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Mini-Soundwunder
Lifestyle 4 Min. 11.08.2019

Mini-Soundwunder

Klein, klangstar und überall dabei ...

Mini-Soundwunder

Klein, klangstar und überall dabei ...
Foto: Bose
Lifestyle 4 Min. 11.08.2019

Mini-Soundwunder

Wenn der Pool plätschert und der Grill glüht, fehlt zum Partyglück unter freiem Himmel eigentlich nur noch die passende Beschallung.

von Torsten Könekamp

Bluetooth-Lautsprecher bringen Musik, Podcasts und Hörbücher vom Smartphone ans Ohr – egal ob am Badesee oder in der Küche. Doch Box ist nicht gleich Box, wie sich im Test zeigt: Es gibt Unterschiede im Hinblick auf Akkulaufzeit, Ausstattung und Klang – aber auch in puncto Preis.

Zunächst die schlechte Nachricht: Die Traumkombination aus leichtem Gewicht und gigantischem Sound gibt es leider nicht. Den kleinen und leichten Boxen fehlt der Platz für große Membranen und Resonanzraum. So schneiden die leichten, kleinen Modelle durchweg beim Sound schlechter ab als Modelle mit größerem Klangkörper – die natürlich auch schwerer ausfallen – immerhin mit bis zu 1 000 Gramm.


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Vorteil der Minilautsprecher

Mit weniger als 300 Gramm sind kleine Bluetooth-Boxen unterwegs keine Last und mit Preisen zwischen 50 und 130 Euro sind sie zudem auch bezahlbar. Dabei gibt es bei den kleinen Boxen eine besondere Herausforderung: Weil Bluetooth-Lautsprecher Musik zum Mitnehmen machen, müssen sie auch im Freien die Sterne vom Himmel spielen und von der Seite oder aus einigen Metern Abstand noch gut zu hören sein.

Im Außeneinsatz und auch zu Hause muss eine Mobilbox zudem einiges aushalten. Entsprechend streng waren die Prüfungen: Alle Lautsprecher wurden beispielsweise beim Test im Lenkerkorb beim Radfahren ordentlich durchgeschüttelt und sie mussten einen Falltest aus Tischhöhe (ungefähr einen Meter) überstehen. Alle Boxen haben die beiden Herausforderungen bestanden.

Ebenfalls wichtig war auch die Regenfestigkeit der Lautsprecher. Die Geräte mussten fünf Minuten Berieselung überstehen. Und wer hätte das gedacht: Das gelang selbst den Geräten, die nicht ausdrücklich als wasserfest beworben werden.

Kleines und kräftiges Leichtgewicht

Sony „SRS XB01“, um 30 Euro.
Sony „SRS XB01“, um 30 Euro.
Foto: Hersteller

Bislang stellte der „SRS XB10“ den kleinsten Vertreter aus Sonys Bluetooth-Lautsprecher-Line-up dar, doch nun wird dieser vom noch kleineren „SRS XB01“ unterboten, der leider in einer minderwertig wirkenden Verpackung ausgeliefert wird. Das Gerät selbst besteht aus Hartplastik und ist mit knapp 160 Gramm recht leicht. Klanglich ist der XB01 etwas dünn, dennoch kann er mit einer relativ ausgewogenen Klangwiedergabe überzeugen. Wer also einen ultraportablen Bluetooth-Lautsprecher sucht und ein sehr begrenztes Budget hat, für den könnte der „Sony XB01“ durchaus einen Blick wert sein. Akkulaufzeit: bis zu sechs Stunden bei moderater Lautstärke.

Schönling mit Leistungskraft

B&0 „BeoPlay P2“, um 130 Euro.
B&0 „BeoPlay P2“, um 130 Euro.
Foto: Hersteller

Mit 8 x 14 Zentimetern ist der „BeoPlay P2“ von Bang & Olufsen kaum größer als ein Smartphone und mit 2,8 Zentimetern auch nicht übermäßig dick. Dank großzügig abgerundeter Ecken passt er gut in jede Hosentasche. Das Gehäuse ist gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Zwischen seinem gelochten Alu-Deckel und der Kunststoff-Rückseite bringt B&O eine Menge Technik unter: Ein fünf Zentimeter großer Tieftöner und ein Hochtöner versprechen ausgewogenen Klang. Beide Lautsprecher haben eigene Verstärker. Den Strom liefert ein Lithium-Polymer-Akku, der Hersteller verspricht bis zu zehn Stunden Laufzeit. Gewicht: 275 Gramm – nicht viel für die Größe.

Mini-Box mit Maxi-Klang

Bose „SoundLink Micro“, um 80 Euro.
Bose „SoundLink Micro“, um 80 Euro.
Foto: Hersteller

Bose zeigt mit dem „SoundLink Micro“, wie erstaunlich voluminös und kräftig ein winziger Lautsprecher klingen kann. Bässe sind bis halbe Maximallautstärke kräftig, recht tief und präzise. Auch Höhen spielt das Gerät detailreich und mit guter Auflösung, Mitten weitgehend neutral und unauffällig. Bei wandnaher Aufstellung klingt der Bass deutlich voller. Bei hoher Lautstärke weicht der Bass allerdings schnell auf, Höhen und Mitten bleiben derweil unkritisch. Insgesamt stiehlt der Bose-Zwerg selbst größeren Bluetooth-Boxen die Show. Eine Wucht ist auch der Akku: Bei 75 Dezibel hielt das 289 Gramm leichte Gerät statt der versprochenen sechs ganze 20 Stunden und 50 Minuten durch.

Ein robustes Teufelsgerät

Teufel „Rockster Go“, um 130 Euro.
Teufel „Rockster Go“, um 130 Euro.
Foto: Hersteller

Der neue Teufel „Rockster Go“ ist klein – mit einer Breite von 21 Zentimetern passt die Mini-Box noch gut ins kleine Gepäck, das Gewicht von 760 Gramm ist erträglich. Welchen Nutzen die mitgelieferte Handgelenkschlaufe hat, erschließt sich dem Nutzer allerdings nicht. Eine gummierte Unterseite sorgt für sicheren Stand auf glatten Flächen, da rappelt und dröhnt nichts. Auch die Oberseite ist aus Gummi, da darf ruhig Regen draufprasseln und Bier drüberlaufen. Die Akkulaufzeit bei 60 Dezibel ist mit 23 Stunden gut, für eine so kompakte Box ein ordentlicher Wert. Natürlich gibt's die übliche Klinkenbuchse als Stereoeingang, außerdem einen USB-Anschluss, um den Akku zu laden.

Kleines Gerät zum günstigen Preis

JBL „Clip 3“, um 50 Euro.
JBL „Clip 3“, um 50 Euro.
Foto: Hersteller

Bei kleinem Budget ist der 211 Gramm leichte JBL „Clip 3“ eine gute Alternative. Er kommt auf 26 Stunden Laufzeit bei 60 Dezibel und läuft immerhin 4,5 Stunden bei voller Lautstärke. Der JBL macht vieles besser als sein Vorgänger und ist dank kompakter Maße und integriertem Karabinerhaken ein hervorragender Outdoor-Begleiter. Ein weiteres Plus: das wasserdichte (Schutzklasse IPX7) und robuste Gehäuse. So übersteht der JBL auch Rafting-Touren oder einen Sturz in den Pool. Der Klang ist generell gut, allerdings sollte man aufgrund der Minimaße keine wuchtigen Bässe erwarten. Der wiederaufladbare Lithium-Ionen-Akku hat eine Leistung von 1 000 Milliampere.


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