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Mitspieler statt Außenseiter
Lifestyle 2 Min. 14.04.2015 Aus unserem online-Archiv
Zocken auf Mac- und Linux-Rechnern

Mitspieler statt Außenseiter

Downloadplattformen wie Steam oder GOG haben immer mehr Titel auch für Linux und Mac im Angebot.
Zocken auf Mac- und Linux-Rechnern

Mitspieler statt Außenseiter

Downloadplattformen wie Steam oder GOG haben immer mehr Titel auch für Linux und Mac im Angebot.
Foto: Andrea Warnecke
Lifestyle 2 Min. 14.04.2015 Aus unserem online-Archiv
Zocken auf Mac- und Linux-Rechnern

Mitspieler statt Außenseiter

Bei aktuellen Computerspielen mussten Mac- und Linuxnutzer jahrelang in die Röhre gucken. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Mittlerweile gibt es immer mehr Spiele, die nicht nur unter Windows laufen.

(dpa/tmn) - Wer am Computer ernsthaft spielen will, braucht einen Rechner mit Windows. Vor ein paar Jahren hätte kaum jemand dieser Aussage widersprochen. Spiele für andere Betriebssysteme waren selten und meist teuer. Doch das Bild hat sich gewandelt: Mac- und selbst Linux-Rechner eignen sich gut zum Spielen, sagen Experten.

Technik & Preise

Woran liegt das? Beim Mac war es vor allem eine technische Änderung: Seit 2006 enthalten auch Apples Computer Intel-Prozessoren. Dadurch wurden sie für Spieler und Entwickler attraktiv.

Bei Linux war nicht die Technik entscheidend für den Spiele-Aufschwung, sondern Steam. Für Windows ist die Downloadplattform von Valve Marktführer beim digitalen Vertrieb von Spielen. Seit 2013 gibt es die Software auch für Linux. Auch auf Apple-Rechnern spielt Steam seit seinem Mac-Start 2010 eine große Rolle.

Inzwischen gibt es neben der Valve-Plattform zahlreiche andere Anbieter für Spiele jenseits von Windows. Dazu zählen zum Beispiel der Klassiker- und Indie-Spezialist GOG.com oder Humble Bundle. Der Onlineshop GameAgent hat sich sogar auf Mac- und Linux-Software spezialisiert. Auch Apple selbst bietet im Mac-App-Store Spiele an. 

Viele neue Spiele - hier "Sid Meier's Starships" - erscheinen mittlerweile auch für den Mac.
Viele neue Spiele - hier "Sid Meier's Starships" - erscheinen mittlerweile auch für den Mac.
Foto: Andrea Warnecke

Durch die Download-Anbieter hat sich aber nicht nur das Angebot vergrößert, auch die Preise sind gesunken. Bei Steam und einigen anderen Anbietern erhält man beim Kauf der einen Version in der Regel auch die für andere Betriebssysteme dazu - ein Vorteil für Nutzer, die umsteigen wollen oder mehrere Computer verwenden.

Nachteile

Ganz frei von Problemen ist das Spielen abseits von Windows aber nicht. Macs bieten zwar leistungsfähige Technik, lassen sich dafür aber kaum aufrüsten. Ärger kann es auch mit den wichtigen Treibern geben, zum Beispiel für die Grafikkarte. Nutzer von Windows- und Linux-Rechnern können sie von Hand auf den neuesten Stand bringen.

Unter OS X ist das anders: Apple integriert neue Grafiktreiber in das Systemupdate, erreicht dabei aber nie die Frequenz der Grafikkarten-Hersteller. Der Tempounterschied sei heute aber längst nicht mehr so schlimm wie früher, so der Mac-Experte. Und viele populäre Spielegenres sind ohnehin nicht so hardwarehungrig.

Wer darauf trotzdem nicht verzichten will, kann Windows auch auf einem Mac installieren und zwischen den Systemen wechseln - Boot Camp sei Dank. Linux und Windows auf dem selben Rechner laufen zu lassen, ist ebenfalls kein Problem. Virtualisierungslösungen wie Wine oder Parallels Desktop, bei denen die Betriebssysteme gleichzeitig laufen, sind jedoch keine Lösung für Spieler. Denn die Virtualisierung verschlingt schon so viel Rechenleistung, dass für die Spiele nicht genug übrig bleibt.

Die Zukunft

In Zukunft könnte Linux als Spiele-Plattform sogar noch wichtiger werden - das liegt einmal mehr an Valve. Das Unternehmen entwickelt mit SteamOS ein eigenes Betriebssystem auf Linux-Basis.

SteamOS ist aber nicht zuerst für Notebooks und Desktop-PCs gedacht, sondern eher für die sogenannten Steam Machines - konsolenähnliche Spielemaschinen für das Wohnzimmer. Sollten sie sich durchsetzen, erscheinen künftig wohl noch mehr Spiele für Linux. Die ersten Steam Machines sollen im November 2015 in den Läden stehen.


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