Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Musik-Apps schaffen neue Möglichkeiten
Lifestyle 2 Min. 24.05.2020

Musik-Apps schaffen neue Möglichkeiten

Das Angebot an Apps zum Musizieren ist vielfältig.

Musik-Apps schaffen neue Möglichkeiten

Das Angebot an Apps zum Musizieren ist vielfältig.
Foto: dpa
Lifestyle 2 Min. 24.05.2020

Musik-Apps schaffen neue Möglichkeiten

Mit Apps können Hobbymusiker an Smartphone und Tablet kreativ werden. Angebote gibt es viele. Doch welche sind empfehlenswert? Und was sind die wichtigen Features?

(dpa) - Wer mit dem Smartphone Musik machen möchte, wird in den App Stores für iOS und Android schnell fündig. „Die Bandbreite an Apps für Musik ist sehr umfangreich“, sagt Benjamin Lucks vom IT-Portal Netzwelt.de. Grob könne man zwischen drei Arten von Anwendungen unterscheiden, so der Experte: Apps, die beim Musizieren unterstützen. Dann Apps, die musikalisch weiterbilden. Und schließlich Apps, mit denen das Smartphone oder Tablet selbst zum Instrument wird. 

In die erste Kategorie gehören Stimmgerät und Metronom. „Für Laien und Profis sind die Apps in den meisten Anwendungsbereichen vollkommen ausreichend“, sagt der Musikpädagoge Florian Werner von der Universität Erlangen-Nürnberg. Einige Metronom-Apps wie etwa die kostenpflichtige Anwendung „Tonal Energy“ sind besonders vielseitig einsetzbar und verfügen über praktische Funktionen wie automatische Temposteigerung, Sprachausgabe für Zählzeiten oder Feedbackfunktionen. 

Spielerisch mit der Kadenz-Harmonik beschäftigen können sich Lernwillige mit der kostenlosen iPad-App „Tin Pan Rythm“.
Spielerisch mit der Kadenz-Harmonik beschäftigen können sich Lernwillige mit der kostenlosen iPad-App „Tin Pan Rythm“.
Foto: dpa

Vom Klavierlehrer bis zum Instrument

Für die musikalische Weiterbildung gibt es zum Beispiel die kostenlose iOS-App „Tonic“, mit der man dank Augmented Reality die Griffe für verschiedene Akkorde am Klavier lernen kann. „Hierfür hält man das Smartphone über das Klavier und dann zeigt die App Akkorde an“, erklärt Werner. Spielerisch mit der Kadenz-Harmonik beschäftigen können sich Lernwillige mit der kostenlosen iPad-App „Tin Pan Rythm“. Musiklern-Apps wie „SimplyPiano“ und „Yousician“ hören beim Spielen zu und geben Feedback. 

Mit Apps lässt sich aber auch richtig musizieren. Werner leitet an seiner Universität ein iPad-Ensemble: Statt auf Klavier, Geige oder Schlagzeug spielen die Mitglieder des Ensembles auf Tablets. Einsteigern empfiehlt Werner die kostenlose iOS-App „Playground“. Auch die ebenfalls kostenlose iOS-App „Keezy“, bei der man auf acht Feldern spielt, sei für Anfänger besonders geeignet. 

Werner arbeitet vor allem mit iOS-Apps. Ein Grund dafür ist die Latenzzeit: „Bei Android-Apps ist die Zeit zwischen dem Drücken und dem Ton zu groß.“ Für das Spielen in einer Gruppe seien solche Anwendungen deshalb ungeeignet. 

Das Tablet-Trio um Matthias Krebs (Mitte) spielt mit Apps ein Bach-Konzert im Berliner Dom.
Das Tablet-Trio um Matthias Krebs (Mitte) spielt mit Apps ein Bach-Konzert im Berliner Dom.
Foto: dpa

App klingt anders als echtes Instrument 

Musik-Apps sind kein Ersatz für herkömmliche Instrumente, sondern als eigenständiges Instrumentarium zu verstehen, sagt Matthias Krebs von der Forschungsstelle Appmusik der Universität der Künste Berlin. „Wichtig ist, zu verstehen, dass Musik-Apps eben kein Klavier, Geige, Drumset sein können.“ Der Unterschied zwischen einem Klavier und einer Klavier-App sei mindestens genauso groß wie zwischen einem Klavier und einer Geige. Will man etwas Wirkungsvolles erreichen, fordern Musik-Apps wie herkömmliche Instrumente Übungsdisziplin. Allerdings empfinden viele App-Nutzer den Einstieg als sehr leicht. 


Huawei „P40 Pro“: Leistungsstarker Sonderling
Es geht auch ohne Google - zumindest teilweise: Das Smartphone „P40 Pro“ von Huawei überzeugt im Redaktionstest vor allem mit seinen Kameraqualitäten.

Auch kombinieren kann man die Apps. Beispiele sind die kostenpflichtigen iOS-Anwendungen „AUM“ und „Audiobus“ in Kombination mit verschiedenen Audio-Unit-Apps. Mittlerweile veröffentlichen einige große Unternehmen wie Korg oder Yamaha auch ihre Synthesizer als Apps.

Anfänger müssen in die Apps nicht unbedingt Geld investieren. Einige Anwendungen sind in der Vollversion gratis, andere verfügen über eine kostenlose Probeversion. Das Einblenden von Werbeanzeigen ist allerdings während des Musizierens störend. „Wer das Smartphone als festen Bestandteil in sein musikalisches Schaffen einarbeiten will, sollte ein bisschen Geld investieren“, rät Lucks von Netzwelt.de. 


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Fitness: Smart in Maßen
Wer eine Smartwatch kauft, ist manchmal nur an deren Fitness-Funktionen interessiert. Das geht günstiger - und vorteilhafter für den Datenschutz.
ILLUSTRATION - Zum Themendienst-Bericht von Lorena Simmel vom 14. Mai 2020: Joggen, Radfahren oder Schwimmen: Mit einem Fitnessarmband weiß man immer, wie viel und wie intensiv man sich bewegt hat. Foto: Tobias Hase/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
Fake-Apps entlarven: Bezahlt für nichts und wieder nichts
In App-Stores wird inzwischen sehr viel Geld umgesetzt. Dass auch Betrüger auf ein Stück vom Kuchen schielen, überrascht nicht. Aber wie erkennt der Laie im Vorfeld Fake-Apps - und wenn er sie nicht erkennt: Kann er sein Geld überhaupt zurückbekommen?
Zum Themendienst-Bericht von Benedikt Frank vom 23. Februar 2017: App-Stores bieten eine undurchdringliche Angebotsfülle - doch nicht alle Anwendungen sind auch gut. 
(Archivbild vom 16.02.2017/Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher.)
Immer gut unterhalten: Mit Podcasts unterwegs
Ob beim Pendeln zur Arbeit, auf dem Laufband im Fitnessstudio, während einer langen Zugfahrt oder im Bett vor dem Einschlafen: Dank Smartphone, Tablet & Co lassen sich Podcast- und Radio-Favoriten jederzeit und überall hören - die passende App vorausgesetzt.
Zum Themendienst-Bericht von Thomas Schörner vom 1. Dezember 2016: Mehr als nur Musik: Mit Podcasts kommt auch unterwegs keine Langeweile auf.
(Archivbild vom 15.04.2016/Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher in Zusammenhang mit dem genannten Text.) 
Foto: Christin Klose