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Luxuriöser Abenteurer
Lifestyle 1 3 Min. 02.05.2017 Aus unserem online-Archiv
Land Rover Discovery

Luxuriöser Abenteurer

Der Land Rover Discovery präsentiert sich in fünfter Generation mit radikal neuem Design – die Stufe im Dach ist jedoch geblieben.
Land Rover Discovery

Luxuriöser Abenteurer

Der Land Rover Discovery präsentiert sich in fünfter Generation mit radikal neuem Design – die Stufe im Dach ist jedoch geblieben.
Foto: Jaguar Land Rover
Lifestyle 1 3 Min. 02.05.2017 Aus unserem online-Archiv
Land Rover Discovery

Luxuriöser Abenteurer

Der Land Rover Discovery sollte einst als eher günstiges Modell die Lücke zwischen dem Defender – damals noch Land Rover – und dem Range Rover schließen. Seinen Lückenfüller-Status hat der von seinen Fans liebevoll Disco genannte Brite jedoch längst abgelegt.

von Marc Bourkel

Bei seiner Markteinführung im Jahr 1989 kam der Land Rover Discovery eher bieder daher. In fünfter Generation ist damit definitiv Schluss. Der neue Disco könnte vom Auftritt und vom Anspruch her fast schon als kleiner Range Rover durchgehen – ohne dass dabei allerdings die typischen Discovery-Tugenden zu kurz kämen. Der auf der Plattform des Range Rover basierende Discovery bleibt nämlich trotz eines deutlichen Premium-Upgrades das flexibelste und vielseitigste aller Land-Rover-Modelle.

Der neue Discovery bricht optisch radikal mit den Vorgängermodellen. Der Stilbruch – bei Jaguar Land Rover spricht man von einem neuen Designansatz – soll dem knapp fünf Meter langen Briten einen betont dynamischen Auftritt verleihen, trifft aber sicherlich nicht jedermanns Geschmack.

Vor allem eingefleischte Disco-Fans könnten sich am modern, fast schon ein wenig überzeichneten Charakter der Neuauflage stören. Eines ist aber auch beim neuen Discovery geblieben, und zwar die Stufe im Dach, die bislang jeden Discovery kennzeichnete und die dafür sorgen soll, dass auch die Insassen in der dritten Sitzreihe reichlich Kopffreiheit genießen.

Denn auch beim neuen Disco setzt Land Rover wieder auf die bewährte „Theaterbestuhlung“, bei der jede Sitzreihe ein wenig höher angeordnet ist als die vor ihr. Der Zugang zur dritten Sitzreihe ist aber trotz der „Auto Access Height“-Technologie – diese sinkt das Karosserieniveau automatisch um bis zu 40 Millimeter ab – nach wie vor etwas beschwerlich.

Besonders stolz ist man bei Land Rover auf das erstmals angebotene „Intelligent Seat Fold“-System. Damit können die – auf Wunsch beheizbaren – Sitze der zweiten und dritten Reihe mit minimalem Aufwand neu konfiguriert, verschoben beziehungsweise um- und aufgeklappt werden, und zwar sogar per Smartphone-App.

Edel und aufgeräumt: das Cockpit des neuen Discovery.
Edel und aufgeräumt: das Cockpit des neuen Discovery.
Foto: Jaguar Land Rover

Bis zu 2 500 Liter Stauraum

Ziemlich einmalig im Segment dürfte auch das Fassungsvermögen des Discovery sein. Bei umgeklappter zweiter und dritter Sitzreihe stehen nämlich 2 500 Liter Stauvolumen bereit, und bei aufgestellter zweiter Sitzreihe immer noch mehr als beachtliche 1 231 Liter. Aber auch darüber hinaus hat der Brite eine Menge Stauraum zu bieten. So gibt es allein in der Mittelkonsole drei Staufächer, in denen sich eine Menge Zeug unterbringen lässt. Besonders pfiffig ist ein hinter dem Bedienfeld der Klimaanlage „verstecktes“ Staufach. Blöd nur, dass Land Rover das als „Geheimfach“ konzipierte Ablagefach durch eine „Open“-Taste auf ziemlich plumpe Art und Weise selbst enttarnt.

Wesentlich cleverer ist da schon der vom Konzernbruder Jaguar F-Pace übernommene Activity Key – ein innovatives Armband, mit dem sich das Fahrzeug verriegeln und der Fahrzeugschlüssel vorübergehend deaktivieren lassen. Letzterer kann somit im Wagen bleiben, während der Fahrer mit dem wasserfesten Activity Key laufen, schwimmen oder reiten geht. Lob verdient auch die Energieversorgung an Bord des Discovery. Dieser verfügt über immerhin bis zu sechs 12-Volt-Anschlüsse und bis zu neun USB-Buchsen.

Die Motorenpalette für den neuen Discovery umfasst zwei 2,0-Liter-Vierzylinder-Diesel, zwei 3,0-Liter-Sechszylinder-Diesel und einen 3,0-Liter-Sechszylinder-Benziner im Leistungsspektrum von 132 kW (180 PS) bis 250 kW (340 PS). Sparsamster Motor ist der 132 kW (180 PS) leistende 2.0 Td4 mit einem Normverbrauch von 6.0 Liter pro 100 Kilometer (CO2-Ausstoß: 159 Gramm pro Kilometer). Dass es für den leer mindestens 2 090 Kilogramm schweren Discovery aber souveränere Antriebsquellen gibt, liegt auf der Hand. Für die Kraftübertragung zeichnet bei allen Triebwerken eine Acht-Stufen-Automatik aus dem Hause ZF verantwortlich.

Auch wenn der Discovery der fünften Generation optisch eher an einen Softroader als an einen echten Offroader erinnert, macht ihm im Gelände so schnell keiner etwas vor. Die Offroad-Fähigkeit wurde gegenüber dem Vorgänger sogar noch einmal verbessert. So wuchs die Bodenfreiheit des Allrounders um 43 auf jetzt 283 Millimeter. Die Wattiefe liegt neuerdings bei 900 Millimetern – das sind immerhin 200 Millimeter mehr als bisher. Auch als Zugfahrzeug bleibt der Discovery eine feste Größe. Er kann wie gehabt bis zu 3,5 Tonnen an den Haken nehmen.

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TechnischeDaten

Motoren: zwei 2,0-Liter-Vierzylinder-Diesel, zwei 3,0-Liter-V6-Diesel und ein 3,0-Liter-V6-Benziner; Leistung: 132 kW (180 PS) bis 250 kW (340 PS); Max. Drehmoment: 430 bis 600 Nm; Kraftübertragung: Acht-Gang-Automatik, Allradantrieb; L x B x H: 4 970 x 2 073 x 1 846 Millimeter; Leergewicht: 2 090 bis 2 230 Kilogramm; Kofferraum: 258 bis 2 500 Liter; 0-100 km/h: 7,1 bis 10,5 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit: 189 bis 215 km/h; ECE-Verbrauch: 6,0 bis 10,9 Liter pro 100 Kilometer; CO2-Ausstoß: 159 bis 254 Gramm pro Kilometer; Preis: ab 49 990 Euro.


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