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Mazda CX-30: Elegant in die Lücke
Lifestyle 3 Min. 27.09.2019

Mazda CX-30: Elegant in die Lücke

„Minimalistische Eleganz“: Mazda verzichtet beim knapp 4,40 Meter langen CX-30 auf überflüssige Designspielereien.

Mazda CX-30: Elegant in die Lücke

„Minimalistische Eleganz“: Mazda verzichtet beim knapp 4,40 Meter langen CX-30 auf überflüssige Designspielereien.
Foto: Mazda
Lifestyle 3 Min. 27.09.2019

Mazda CX-30: Elegant in die Lücke

Marc BOURKEL
Marc BOURKEL
Das neue Modell des japanischen Automobilherstellers richtet sich an jene, denen der CX-3 zu klein und der CX-5 zu groß ist.

Mit dem CX-5 und dem kleineren CX-3 ist Mazda seit Jahren äußerst souverän auf dem europäischen SUV-Markt unterwegs. Doch die Japaner wollen sich damit nicht zufriedengeben. Sie haben vielmehr eine vermeintliche Lücke zwischen ihren Erfolgsmodellen entdeckt, die sie jetzt mit dem CX-30 schließen wollen. Dass der Neuling nicht CX-4 heißt, liegt schlicht daran, dass es diesen bereits gibt. Das in China produzierte SUV-Coupé wird derzeit jedoch ausschließlich im Reich der Mitte angeboten.

Doch zurück zum CX-30: Das rund 4,40 Meter lange, knapp 1,80 Meter breite und gerade einmal 1,54 Meter hohe Crossover-SUV auf Mazda3-Basis passt von den Abmessungen ziemlich perfekt zwischen die beiden etablierten Modelle und soll daher insbesondere Käufer ansprechen, denen der CX-3 eventuell eine halbe Nummer zu klein beziehungsweise der CX-5 möglicherweise einen Tick zu groß ist.

Das Platzangebot an Bord des recht schnörkellos, aber durchaus gefällig gezeichneten Japaners – bei Mazda spricht man von „minimalistischer Eleganz“ – ist angesichts dessen kompakter Dimensionen mehr als ordentlich. Verantwortlich hierfür zeichnet nicht zuletzt der großzügige Radstand von rund 2,66 Meter – damit liegt der CX-30 in etwa auf dem Niveau des knapp zehn Zentimeter längeren VW Tiguan. Der Kofferraum fasst zwischen 430 und 1 406 Liter und bietet eine für SUV-Verhältnisse relativ niedrige Ladekante (731 Millimeter).

In puncto Materialauswahl und Verarbeitungsqualität erreicht der CX-30 vor allem in den Topausführungen Premiumniveau.
In puncto Materialauswahl und Verarbeitungsqualität erreicht der CX-30 vor allem in den Topausführungen Premiumniveau.
Foto: Mazda

Bei der Cockpit-Gestaltung haben die Mazda-Ingenieure nicht nur viel Wert auf Ergonomie gelegt, sondern auch bei der Materialauswahl und der Verarbeitungsqualität nichts dem Zufall überlassen. Diesbezüglich braucht sich der CX-30 nicht einmal vor der deutschen Premiumkonkurrenz zu verstecken.

Erster Benzinmotor mit Kompressionszündung

Um den hohen Anspruch seines jüngsten Modells zusätzlich zu untermauern, legt Mazda auch noch einmal bei den Fahrerassistenzsystemen nach. Neu im Angebot sind ein kamerabasierter Aufmerksamkeitsassistent, der Anzeichen von Müdigkeit und Ablenkung erkennen soll, die Frontüberwachung FCTA (Front Cross Traffic Alert), die vor Unfällen an übersichtlichen Kreuzungen schützen soll, und ein erweiterter Stauassistent. Alle drei Systeme sind neben zahlreichen bewährten Helfern bereits ab dem Ausstattungsniveau „Skydrive“ serienmäßig an Bord.


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Fortschrittlich und innovativ geht es auch unter der Motorhaube zu. Dort kommt auf Wunsch der erste Benzinmotor mit Kompressionszündung zum Einsatz. Das sogenannte Skyactiv-X-Aggregat entwickelt eine Leistung von 132 kW (180 PS) bei 6 000 U/min und soll dank der aus dem Dieselbereich bekannten Kompressionszündung – das Triebwerk kann dadurch mit einem sehr mageren Kraftstoff-Luft-Gemisch betrieben werden – die Vorteile eines konventionellen Benziners mit der Effizienz eines Selbstzünders vereinen.

Auch wenn das durch ein MildHybrid-System unterstützte Skyactiv-X-Triebwerk in verschiedenen Fahrsituationen nach höheren Drehzahlen verlangt als ein Diesel, macht es diesen „Nachteil“ spätestens in Sachen Laufkultur und Akustik wett. Auf einer ersten Ausfahrt gönnte sich unser Testwagen mit Frontantrieb und Sechs-Gang-Schaltgetriebe – auf Wunsch gibt es auch Allradantrieb und eine Sechs-Gang-Automatik – laut Bordcomputer 6,2 Liter je 100 Kilometer, was für ein rund 1,5 Tonnen schweres SUV-Modell durchaus in Ordnung ist und in etwa dem WLTP-Verbrauch (5,9 Liter) entspricht.

Abgesehen vom innovativen Skyactiv-X-Aggregat bietet Mazda für den CX-30 auch noch einen 90 kW (122 PS) starken 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner (mit Mild-Hybrid-Unterstützung) und einen 85 kW (116 PS) leistenden 1,8-Liter-Vierzylinder-Diesel an. Beide Motoren bieten ausreichend Kraft, um den CX-30 souverän auf Touren zu bringen, sind jedoch anders als der Skyactiv-X ausschließlich mit Frontantrieb zu haben, wahlweise aber mit Sechs-Gang-Schaltgetriebe oder Sechs-Gang-Automatik. 


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