Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Mobile Erste Hilfe
Lifestyle 3 Min. 01.07.2016 Aus unserem online-Archiv
Kleine und große Smartphone-Unfälle

Mobile Erste Hilfe

Zu schwungvoll eingeschenkt?
Kleine und große Smartphone-Unfälle

Mobile Erste Hilfe

Zu schwungvoll eingeschenkt?
Foto: dpa
Lifestyle 3 Min. 01.07.2016 Aus unserem online-Archiv
Kleine und große Smartphone-Unfälle

Mobile Erste Hilfe

Was tun, wenn das Smartphone in der Pfütze landet oder einem der Code einfach nicht mehr einfallen will? Häufig ist dann Panik angesagt. Aber keine Sorge: Für die meisten kleinen und größeren Notfälle gibt es aber eine Lösung.

(dpa/tmn) - Smartphones machen so einiges mit. Mal gehen sie zu Bruch, mal verloren - und was hilft eigentlich, wenn man den Sperrcode vergessen hat? Hier sind neun Probleme - und neun Lösungen aus dem Smartphone-Alltag.

Mein Smartphone ist ins Wasser gefallen. Kann ich es noch retten?

Hier zählt Schnelligkeitt. Zunächst: Sofort ausschalten, sollte es noch eingeschaltet sein. Als Nächstes sind alle losen Teile wie Sim- oder SD-Karte und der Akku zu entfernen. Dann wird sichtbares Wasser abgetupft und das Smartphone für 24 bis 48 Stunden in einen Beutel Reis gelegt. Reis entzieht die restliche Feuchtigkeit. Mit etwas Glück funktioniert das Smartphone danach wieder. Auch wenn dann nicht garantiert ist, dass es keine Folgeschäden gibt. Deshalb führt auch kein seriöser Händler bei solchen Schäden eine Reparatur durch.

Mein Display ist zerkratzt. Was hilft am besten?

Displayfolien sind unerlässlich. Alle paar Monate sollte die Folie ersetzt werden. Wenn das Display leicht zerkratzt ist, helfen bestimmte Polituren. Hierbei rät Markus Merkle von „Handysektor.de“: „Setzen Sie auf Markenqualität. Gute Polituren geben an, für welche Modelle sie geeignet sind.“ Der Grund: Einige Smartphones haben Glas-, andere Kunststoffdisplays und brauchen unterschiedliche Polituren. Vom Polieren mit Zahnpasta rät er dringend ab.

Das Display ist gesprungen. Was tun?

Ein gesprungenes Display kann noch funktionieren. Markus Merkle warnt aber davor, es über einen längeren Zeitraum weiter zu verwenden. „Einerseits können durch die Risse Schmutzpartikel und Feuchtigkeit uns Telefon eindringen, andererseits besteht Verletzungsgefahr für den Benutzer.“ Erste Hilfe für das Display kann hier auch nachträglich eine Schutzfolie als „Pflaster“ sein. Aber: So schnell wie möglich sollte ein Austausch des Displays stattfinden.

Schlechter Empfang. Gibt es Hilfe?

Wenn der Nebenmann besseren Empfang hat, kann das verschiedene Ursachen haben. Ein Grund kann zum Beispiel der Aufbau des Smartphones sein. „Auch bei den heutigen Telefonen kann immer noch die Handhaltung etwas ausmachen“, sagt Markus Merkle. Eine Drehung des Telefons kann schon Abhilfe schaffen, falls man beispielsweise mit der Hand die eingebaute Antenne verdeckt. Auch ein Blick in die Einstellungen kann helfen: Je nach Modell lässt sich der Netzmodus einstellen. Wenn das Handy permanent nach einer LTE-Abdeckung sucht, aber nur eine geringere vorhanden ist, kann das den Empfang beeinträchtigen.

Alle Apps laufen so langsam. Wie werden sie wieder schneller?

„Man sollte regelmäßig überprüfen, welche Apps überhaupt noch benutzt werden. Alleine das Löschen von Apps kann die Performance deutlich verbessern“, empfiehlt Markus Merkle. Nicht benötigte Apps im Hintergrund findet und beendet man besser. Wenn das nicht hilft, kann man nach einer Datensicherung das Handy auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Vielleicht ist das Telefon aber auch einfach schon ein paar Jahre alt?

Mein Handy ist „eingefroren“ und reagiert nicht mehr. Was tun?

Den Akku entnehmen und wieder einsetzen, ist der leichteste Weg. Geht das nicht, hilft ein „Hard Reset“. Dazu werden bei Androidgeräten meist der Knopf für die Displaysperre und eine der beiden Lautstärketasten zusammen gedrückt. Bei iPhones müssen gleichzeitig die Home- und die Sperrtaste gedrückt gehalten werden. Im Zweifel wartet man, bis der Akku sich selbst geleert hat. Manchmal wirkt auch ein Anruf auf dem streikenden Telefon Wunder.

Ich habe meinen Sperrcode vergessen - und jetzt?

iPhones werden gelöscht, wenn man zu oft den falschen Code eingibt. Dann lassen sie sich per iCloud, iTunes oder den Wartungszustand entsperren und wiederherstellen. Ohne Datensicherung sind dann allerdings alle Daten futsch. Genaue Anleitung zum Wiederherstellen gesperrter Telefon gibt Apple auf seiner Webseite. Androidbesitzer können ab Version 5.0 Googles Android Geräte-Manager auf der Google-Webseite nutzen, um die Passwortsperre zurückzusetzen. Eine Einschränkung gibt es aber: Der Geräte-Manager muss auf dem Smartphone aktiviert sein, bevor man den Code vergisst.

Mein Handy wurde gestohlen - wie bekomme ich es wieder?

Hier helfen die Apps „iPhone-Suche“ für iOS und der Android Geräte-Manager. Sie erlauben das Aufspüren und im Notfall auch das Löschen des Telefons aus der Ferne, erklärt Rainer Beckmann. Das Telefon sollte sofort nach Bemerken des Diebstahls beim Netzbetreiber gesperrt werden. Für die Anzeige bei der Polizei braucht man auch die Imei-Nummer des Gerätes. Mit ihr können gefundene Geräte zurück zum Eigentümer gelangen. Die Imei-Nummer befindet sich auf der Rechnung und der Verpackung des Telefons oder wird nach Eingabe von „*#06#“ angezeigt.

Das Handy ist stumm, und ich weiß nicht, wo ich es hingelegt habe.

Auch hier helfen „iPhone-Suche“ und der Android Geräte-Manager. „Über diese Konten können, je nach Modell, trotz Stummschaltung, Signaltöne ausgesendet werden“, so Markus Merkle.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Einfach-Handys leben
Nicht jeder will oder braucht den Minicomputer namens Smartphone in der Hosentasche. Vielen reicht das klassische, heute oft als „Dumbphone“ geschmähte Handy oder auch ein etwas vielseitigeres sogenanntes Featurephone. Und sie haben gute Gründe dafür.
Zum Themendienst-Bericht von Tobias Wienke vom 13. Oktober 2016: Farbenfrohes Featurephone: Das Nokia 216 (in Deutschland noch nicht erhältlich) bietet unter anderem Browser, Audioplayer und Kameras auf beiden Seiten. Wie beim Vorgänger Nokia 215 dürfte der Preis bei rund 40 Euro liegen. 
(ACHTUNG - HANDOUT - Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher im Zusammenhang mit dem genannten Text und nur bei vollständiger Nennung des nachfolgenden Credits.) 
Foto: Microsoft
Auf die Probe gestellt
Der Bluetooth-Lautsprecher „BeoPlay A1“ von Bang & Olufsen ist äußerst stylisch - aber hält er auch, was er verspricht? Wir haben das kleine Klangwunder für Sie getestet.
Der "Beoplay A1" ist in Silber und Moosgrün erhältlich.
Grundausstattung für Gamer
Wie schnell muss meine Internetleitung sein? Und was kostet ein guter Spielemonitor? Computer- und Videospiele versprechen unkompliziertes Loslegen, rundherum gibt es aber viele offene Fragen.
Zum Themendienst-Bericht von Tobias Hanraths vom 31.�Mai 2016: Pr�zise und einsteigerfreundlich: Konsolen-Controller laufen auch am Spiele-PC. 
(Archivbild vom 20.11.2013/Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher.) 
Foto: Andrea Warnecke
Auf die Probe gestellt
As time goes by: Noch vor ein paar Jahren waren Smartphones „the next big thing“, jetzt läuft nichts mehr ohne Smartwatches, wie etwa der „Time Round“ von Pebble. Wir haben das Schmuckstück getestet.
Ein Leben ohne Smartphone? Undenkbar! Das iPhone gibt es erst seit 2007. Einen Alltag ohne den Inbegriff des elektronischen Alleskönners vermögen sich aber nur noch die wenigsten vorzustellen.
App gegen Smartphone-Sucht
Ständig das Smartphone in der Hand? Immer hektisch auf der Suche nach neuen Nachrichten, die nicht da sind? Sofern die Fixierung auf ein Android-Smartphone gerichtet ist, kann die App „Offtime“ helfen.
„Offtime“ gibt es kostenlos für Android im Play Store.