Mazda3: Eine satte Portion neue Technik
von Marc Willière
Umfassend überarbeitet und aufgewertet präsentiert sich der Mazda3 der dritten Generation für den zweiten Teil seines Lebenszyklus. Neben einem geschärften Außendesign fährt der kompakte japanische Bestseller vor allem mit vielen technischen Verbesserungen vor.
Mit dem Facelift, das Mazda seinem meistverkauften Fahrzeug verpasste – seit der Einführung der ersten Mazda3-Generation 2003 wurden mehr als fünf Millionen Einheiten des Kompakten produziert – wollen die Japaner „einen hochwertigen Qualitätseindruck vermitteln“. Äußerlich fallen die Veränderungen noch bescheiden aus; dafür konzentrierten sich die Ingenieure verstärkt auf die technische Modernisierung.
Mit ihrem stärker konturierten dreidimensionalen Kühlergrill und ihren schmaleren LED-Scheinwerfern, die selbst bei eingeschaltetem Fernlicht den Gegenverkehr nicht blenden, ist die nachgeschärfte Front des fünftürigen Schräghecks und der viertürigen Limousine jetzt noch markanter. Auch am Heck wurde die Schürze neu gestaltet, wodurch das Auto breiter wirkt.
Hochwertigere Anmutung
Der Innenraum punktet mit einer hochwertigeren Anmutung. Das Cockpit wurde weiter auf den Fahrer zugeschnitten, wobei seiner Interaktion mit dem Auto ein besonderes Augenmerk galt. Die Armaturentafel ist optisch auch durch die neue Mittelkonsole zweigeteilt, die zudem mehr Platz dank der Einführung einer elektrischen Parkbremse bietet.
Das neue, griffige Lenkrad mit schmaleren Speichen lässt sich optional beheizen, die neuen Sitze erzeugen dank mehr Kontaktfläche weniger Sitzdruck, und das farbige Head-up-Display bietet alle wichtigen Informationen im Blickfeld des Fahrers.
Neben ausreichender Schulter- und Beinfreiheit garantieren auch das dank neuartiger Kolbendämpfung und Verbrennungssteuerung nochmals verringerte Geräusch- und Vibrationsniveau der Dieselmotoren weiteren Komfort an Bord.
Technik-Highlight im aufgefrischten Mazda3 ist die bereits im Mazda6 verbaute Fahrdynamikregelung G-Vectoring Control. Durch sanfte und unmerkliche Eingriffe in die Motorsteuerung soll sie das Kurvenverhalten verbessern und die Notwendigkeit kleiner Lenkkorrekturen auf gerader Strecke reduzieren. Das Ergebnis ist Mazda zufolge ein gleichmäßiges, präziseres Fahrverhalten, das den Fahrer weniger belastet und den Aufenthalt an Bord komfortabler gestaltet.
Erweitert wurden zudem die aktiven Sicherheitstechnologien. Anstelle der bisherigen Lasertechnik ermöglicht jetzt eine hochauflösende Kamera an der Windschutzscheibe die Erkennung von Verkehrszeichen. Der City-Notbremsassistent ist nunmehr bis 80 (bisher 30) km/h aktiv und erkennt erstmals auch Fußgänger.
Der Funktionsbereich des Pre-Crash-Systems mit aktivem Bremseingriff steigt seinerseits von 145 auf 160 km/h. An Bord hat der Mazda3 zudem einen Spurhalteassistenten mit Lenkunterstützung, einen Spurwechselassistenten inklusive Ausparkhilfe sowie eine Müdigkeitserkennung.
Unverändert bleibt die Motorenpalette. Die beiden Dieselaggregate entwickeln eine Leistung von 77 kW (105 PS) bzw. 110 kW (150 PS). Die drei hochverdichtenden Benzindirekteinspritzer decken ein Leistungsspektrum von 74 kW (100 PS) bis 121 kW (165 PS) ab. Neben dem Sechs-Gang-Schaltgetriebe kann der Mazda3 auch je nach Motor mit einer Sechs-Stufen-Automatik gekoppelt werden. Das Start-Stop-System ist in allen Varianten an Bord.
Der aufgefrischte Mazda3 steht ab Anfang 2017 zu unveränderten Preisen ab 17 879 Euro in den Ausstellungsräumen der Vertragshändler des japanischen Autokonstrukteurs.
TechnischeDaten
Motoren: 1,5- und 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner, 1,5- und 2,2-Liter-Vierzylinder-Diesel; Leistung: 74 kW (100 PS) bis 121 kW (165 PS); Max. Drehmoment: 150 bis 380 Nm; Kraftübertragung: Sechs-Gang-Schalt- bzw. -Automatikgetriebe, Frontantrieb; L x B x H: 4 470 x 1 795 x 1 465 (4 580 x 1 795 x 1 450) Millimeter; Leergewicht: 1 185 bis 1 335 Kilogramm; Kofferraumvolumen: 364 (419) Liter; 0-100 km/h: 8,1 bis 11 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit: 182 bis 213 km/h; ECE-Verbrauch: 3,8 bis 5,1 Liter pro 100 Kilometer; CO2-Ausstoß: 99 bis 129 g/km; Preis: 17 879 bis 26 098 Euro. In Klammern: Werte für die Limousine
