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Mordsspaß mit Krawatte
Lifestyle 2 Min. 19.11.2018

Mordsspaß mit Krawatte

Neuheit unter den Stealth-Videospielen: Hitman 2 ist erhältlich für Xbox One, PS4 und PC.

Mordsspaß mit Krawatte

Neuheit unter den Stealth-Videospielen: Hitman 2 ist erhältlich für Xbox One, PS4 und PC.
Foto: Hersteller
Lifestyle 2 Min. 19.11.2018

Mordsspaß mit Krawatte

Bühne frei für den wohl bekanntesten, glatzköpfigen Schlipsträger der Videospielgeschichte: Wenn Agent 47 auf die Jagd geht, veranstaltet er ein Mordstheater, das zum Nachdenken anregt.

von Matthias Probst

Zugegeben, die Grundidee der „Hitman“-Reihe ist eine perfide Sache: Als Auftragskiller gilt es, sein Ziel so kreativ wie möglich auszuschalten. „Hitman 2“ lässt diese Spielmechanik jedoch nicht zu einem sinnlosen Blutbad verkommen. Stattdessen wird hier eine fordernde Denkaufgabe geliefert, die sehr viele Lösungswege kennt – den Experten des Entwicklerstudios IO Interactive sei Dank.

Köpfchen gefragt

Wer nun also an einen Shooter gedacht hat, in dem blindlings geschossen wird, lag mächtig falsch. „Hitman 2“ versteht sich eher als ein Stealth-Game, quasi eine Art Versteckspiel für Erwachsene, das einer komplexen Partie Schach ähnelt – je nach eingestelltem Schwierigkeitsgrad, versteht sich. Denn nur derjenige wird erfolgreich sein, der sein Vorgehen richtig plant und Platz für Improvisationen lässt.

In der Kampagne muss der kahlköpfige Agent 47 an sechs Orten sein Tagwerk verrichten: Von Neuseeland über die USA bis hin zu Indien sind den Programmierern ein paar außergewöhnliche Schauplätze gelungen, die Dutzende Möglichkeiten zum kreativen Morden bieten. Grafisch bleibt die Reihe dabei ihrem hohen Standard treu und zaubert faszinierende Landschaften und Menschenmengen auf den Bildschirm.

Spieler, die nur den direkten Weg suchen, um ein Ziel zu eliminieren, werden bereits nach knapp sechs bis acht Stunden das Ende der Solokampagne erreichen. Doch der eigentliche Reiz von „Hitman 2“ liegt darin, so kreativ wie möglich vorzugehen. Warum sollte man seine Zielperson mit einer schallgedämpften Waffe erledigen, wenn man es – minutiös geplant – wie einen Unfall aussehen lassen kann?! Das erfordert natürlich, dass man seine Umgebung genau studiert – und das lohnt sich. Denn IO Interactive hat sich im Missionsdesign diesmal selbst übertroffen. Sämtliche Einsatzgebiete, in die der Krawattenträger geschickt wird, verströmen nicht nur eine authentische Atmosphäre, sondern wimmeln nur so vor Inspirationen. Mittel und Wege sind massig vorhanden. Nun kommt es auf den Spieler an, der sich entscheiden und strategisch agieren muss.

Neuer „Ghost“-Modus

Streng genommen unterscheidet sich „Hitman 2“ in Sachen Inhalt, Steuerung und Spielmechanik eigentlich kaum von seinem Vorgänger. Lediglich die Geschichte ist eine Neue. Doch das macht rein gar nichts, wenn man bedenkt, dass „Hitman“ anno 2016 eines der besten Spiele des Jahres war. So bietet auch „Hitman 2“ neben der Kampagne den äußerst motivierenden Spielmodus „Elusive Targets“, in dem es darum geht, ein besonderes Ziel möglichst schnell und gleichzeitig ebenso einzigartig auszulöschen. In Ranglisten kann man sich dann online mit anderen messen.

Hitman 2 ist erhältlich für Xbox One, PS4 und PC.
Hitman 2 ist erhältlich für Xbox One, PS4 und PC.
Foto: Hersteller

Wirklich neu ist der sogenannte „Ghost-Modus“, in dem zwei Spieler gegeneinander antreten. Das Interessante dabei: Jeder Spieler befindet sich auf seiner ganz eigenen Karte, sieht aber seinen Konkurrenten, der in einer Art Paralleluniversum zeitgleich agiert. Wer als Erster sein Ziel-Objekt auslöscht, gewinnt. Das zwingt zu ungewohnt riskanten Vorgehensweisen.

Außerdem kann man seinem Gegner ein wenig in die Parade fahren: Eine „Ghost-Münze“ ermöglicht es nämlich, dass Leute im Paralleluniversum an eine bestimmte Stelle gelockt werden können. Was sich anfangs etwas kompliziert anhört, wird nach ein paar Durchgängen zu einem sehr unterhaltsamen Zeitvertreib. Um es kurz zu machen: „Hitman 2“ ist ein Mordsspaß.


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