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Kinofeeling fürs Zuhause: Sonys TV-Duo im Test
Lifestyle 6 Min. 15.02.2021

Kinofeeling fürs Zuhause: Sonys TV-Duo im Test

Ganz schön dünn: Wer das Gerät der „A9 Master Series” verschieben möchte, sollte besser an der Rückwand Hand anlegen.

Kinofeeling fürs Zuhause: Sonys TV-Duo im Test

Ganz schön dünn: Wer das Gerät der „A9 Master Series” verschieben möchte, sollte besser an der Rückwand Hand anlegen.
Foto: Hersteller
Lifestyle 6 Min. 15.02.2021

Kinofeeling fürs Zuhause: Sonys TV-Duo im Test

Ein technisches Dream-Team von Sony verspricht packendes Seh- und Hörvergnügen für die heimischen vier Wände. Wir haben den Selbstversuch gewagt.

Von Matthias Probst

Zunächst einmal: Der folgende Test wird nur rudimentär auf technische Spezifikationen eingehen. Wer es auf die Details abgesehen hat, findet diese auf den verlinkten Seiten zu den jeweiligen Geräten. Viel wichtiger ist es jedoch, wie sich die Zahlen auf dem Datenblatt im Alltag bemerkbar machen. Daher zeigt dieser praktische Ansatz, was Käufer von den Geräten zu erwarten haben.

Was haben wir getestet?

Für unseren Selbstversuch stellte Sony einen OLED-Fernseher der „A9 Master Series“ zur Verfügung. Das 48-Zoll-Gerät ist eines der Top-Modelle aus dem Jahr 2020 (um 2.000 Euro). Hinzu kommt das 3.1-Soundbar-System namens „HT-G700”. Dieses verspricht die Bilder auf dem TV-Gerät in einen akustischen Genuss zu verwandeln. Der Preis laut Hersteller: um 450 Euro.

Wie läuft die Installation ab?

Der Sony-Fernseher ist schnell aufgebaut: Lediglich der Standfuß muss an den Bildschirm geschraubt werden. Dabei fällt auf: Das TV ist sehr flach und bietet kaum Angriffspunkte, um es sachte aus dem Karton zu heben. Das Gefühl, dass hier etwas zu Bruch gehen könnte, ist allgegenwärtig. Dennoch macht das Gerät einen soliden Eindruck, was nicht zuletzt dem fast vier Kilogramm schweren Metall-Standfuß zu verdanken ist.

Schicke Technik: Das schlichte Design fühlt sich in jedem Wohnzimmer heimisch.
Schicke Technik: Das schlichte Design fühlt sich in jedem Wohnzimmer heimisch.
Foto: Matthias Probst

Zudem legt Sony dem Apparat noch Abdeckklappen für die Ein- und Ausgänge an der Rückwand bei. Wer also möchte, kann sämtliche Verkabelungen sauber verdecken und bekommt damit ein schickes Stück Technik ins Wohnzimmer geliefert. 

Die Installation selbst gestaltet sich kinderleicht, sobald das Gerät eingestöpselt wurde – was noch bei älteren Modellen zur Herausforderung werden konnte. Ein Tastendruck auf dem Smartphone genügt, um den A9 mit dem Gerät zu koppeln. Anschließend werden Internet-Zugangsdaten automatisch übertragen und der Apparat ist innerhalb von Sekunden bereit. Besonders interessant: Bei der A9-Reihe ist der Lautsprecher im Bildschirm integriert – das Ganze nennt sich dann Acoustic Surface Audio. 

Zusatzgeräte sind ähnlich leicht anzuschließen – so auch das Sony „HT-G700 3.1 Soundbar“-System. Der japanische Hersteller überlässt es dem Kunden, ob die Soundbar per optischem oder per HDMI-Kabel mit dem TV-Gerät verbunden wird. Den besten Effekt erzielt man, wenn man auf die Verbindung per HDMI-Kabel zurückgreift. Hierbei wird auf den eARC-Ausgang des Fernsehers zugegriffen. Daher ist es auch unverständlich, dass Sony zwar ein optisches Kabel mitliefert, aber auf ein HDMI-Kabel verzichtet. 

Ein passendes HDMI-Kabel ist nicht im Lieferumfang enthalten.
Ein passendes HDMI-Kabel ist nicht im Lieferumfang enthalten.
Foto: Matthias Probst

Steht die Verbindung einmal, kann es direkt losgehen. Die Soundbar koppelt sich nicht nur automatisch mit dem TV-Apparat, sondern baut auch eine kabellose Verbindung zum mitgelieferten Subwoofer auf. Dieser kann daher auch individuell aufgestellt werden und benötigt lediglich eine Steckdose in der Nähe. Für den späteren Klang im Raum darf jeder Nutzer mit dem Standort des Subwoofers experimentieren.

Für wen eignen sich die Geräte?

Grundsätzlich richtet sich die „A9 Master Series“ von Sony an Menschen, die Wert auf Technik legen. Denn: Im Alltag reicht die günstigere LCD-Variante anderer Hersteller vollkommen aus. Der A9 liefert dank der OLED-Technik aber satte, kräftige Farben und richtig dunkle Schwarztöne, die ein LCD-Apparat nicht stemmen kann. Zudem glänzen die Bilder mit einer Detailtiefe, die ebenfalls nur OLED-Geräten vorbestimmt ist.

Auch Sound-Enthusiasten kommen auf ihre Kosten. Mit dem Acoustic Surface Audio realisiert die A9-Reihe einen hervorragenden räumlichen Klang, der auch ohne Zusatzgeräte einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Einzig die Größe bei unserem Testgerät wies das messerscharfe Bild etwas in seine Grenzen: Denn laut der deutschen Stiftung Warentest kommen hohe Auflösungen im Ultra-HD oder 4K-Bereich erst bei einer Bildschirmdiagonale ab 55-Zoll zum Tragen. Da unser A9 lediglich 48-Zoll aufzuweisen hatte, kann über die maximale Auflösung auch nicht geurteilt werden. Auffällig war jedoch, dass selbst auf dem verhältnismäßig kleinen Bildschirm sämtliche optischen Hervorhebungen, wie Texte in Menüs, äußerst gut zu lesen waren.


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Gamer dürfen sich ebenfalls freuen: Dank der HDMI-2.1-Eingänge und einer Bildwiederholungsrate von bis zu 120 Hz spricht der Apparat gerade die neuen Konsolen, wie die Playstation 5 oder die Xbox Series X/S, an. Dadurch entfalten die Spielkonsolen ihre volle Kraft und zaubern teils atemberaubende Szenen auf den Bildschirm. Und: Wer gerne ein paar Apps auf dem Fernsehgerät installieren möchte, hat hier ebenfalls die volle Auswahl – ein starkes Android-System macht es möglich. 

Auch wenn der Sound auf dem A9 bereits richtig stark ist, wird das Klangerlebnis im Verbund mit dem „HT-G700 3.1 Soundbar“-System auf eine ganz neue Ebene gehoben. Faszinierend dabei ist, wie gut Sony damit die verschiedenen Bedürfnisse seiner Zuschauer oder -hörer befriedigt.

Die Sony Soundbar „HT-G700”.
Die Sony Soundbar „HT-G700”.
Foto: Hersteller

Mit der beiliegenden Fernbedienung lassen sich nämlich auf Knopfdruck schnell verschiedene Szenarien durchschalten. Ob nun ein Konzert, ein Actionfilm oder ein Videospiel – für jede Situation gibt es das passende Setting. Selbst an einen Nachtmodus hat Sony gedacht. Dieser Modus regelt alle Geräusche so, dass sie sanfter werden, hebt aber gesprochene Passagen hervor. 

Gibt es Schwachstellen?

Sowohl die „A9 Master Series“ wie auch das „Sony HT-G700 3.1 Soundbar“-System glänzen im Alltag durch ihre Leistung, Optik und Verarbeitung. Aber wo Licht ist, gibt es auch Schatten - auch wenn es Meckern auf hohem Niveau ist: Der OLED-Fernseher sieht auf den ersten Blick zwar sehr schick aus, steht mit seinem Standfuß aber direkt auf dem Boden. Also zwischen dem Bildschirm und der Unterlage, auf der er steht, ist keinerlei Zwischenraum. Dies wird zum Problem, wenn man eine Soundbar davor positioniert. Denn diese verdeckte einige Zentimeter des Bildschirms. Einzige Lösung: Das Gerät muss an die Wand.  

Das Gerät steht mit seinem Standfuß direkt auf dem Boden.
Das Gerät steht mit seinem Standfuß direkt auf dem Boden.
Foto: Hersteller

Keine Beanstandungen gibt es bei der Soundbar. Einzig das fehlende HDMI-Kabel, mit dem sich der Sound an den Fernsehapparat koppeln lässt, vermissten wir schmerzlich. Ansonsten stimmt das Preis-Leistung-Verhältnis.

Fazit

Kann die „A9 Master Series“ gemeinsam mit dem „Sony HT-G700 3.1 Soundbar“-System die Erwartung eines „Kinofeelings für Zuhause“ erfüllen? Nicht ganz – und das liegt lediglich an der Größe, in unserem Fall ein 48-Zoll-Bildschirm. Wäre das Gerät ein wenig größer, gäbe es nichts zu meckern - aber auch für diesen Fall hat Sony vorgesorgt: Die OLED-Geräte der Serien „Master Series AF9“ und „Master Series AG9“ sind mit 55-, 65- oder auch 77-Zoll-Bildschirmen erhältlich (ab 2.500 bzw. 2.700 Euro).

Überraschenderweise fiel es mir am Ende des Tests sehr schwer, das „Sony HT-G700 3.1 Soundbar“-System wieder in eine Kiste zu packen und an Sony zurückzuschicken. Daran hätte ich mich durchaus gewöhnen können. Und ja: Auch die klaren Bilder der „A9 Master Series“ werde ich schmerzlich vermissen.

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