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Mercedes-Benz S-Klasse: Das Beste oder nichts
Lifestyle 3 Min. 24.07.2017

Mercedes-Benz S-Klasse: Das Beste oder nichts

Mercedes-Benz hat die S-Klasse optisch nur behutsam weiterentwickelt. Der Fortschritt steckt vor allem unter der schicken Karosserie.

Mercedes-Benz S-Klasse: Das Beste oder nichts

Mercedes-Benz hat die S-Klasse optisch nur behutsam weiterentwickelt. Der Fortschritt steckt vor allem unter der schicken Karosserie.
Foto: Daimler
Lifestyle 3 Min. 24.07.2017

Mercedes-Benz S-Klasse: Das Beste oder nichts

Manon KRAMP
Manon KRAMP
Die Mercedes-Benz S-Klasse ist die meistverkaufte Luxuslimousine der Welt. Da die Konkurrenz jedoch nicht schläft, hat Mercedes-Benz sein Flaggschiff jetzt umfangreich renoviert.

von Marc Bourkel

Die Mercedes-Benz S-Klasse ist die mit Abstand meistverkaufte Luxuslimousine der Welt. Da die Konkurrenz jedoch nicht schläft, hat Mercedes-Benz sein Flaggschiff jetzt umfangreich renoviert. Rund 6 500 Teile seien erneuert oder überarbeitet worden, so die Stuttgarter.

Von der aktuellen, vor rund vier Jahren eingeführten S-Klasse konnte Mercedes-Benz bis dato deutlich mehr als 300 000 Einheiten verkaufen. Seit dem Debüt der Baureihe im Jahr 1972 wurden weltweit knapp vier Millionen Exemplare an Kunden aus der ganzen Welt ausgeliefert. Damit in den kommenden Jahren noch mindestens einige Hunderttausend Fahrzeuge hinzukommen, erhält die S-Klasse jetzt in erster Linie neue Motoren, schlauere Assistenzsysteme und neue Elektronik für noch mehr Komfort – mit dem recht bescheidenen Anspruch, „das beste Automobil aller Zeiten“ zu sein.

Dass an der S-Klasse rund 6 500 Bauteile ersetzt oder modifiziert worden sein sollen, sieht man der wie gehabt in zwei Karosserielängen verfügbaren Luxuslimousine – 5 125 bzw. 5 255 Millimeter – nicht unbedingt an. Das Design wurde zwar ein wenig geschärft, doch der wahre Fortschritt findet bei der S-Klasse vor allem unter der schicken Karosserie statt, und hier insbesondere unter der langen Motorhaube.

Auf Benzinerseite wären da als Neuheiten der 3,0-Liter-Reihensechszylinder S 450 mit 270 kW (367 PS) Leistung und einem maximalen Drehmoment von 500 Nm sowie der 345 kW (469 PS) starke V8-Biturbo S 560 (Drehmomentmaximum: 700 Nm), der dank einer Zylinderabschaltung zu den sparsamsten Achtzylindern überhaupt gehört ( Normverbrauch: 9,3 Liter je 100 Kilometer). Der S 560 löst den S 500 ab, der künftig nicht mehr mit acht, sondern mit lediglich sechs Zylindern vorfährt – in Luxemburg aber nicht. Hier soll der S 500 erst gar nicht mehr angeboten werden. Sehr wohl jedoch das V12-Modell S 600 mit 390 kW (530 PS) Leistung und einer Drehmomentspitze von 830 Nm, wie auch die Mercedes-AMG-Modelle S 63 und S 65 mit 450 kW (612 PS) starkem 4,0-Liter-Achtzylinder bzw. 463 kW (630 PS) leistendem 6,0-Liter-V12.

Mercedes-Benz spricht von der Zukunft des Diesels

Auch wenn der Diesel aktuell bei Mercedes-Benz eher ein Reizwort ist, war davon diese Woche bei der Fahrvorstellung kaum etwas zu spüren. Ganz im Gegenteil: Während andere Hersteller den Selbstzünder langsam zu Grabe tragen, herrscht in Stuttgart in Sachen Diesel Aufbruchstimmung. Den neuen als S 350 d und S 400 d lieferbaren 3,0-Liter-Reihensechszylinder bezeichnet Mercedes-Benz gar „als Zukunft des Diesels“. Fakt ist, dass der S 400 d mit seinen 250 kW (340 PS) und einem Drehmomentmaximum von 700 Nm der stärkste Pkw-Seriendiesel ist, den die Stuttgarter je konstruiert haben. Sein Normverbrauch soll bei 5,2 Liter je 100 Kilometer liegen. Als S 350 d leistet der Sechszylinder 210 kW (286 PS).

Das Bedien- und Anzeigekonzept der S-Klasse wurde optimiert.
Das Bedien- und Anzeigekonzept der S-Klasse wurde optimiert.
Foto: Daimler

Stolz ist man bei Mercedes-Benz aber nicht nur auf den neuen Reihensechszylinder-Diesel, sondern auch auf die neuen oder weiterentwickelten Assistenzsysteme, die einen weiteren großen Schritt hin zum autonomen Fahren seien, so die Stuttgarter. So unterstützen der aktive Abstandsassistent Distronic und der aktive Lenkassistent den Fahrer jetzt noch komfortabler, etwa dadurch, dass die Geschwindigkeit nun in Kurven, vor Kreuzungen oder Kreisverkehren automatisch angepasst wird. Optimiert wurde auch das Bedien- und Anzeigekonzept, beispielsweise durch berührungssensitive Touch-Control-Buttons im neuen Lenkrad.

Apropos Komfort: Zur Wellness-Oase auf Rädern soll die überarbeitete S-Klasse definitiv durch die optionale Energizing-Komfortsteuerung werden. Besagte Sonderausstattung vernetzt verschiedene Komfortsysteme wie Klimatisierung, Ambientelicht, Massage- oder Beduftungsfunktionen und ermöglicht je nach Bedürfnis und Stimmung des Fahrers eine spezielle Wellnessabstimmung. Dadurch sollen das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit während der Fahrt steigen. Ob man den Wellness-Hokuspokus aber wirklich braucht, ist aber sicher Geschmackssache.

Technische Daten

Motoren: vom 3,0-Liter-Reihensechszylinder-Diesel bis zum 6,0-Liter-Zwölfzylinder-Benziner; Leistung: 210 kW (286 PS) bis 463 kW (630 PS); Max. Drehmoment: 500 bis 1 000 Nm; Kraftübertragung: Neun-Gang-Automatik (V12: Sieben-Gang-Automatik), Heck- oder Allradantrieb; Länge x Breite x Höhe: 5 125 x 1 899 x 1 493 (5 255 x 1 899 x 1 491)* Millimeter; Leergewicht: 1 970 bis 2 235 Kilogramm; Kofferraum: 510 bzw. 530 Liter; 0-100 km/h: 3,5 bis 6,0 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h; ECE-Verbrauch: 5,1 bis 11,9 l/100 km; CO2-Ausstoß: 134 bis 279 g/km; Preise: ab 85 293 Euro. *In Klammern: Werte für Langversion


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