Mini John Cooper Works Clubman

Kompaktsportler mit Mehrwert

Das Topmodell der Clubman-Familie wartet mit typischen John-Cooper-Works-Designmerkmalen auf.
Das Topmodell der Clubman-Familie wartet mit typischen John-Cooper-Works-Designmerkmalen auf.
Foto: BMW Group

von Marc Bourkel

Die Frage, ob der Mini Clubman wirklich noch ein Mini ist, kann bereits nach wenigen Kilometern mit dem John Cooper Works Clubman mit einem eindeutigen Ja beantwortet werden. Der Brite ist nämlich trotz seiner doch recht stattlichen Abmessungen eine Rennsemmel erster Güte und ein mehr als würdiges Mitglied der großen Mini-Familie.

Verantwortlich dafür zeichnet vor allem der Antrieb des Clubman-Topmodells: eine erstmalige, aber mehr als gelungene Kombination aus dem aktuellen für die John-Cooper-Works-Modelle entwickelten 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner und der neuen Generation des bewährten ALL4-Allradantriebs.

In 6,3 Sekunden auf Tempo 100

Der Vierzylinder mit TwinPower-Turbo-Technologie leistet 170 kW (231 PS) bei 5 000 bis 6 000 U/min – das sind 29 kW (39 PS) mehr als beim Mini Cooper S Clubman. Der John Cooper Works Clubman kommt damit auf ein Leistungsgewicht von 8,7 bzw. 8,8 Kilogramm pro Kilowatt. Das maximale Drehmoment von 350 Nm liegt zwischen 1 450 und 4 500 U/min an und sorgt damit für ordentlichen Durchzug und mehr als souveräne Kraftentfaltung.

Tempo 100 erreicht der Mini John Cooper Works Clubman in 6,3 Sekunden, und zwar sowohl mit dem serienmäßigen Sechs-Gang-Schaltgetriebe als auch mit der aufpreispflichtigen Acht-Gang-Steptronic-Automatik. Die Höchstgeschwindigkeit liegt in beiden Fällen bei 238 km/h. Als Normverbrauch nennt die BMW-Tochter 7,4 Liter für den Handschalter und 6,8 Liter für die Automatik-Ausführung. Das entspricht CO2-Emissionswerten von 168 beziehungsweise 154 Gramm pro Kilometer.

Letztere Werte sind allerdings vielleicht mehr noch als bei vielen anderen Fahrzeugen eher theoretischer Natur. In der Praxis erreicht man nämlich relativ schnell zweistellige Verbrauchswerte – vor allem dann, wenn man sich vom sportlichen Charakter des John Cooper Works Clubman verführen lässt, was schon mal leicht passieren kann.

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In Sachen Agilität steht der sportlichste aller Clubman den kleineren John-Cooper-Works-Vertretern quasi in nichts nach. Die größeren Abmessungen und das höhere Leergewicht fallen bei der Kurvenhatz nur minimal ins Gewicht. Maximal ist dafür der praktische Nutzen des John Cooper Works Clubman. Der vollwertige Viersitzer – zu dritt wird es hinten doch etwas eng – wartet mit dem gleichen Raumangebot auf wie die übrigen Clubman-Varianten und eignet sich mit einem Kofferraumvolumen von bis zu 1 250 Liter – bei umgeklappter Rückbank und dachhoher Beladung – auch für größere Transportaufgaben oder längere Reisen.

Gegen den optisch eigenständig auftretenden John Cooper Works Clubman spricht eigentlich nur sein Preis. Mit einem Grundpreis von 36 400 Euro ist er immerhin 6 700 Euro teurer als der mit 141 kW (192 PS) auch nicht gerade untermotorisierte Cooper S Clubman. Der von uns gefahrene John Cooper Works Clubman brachte es mit einigen Extras sogar auf knapp 48 000 Euro ...