere Bilder und eindrucksvollere Effekte entstehen. Ein weiterer Tipp, damit solche Flächen nicht monoton wirken: für die Fläche Bodendecker einsetzen und an bestimmten Stellen Ruhepole mit prägnanten Pflanzen in Dreiergruppen kreieren

Im Sinnesgarten dürfen Pflanzen berührt werden.
Im Sinnesgarten dürfen Pflanzen berührt werden.
Foto: dpa-tmn

Viele Formen, Strukturen und Düfte

Ziergräser, die im Wind rauschen, eignen sich gut für einen Sinnesgarten - sowohl als kleinwüchsige Varianten wie das Zwerg-Lampenputzergras 'Little Bunny' (Pennisetum alopecuroides) als auch hochwachsende Formen wie das Chinaschilf 'Ghana' (Miscanthus sinensis) oder das Pampasgras (Cortaderia selloana).

Damit man die Sinneswahrnehmungen bewusst erfahren kann, sollte es möglichst wenige Barrieren zwischen Mensch und Natur geben. Ein Sitzplatz inmitten von Lavendel oder umrankt von duftenden Rosen kann zum Verweilen einladen. Auf einem Barfußweg lassen sich Moose sowie Naturmaterialien wie Rindenmulch, Kiesel, Erde und Sand erfühlen.


asdf
Sommerliche Parfums - von würzig bis floral
Pflaumenduft und Litschi-Aromen? Herbe Gewürze und Rauchnoten? Die Lifestyle-Redaktion testet zehn neue Parfums.

Experten raten, Pflanzen auszuwählen, die auf relativ kleinem Raum bestimmte Sinne stark ansprechen. Ein Sinnesgarten muss kein riesiges Areal sein, auch ältere Menschen sollen ja mit wenigen Schritten vielfältige Erfahrungen sammeln können. Ideal ist auch ein Garten mit vielen Kräutern. Selbst wenn man die Pflanzen nicht alle in der Küche verwendet: Allein schon wegen ihres Duftes sollte man auf Pfefferminze, Fenchel, Thymian, Waldmeister und Rosmarin im Beet nicht verzichten. Neben den Kräutern, die von selbst oder bei Berührung duften, bieten sich auch Blumen und Sträucher wie Levkojen, Malven, Flieder und Jasmin an.

Verschiedene Blattstrukturen wiederum laden zum Ertasten ein. So bildet die Römische Kamille Teppiche, die duften. Flauschig und weich sind Woll-Ziest, Perlkörbchen und Zartes Federgras. Eher pockig und genarbt ist das Laub der Gattung Schaublätter und Maiäpfel. Besonders glatte Blätter haben hingegen die Christrose und die zahlreichen Funkiensorten.

Auch für den Gaumen gehört etwas in den Sinnesgarten - etwa Tomaten oder Himbeeren oder die Felsenbirne, deren dunkelroten bis bläulichen Beeren lecker schmecken und auch viele Vögel anziehen. Genießbar, wenn auch herber im Geschmack sind die Früchte von Zierapfel und Blumenhartriegel.

Eines darf man aber nicht vergessen: Ein Zuviel an Sinnesimpulsen, kann auch zu einer Reizüberflutung führen - und nerven.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Was gegen Wespen hilft
Wespen können ganz schön lästig werden. Trotzdem darf man sie nicht einfach tot schlagen. Eine Expertin erklärt, wie man sich schützt - und was nach einem Stich zu tun ist.
ARCHIV - Zum Themendienst-Interview von Khang Nguyen vom 27. Juli 2018: Zucker lieben Wespen ganz besonders. Wer sie fernhalten will, sollte die Melonen also lieber abgeschlossen lagern. Foto: Inga Kjer/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
Canet – balnéaire et villageoise
Il y a deux Canet-en-Roussillon: Canet plage et Canet village. La plage et le village partagent un même trésor: un environnement de qualité qui les cerne de toutes parts. A toute majesté tout honneur: la mer.
x
Arbeiten im Biotop
Glatte Fassaden, asphaltierte Parkflächen und monotone Grünstreifen. So präsentieren sich die meisten Firmengebäude. Doch es gibt da durchaus attraktivere Lösungen – für Mensch und Umwelt.