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Mangel an „Sonnenvitamin“ D lässt Knochen altern
Lifestyle 2 Min. 11.07.2013 Aus unserem online-Archiv

Mangel an „Sonnenvitamin“ D lässt Knochen altern

Vitamin D wird nur in geringen Mengen über die Nahrung aufgenommen.

Mangel an „Sonnenvitamin“ D lässt Knochen altern

Vitamin D wird nur in geringen Mengen über die Nahrung aufgenommen.
Foto: Shutterstock
Lifestyle 2 Min. 11.07.2013 Aus unserem online-Archiv

Mangel an „Sonnenvitamin“ D lässt Knochen altern

Ein Mangel des „Sonnenvitamins“ D lässt Knochen einer Studie zufolge über verschiedene Wege altern - und erhöht damit das Risiko für Brüche.

(dpa) - Ein Mangel des „Sonnenvitamins“ D lässt Knochen einer Studie zufolge über verschiedene Wege altern - und erhöht damit das Risiko für Brüche.

Ursache für den Alterungsprozess sei eine Mineralisationsstörung der Knochen, die durch einen Vitamin-D-Mangel ausgelöst werde, sagte Hauptautor Björn Busse vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Die Studie wird im Fachjournal „Science Translational Medicine“ präsentiert. Der menschliche Körper stellt Vitamin D mit Hilfe der Sonne selbst her. Es wird in geringen Mengen aber auch über die Nahrung aufgenommen.

Knochengewebe wird ständig erneuert und umgebaut. Wird das neu angelegte Gewebe jedoch nicht mineralisiert, belegt das unmineralisierte Gewebe aus Grundsubstanz und Kollagen einen großen Teil der Knochenoberfläche - etwa wie eine Baumrinde den Baumstamm umgibt, wie Busse erklärte. Allerdings hat dieser Versiegelungseffekt beim Knochen keine schützende Wirkung: Er kann dann nur schwer von Knochenzellen erreicht und erneuert werden, weil viel Oberfläche für diesen Prozess fehlt.

„So hat man auf der einen Seite die Mineralisationsstörung, die die Knochenmasse reduziert, und auf der anderen Seite altert der mineralisierte Knochen durch die Versiegelung und verliert an Qualität“, sagte der 37-jährige Bio-Ingenieur. Beide Effekte führten zu einem höheren Risiko für Frakturen.

Auswirkungen auf Knochenqualität

Die Forscher untersuchten Knochenproben von 30 Toten mit aufwendigen Messungen am UKE und an der Universität von Kalifornien in Berkeley. Bei der Hälfte der Proben lag ein Vitamin-D-Mangel vor. Die Wissenschaftler fügten eine Sollbruchstelle in die Knochen ein und belasteten sie schrittweise, um die entstehenden Risse in Echtzeit unter dem Elektronenmikroskop zu beobachten. 3D-Informationen aus Untersuchungen am Elektronensynchrotron in Berkeley wurden Schicht für Schicht ausgewertet. Demnach reduziert ein Mangel an Vitamin D nicht nur die Knochendichte, sondern wirkt sich auch auf die Knochenqualität aus.

Die Bildung von Vitamin D ist von der Sonneneinstrahlung und damit auch von den Jahreszeiten und der Region abhängig.

Vitamin D ist nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) unter anderem in fetthaltigen Fischen wie Lachs, Hering und Makrele sowie in einer deutlich geringeren Konzentration auch in der Leber, in Eigelb und in mit Vitamin D angereicherter Margarine enthalten.