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Laubbläser und Laubsauger: Viel Schaden, wenig Nutzen
Lifestyle 2 Min. 24.09.2020

Laubbläser und Laubsauger: Viel Schaden, wenig Nutzen

Laubsauger erleichtern zwar die Arbeit von Gartenbesitzern, dafür sind sie aber auch sehr laut und gefährlich für kleine Tiere.

Laubbläser und Laubsauger: Viel Schaden, wenig Nutzen

Laubsauger erleichtern zwar die Arbeit von Gartenbesitzern, dafür sind sie aber auch sehr laut und gefährlich für kleine Tiere.
Foto: dpa
Lifestyle 2 Min. 24.09.2020

Laubbläser und Laubsauger: Viel Schaden, wenig Nutzen

Mit Laubbläsern und Laubsaugern lassen sich Gärten und Freiflächen am Haus im Herbst von abgefallenen Blättern befreien. Eine Anschaffung will jedoch überlegt sein - nicht nur aus finanzieller Sicht.

(dpa) - Bunte Blätter, raschelndes Laub: Der Herbst bietet in Gärten mit Bäumen und Sträuchern ein sinnliches Erlebnis - und ihren Besitzern oft viel Arbeit. Denn nicht jeder mag es, wenn Beete, Wege und Rasen unter einer Laubdecke verschwinden.

Laubbläser und -sauger können dann helfen, Flächen von Herbstlaub zu befreien. „Wer mit einem Laubbläser arbeitet, muss sich nicht bücken und kann schnell viel Laub oder andere Reste im Garten und auf dem Hof bewegen“, sagt Marja Rottleb vom Naturschutzbund (Nabu). Abgesehen davon bietet die technische Lösung aus Sicht der Naturschützerin aber keine weiteren Vorteile - und viele Nachteile.

Arbeitserleichterung zulasten von Tier und Natur

Geräte mit Benzinmotoren gelten als besonders leistungsstark, aber auch als gesundheitsschädigend. „Laubsauger haben keinen Katalysator. Man atmet neben dem aufgewirbelten Feinstaub also auch die Abgase aus dem Motor direkt ein, wenn man das Gerät im Betrieb auf Brusthöhe hält“, sagt Philip Heldt, Referent für Ressourcenschutz.


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Auch der Lärm ist nicht zu unterschätzen. „Mit einem Pegel zwischen 80 und 110 Dezibel ist der Motor so laut wie ein Presslufthammer oder eine Kettensäge.“ Der Verbraucherschützer rät daher, beim Einsatz Schutzbrille, Mund- und Ohrenschutz zu tragen, auch wenn das für Privatpersonen nicht vorgeschrieben sei. Zudem dürfen die Geräte nur zu bestimmten, von der Gemeinde vorgegebenen Zeiten eingesetzt werden.

Der Lärm kann aber nicht nur menschliche Anwohner und Gartennachbarn stören, sondern stresst auch Tiere - insbesondere Vögel. „Besonders in der Brutperiode im Frühjahr sowie im Herbst - der Zeit, in der Tiere eigentlich Energie sparen müssen für den Winter - kann der Lärm sehr schädlich sein“, erklärt Naturschützerin Rottleb.

Laubhaufen sind nicht nur Abfall - heruntergefallenes Laub bietet Igeln und anderen kleinen Säugetieren sowie Insekten, Reptilien und Amphibien einen Unterschlupf für Herbst und Winter.
Laubhaufen sind nicht nur Abfall - heruntergefallenes Laub bietet Igeln und anderen kleinen Säugetieren sowie Insekten, Reptilien und Amphibien einen Unterschlupf für Herbst und Winter.
Foto: dpa

 Mögliche Alternativen sind Laubbläser mit Akku oder Elektroantrieb. „Modelle mit Akku sind leiser, aber leistungsschwächer und sehr teuer. Elektrische Laubbläser sind günstiger, beim Einsatz ist man jedoch an das Kabel gebunden“, sagt Heldt. Er empfiehlt emissionsarme Geräte mit dem Umweltzeichen Blauer Engel oder dem EU-Ecolabel.

Laub im Garten sinnvoll nutzen

Den Experten zufolge sollte das Laub keinesfalls nur als Abfall gesehen werden. „Falllaub ist ein nützliches, kostenfreies Geschenk der Natur. Das Laub sollte im Haus- und Kleingarten lieber sinnvoll genutzt werden, als es ungenutzt zu beseitigen“, sagt Gartenexpertin Sandra von Rekowski. So bietet Laub zum Beispiel Igeln und anderen kleinen Säugetieren, Insekten, Reptilien und Amphibien einen Unterschlupf für Herbst und Winter.


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„Ein Laubhaufen sollte in keinem Garten fehlen“, betont die Gartenexpertin. Diesen sollte man jedoch von Hand mit Rechen, Besen, Harke und Schaufel zusammentragen. Denn der Luftstrom von Laubbläsern kann bis zu 200 Kilometer pro Stunde erreichen und für viele kleine, auf dem Boden lebende Lebewesen wie Insekten, Spinnen, Schmetterlingslarven, Asseln und Tausendfüßer tödlich sein.

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