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Mini Electric und JCW GP: der Leise und das Biest
Lifestyle 2 Min. 16.10.2020

Mini Electric und JCW GP: der Leise und das Biest

Der Mini Electric soll nachhaltige Mobilität mit Fahrspaß verbinden.

Mini Electric und JCW GP: der Leise und das Biest

Der Mini Electric soll nachhaltige Mobilität mit Fahrspaß verbinden.
Foto: BMW Group
Lifestyle 2 Min. 16.10.2020

Mini Electric und JCW GP: der Leise und das Biest

Marc BOURKEL
Marc BOURKEL
Der elektrische Mini Cooper SE - auch noch Mini Electric genannt - und der besonders sportliche Mini John Cooper Works GP verdeutlichen die Vielseitigkeit der BMW-Tochter auf eindrucksvolle Art und Weise.

Sie sind zwei ziemlich ungleiche Brüder und doch beide typisch Minider Mini Electric und der Mini John Cooper Works GP. Während der offiziell Cooper SE genannte Stromer vor allem mit seinem lokal emissionsfreien Antrieb punkten soll, steht beim stärksten und schnellsten jemals für den Straßenverkehr zugelassenen Modell der britischen Traditionsmarke vor allem das Thema Fahrspaß im Mittelpunkt. Wir konnten beide Fahrzeuge jüngst unmittelbar nacheinander fahren und uns dabei von deren unterschiedlichen Charaktereigenschaften überzeugen.


Mini Cooper SE
Mini Cooper SE: Abgasfreies Kultmobil
Zu seinem 60. Geburtstag beschenkt sich Mini mit dem Stromer Cooper SE - und hält dabei nicht nur am Namen, sondern auch am gewohnten Aussehen fest.

Los ging es mit dem 135 kW (184 PS) starken Mini Electric, der bei Bedarf mühelos und flüsterleise in 7,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h spurtet und zudem auch das für Mini typische Gokart-Feeling vermittelt. Allzu oft sollte man das sportliche Potenzial des Deutsch-Briten jedoch nicht abrufen, da dies doch sehr zu Lasten der Reichweite geht.

Sparspaß statt Fahrspaß

Laut Mini soll der 32,6-kWh-Lithium-Ionen-Akku des kleinen Stromers – netto stehen davon 28,9 kWh zur Verfügung – eine Reichweite von 235 bis 270 Kilometer ermöglichen. Bei zurückhaltender Fahrweise und idealen äußeren Bedingungen erscheint diese Angabe durchaus realistisch.

Auf einer 94 Kilometer langen Tour von Bonneweg in Richtung Landesnorden und wieder zurück ermittelte der Bordcomputer unseres Testwagens einen Verbrauch von gerade einmal 10,2 kWh Strom pro 100 Kilometer. Der Mini Electric blieb damit deutlich unter dem offiziellen Wert von 14,8 bis 16,8 kWh Strom pro 100 Kilometer. Um einen derart niedrigen Verbrauch zu erzielen, muss man den Dreitürer allerdings schon äußerst behutsam bewegen.

Echter Fahrspaß kommt bei einer solchen Tour natürlich eher selten auf, dafür aber eine Art Sparspaß – vor allem beim Versuch, den Verbrauch unter die 10-kWh-Marke zu drücken, was gegen Ende der Testfahrt sogar kurzzeitig gelang. Die abschließenden Autobahnkilometer waren jedoch Gift für besagtes Vorhaben.

Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass der Mini Cooper SE – nicht zuletzt auch dank seiner guten Rekuperationseigenschaften – ein Kleinwagen mit echtem Sparpotenzial ist. Bei unserer Abfahrt betrug die Reichweite laut Bordcomputer 164 Kilometer, bei unserer Rückkehr hätten wir trotz 94 zurückgelegten Kilometern theoretisch noch 134 Kilometer fahren können.

Mehr Mini-Feeling geht kaum

Beim betont sportlich auftretenden Mini John Cooper Works GP sollte man dafür idealerweise erst gar nicht auf den Verbrauch achten. Denn auch wenn die BMW-Tochter einen durchaus akzeptablen Normwert von 7,3 Liter je 100 Kilometer verspricht, will beziehungsweise kann man diese Marke im Alltag eigentlich gar nicht erreichen. Schließlich ist das Topmodell der Mini-Baureihe primär auf Performance ausgelegt.

Diskretion Nebensache: der Mini John Cooper Works GP.
Diskretion Nebensache: der Mini John Cooper Works GP.
Foto: BMW Group

Dafür verantwortlich zeichnen neben dem 225 kW (306 PS) starken 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbomotor – das sind immerhin 55 kW (75 PS) mehr als beim Mini John Cooper Works – unter anderem auch das auf der Nordschleife des Nürburgrings abgestimmte Fahrwerk sowie die hinsichtlich Leichtbau, Verwindungssteifigkeit und Aerodynamik optimierte Karosserie. Alles Zutaten, die das GP-Modell zum Rennsportler unter den Kleinwagen mutieren lassen, was sich nicht zuletzt in beeindruckenden Fahrleistungen niederschlägt. So sprintet der Mini John Cooper Works GP in 5,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht in der Spitze 265 km/h.

Aber auch weit unterhalb der Höchstgeschwindigkeit bietet die kleine Rennsemmel Fahrspaß pur, und zwar auf jedem einzelnen Kilometer. Mehr Mini-Feeling geht kaum. Doch es gibt einen entscheidenden Wermutstropfen: Der weltweit auf 3 000 Einheiten limitierte John Cooper Works GP ist längst ausverkauft.

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