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Meisterwerke im Miniformat
Lifestyle 7 2 Min. 23.10.2021
Ausstellung im Cercle Cité

Meisterwerke im Miniformat

Eines der Highlights der Ausstellung: eine titellose Brosche von Robert Rauschenberg aus dem Jahr 1990.
Ausstellung im Cercle Cité

Meisterwerke im Miniformat

Eines der Highlights der Ausstellung: eine titellose Brosche von Robert Rauschenberg aus dem Jahr 1990.
Foto: Luc Deflorenne
Lifestyle 7 2 Min. 23.10.2021
Ausstellung im Cercle Cité

Meisterwerke im Miniformat

Michael JUCHMES
Michael JUCHMES
Von Man Ray über César bis Picasso: Mehr als 100 Schmuckstücke bekannter Künstler werden derzeit im Ratskeller des Cercle Cité in Szene gesetzt.

Kennern sind sie natürlich ein Begriff: die komprimierten Autowracks von César, die avantgardistischen Fotografien von Man Ray oder auch die Skulpturen und Performance-Auftritte von Rebecca Horn. Selbst Einwohner der Hauptstadt, die sich als wenig kunstaffin bezeichnen, sind mit Werken im öffentlichen Raum konfrontiert, etwa mit der kunterbunten Skulptur von Niki de Saint Phalle in der Innenstadt.

All diese Künstler haben Werke von Wert geschaffen – meist im Großformat. Doch auch kleine Preziosen sind aus ihren Werkstätten oder aus ihren Gedanken entsprungen und teils mit Hilfe von Spezialisten zum Leben erweckt worden: Schmuckstücke, denen ab heute das Cercle Cité eine Ausstellung widmet.

Diane Venet liebt alle Stücke ihrer Sammlung - sie kauft nur die Objekte ein, die ihr auch wirklich gefallen.
Diane Venet liebt alle Stücke ihrer Sammlung - sie kauft nur die Objekte ein, die ihr auch wirklich gefallen.
Foto: Luc Deflorenne

Die Objekte der Ausstellung „Bijoux d'Artistes, de Picasso à Koons“ – zu sehen bis 23. Januar – stammen allesamt aus dem Privatbesitz der Französin Diane Venet. Ihre Sammelleidenschaft wurde ausgelöst durch ihren zweiten Ehemann, den Künstler Bernar Venet, der ihr ein Stück Silber um den Finger wickelte und damit ein Feuer entfachte, das bis heute brennt. Auch eines ihrer ersten Stücke – eine günstig erworbene Brosche des Pop-Art-Künstlers Roy Lichtenstein – weckte ihr Interesse an den Objekten, die sie selbst als Kunst und nicht als gewöhnlichen Schmuck definiert.


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Von Calder bis Koons

Die Kollektion besteht aus rund 230 Stücken, die, wie Diane Venet betont, auch alle von ihr getragen werden. Mehr als 100 der Preziosen sind nun im Ratskeller zu sehen, darunter Objekte von wahren Stars der Szene aus allen Epochen der modernen und zeitgenössischen Kunst, von Pablo Picasso über Louise Bourgeois bis hin zu Alexander Calder, der anders als viele seiner Kolleginnen und Kollegen Schmuck als Teil seines Oeuvres ansah.

Viele der Kunstschaffenden bleiben auch im Kleinformat ihrem Stil treu. Dies beweist etwa Jeff Koons, der eine seiner Ballonfiguren, einen Hasen, zu einem Anhänger umformte und die ikonische XXL-Figur zu einem beinahe alltäglich wirkenden Miniobjekt umwandelte. 

Welches der Ausstellungsobjekte ihr besonders am Herzen liegt? Das kann Diane Venet beim besten Willen nicht beantworten: „Alle sind meine Lieblingsstücke“, denn alles, was sie ankauft – oder auch als Geschenk erhält und in die Sammlung aufnimmt – sieht sie als Meisterwerk an. 

Einige der Miniobjekte entstanden sogar in Zusammenarbeit mit Künstlern oder Künstlerinnen, andere als eine Form von Auftragsarbeit – so etwa ein Ring des franco-luxemburgischen Künstlerduos Martine Feipel und Jean Bechameil. Dieser wurde eigens für die Ausstellung im Großherzogtum angefertigt – und erhält gemeinsam mit ersten Skizzen und Modellen einen besonderen Platz in den Ausstellungsräumlichkeiten.

Ausstellung „Bijoux d'Artistes, de Picasso à Koons - La collection idéale de Diane Venet“ im Ratskeller des Cercle Cité, bis 23. Januar 2021, täglich 11 bis 19 Uhr, Gratisführung jeden Samstag um 15 Uhr, der Eintritt ist frei, cerclecite.lu

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