Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Mehr innere Werte für die neue S-Klasse
Lifestyle 1 5 Min. 29.05.2021

Mehr innere Werte für die neue S-Klasse

Auch in ihrer jüngsten Neuinterpretation bleibt die S-Klasse die Speerspitze der technologischen Entwicklung.

Mehr innere Werte für die neue S-Klasse

Auch in ihrer jüngsten Neuinterpretation bleibt die S-Klasse die Speerspitze der technologischen Entwicklung.
Foto: Daimler AG
Lifestyle 1 5 Min. 29.05.2021

Mehr innere Werte für die neue S-Klasse

Marc WILLIERE
Marc WILLIERE
Während sich das Äußere der Limousine kaum verändert hat, wollen die Ingenieure mit Neuheiten im Interieur überzeugen.

Es gibt Autos, die allein schon durch ihre ausgefallene Formgebung Aufmerksamkeit erregen. In diese Kategorie gehört die S-Klasse von Mercedes-Benz mit ihrer betont klassischen Karosserie zwar nicht unbedingt. Und dennoch schindet das Stufenheckmodell immer und überall Eindruck. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass seine zeitlose Schlichtheit auf Anhieb mit dem assoziiert wird, was nicht direkt sichtbar ist. Seine inneren Werte hatten und haben es in der Tat in sich. Und so bleibt die S-Klasse auch in ihrer jüngsten Neuinterpretation eine beachtenswerte Ausnahmeerscheinung.

Weil die Stuttgarter ihren Kunden Innovation und Qualität wie noch nie zuvor bieten wollten, haben sie am äußeren Erscheinungsbild der meistverkauften Luxuslimousine der Welt bis auf einige wenige Details eigentlich kaum etwas verändert. Nur der Kühlergrill ist größer geworden und die Scheinwerfer schmaler. Und der Stern thront weiter wie gehabt vorne auf der Motorhaube. Mit diesem konservativen Look will Mercedes seine treue Kundschaft nicht vergraulen.

Jede Menge Platz

Dass die S-Klasse zudem um jeweils über fünf Zentimeter in der Länge und in der Breite sowie um einen Zentimeter in der Höhe gewachsen ist, fällt nicht auf, dermaßen optisch präsent ist sie ohnehin seit jeher in ihrem unverkennbaren Aussehen. Menschen mit besonders hohem Platzanspruch werden es höchstens im Fond mit noch mehr Kopffreiheit, Beinraum und Ellenbogenbreite merken. Und als ob es im Vorgängermodell nicht schon reichlich Platz gegeben hätte, wächst auch das Kofferraumvolumen um 20 auf 550 Liter.

360 Videos werden hier nicht unterstützt. Wechseln Sie in die Youtube App, um das Video anzusehen.

Richtig viel Neues hat die S-Klasse im Interieur zu bieten. Alle Einzelheiten auch nur ansatzweise beleuchten zu wollen, würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Wohl oder übel müssen wir uns mit einer zugegeben subjektiven Auswahl begnügen.

Wahre Wohlfühloase

Bereits die versenkbaren Türgriffe scheinen die Masse des stattlichen Flaggschiffs widerspiegeln zu wollen, dermaßen kräftig sind sie ausgefallen. Das Lenkrad tut es ihnen gleich und lässt den Fahrer die Größe des Autos regelrecht spüren. Die Sitze laden förmlich zum Platznehmen ein. Für zusätzlichen Komfort sorgt ihr Innenleben mit bis zu 19 Motoren: Sie helfen nicht nur bei der Einstellung der richtigen Sitzposition. Auch eine Vielzahl von Massagefunktionen haben sie im Angebot – auf Wunsch mit passender Begleitmusik und entsprechenden Lichtanimationen gekoppelt.

Im Interieur hat Mercedes-Benz den automobilen Luxus nochmals neu interpretiert.
Im Interieur hat Mercedes-Benz den automobilen Luxus nochmals neu interpretiert.
Foto: Daimler AG

Als stilprägendes Element fällt das breite Zierteil ins Auge, das sich über die Front des Cockpits erstreckt und das komplette Fahrzeuginnere umfließt. Für die Beleuchtung sind nicht weniger als 250 LEDs zuständig; sie erzeugen nicht nur ein Lounge-Gefühl, sondern kommunizieren auch mit dem Fahrer. So leuchtet beispielsweise ein rotes Warnlicht auf, wenn die Hand zum Türgriff geht, aber ein Radfahrer gerade im toten Winkel am Auto vorbeifährt.

Ziemlich futuristisch ist der Tacho – teilweise in 3D. Auf großen Bildschirmen, teils mit OLED-Technologie, erleichtern brillante Ansichten die Steuerung von Fahrzeug- und Komfortfunktionen. Nicht zu übersehen sind die Projektionen des Head-up-Displays auf der Frontscheibe: Ihre Größe wie bei einem 77-Zoll-Bildschirm beeinträchtigt aber die Sicht. Hilfreich sind die virtuell etwa zehn Meter vor der Motorhaube liegenden beweglichen Richtungspfeile.


AutoMoto , Test Volvo XC40 , Elektrofahrzeug, Foto:Guy Jallay/Luxemburger Wort
Fahrbericht Volvo XC40 P8 Recharge
408 Pferdestärken machen den elektrischen Schweden-SUV zum Wolf im Schafspelz. Im Alltag gibt das Auto sich sehr ausgereift.

Kaum zu überbieten ist der Wohlfühlcharakter des Fonds. Es gibt sogar ein beheizbares Zusatzkissen für die Kopfstütze. Zudem erleben die Passagiere hier dasselbe umfangreiche Infotainment- und Komfort-Angebot wie Fahrer und Beifahrer und können darüber hinaus noch Filme schauen oder im Internet surfen. Sie verfügen über bis zu drei Touchscreen-Bildschirme und können Inhalte einfach und schnell mit den anderen Passagieren teilen. Auch die Auswahl und Modifizierung von Navigationszielen sind von den Rücksitzen aus möglich. In der S-Klasse sitzt bekanntlich der Chef meistens hinten – und nicht am Steuer.

Das beeindruckende Fahrerlebnis in der S-Klasse nochmals zu steigern, war den Ingenieuren von Mercedes-Benz ein weiteres wichtiges Anliegen. Dank der optionalen Hinterachslenkung fühlt sich die 5,18 Meter lange Limousine mit dem Stern heute in der Stadt so handlich an wie ein Kompaktwagen. Der Lenkwinkel von bis zu zehn Grad verringert den Wendekreis um bis zu zwei Meter.

Entspannung für den Fahrer

Auch beim automatisierten Fahren auf Level 3 kann das Flaggschiff überzeugen und der Fahrer im Stau entspannen. Bei zähfließendem Verkehr übernimmt es alle wichtigen Funktionen: Gas geben, bremsen, lenken, Abstand halten, sogar innerhalb der Fahrbahn ausweichen. Das gut funktionierende System wurde außerdem mit Features wie Ampel-Erkennung aufgerüstet. Und beim Einparken sieht man das Auto nicht nur von oben in 360-Grad-Optik, sondern sogar von der Seite, so als ob eine Drohne darüber schweben und Echtzeit-Bilder schicken würde.

Aller Elektronik zum Trotz wird die S-Klasse noch konventionell bewegt. Am Start stehen vorerst nur Sechszylinder. Als Benziner leistet die Maschine 320 kW (435 PS), zusätzlich wird sie von einem Starter-Generator mit 16 kW (22 PS) angeschoben. Das Diesel-Aggregat verfügt über 210 oder 243 kW (286 oder 330 PS). Das Drehmoment steigt beim Selbstzünder um 100 auf 600 Newtonmeter. Bei unserer Testfahrt, bei der wir stets souverän unterwegs waren, brauchte der kleine Diesel durchschnittlich 7,5 Liter, ein wirklich guter Wert für das fast 2,1 Tonnen schwere Schlachtschiff, das es bald auch mit Batterie geben wird: Ein Plug-in-Hybrid und eine rein elektrische S-Klasse sollen in Planung sein.

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Zwei Herzen schlagen in der Brust des neuen BMW-Cabriolet: Der bayrische Hersteller hat seinen offenen 8er für sportliche Performance und Langstreckenkomfort konzipiert.
BMW 8er Cabriolet