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Kinderräder als Ostergeschenk: Wenn der Hase auf zwei Rädern kommt
Lifestyle 2 Min. 29.02.2016

Kinderräder als Ostergeschenk: Wenn der Hase auf zwei Rädern kommt

Wenn der Osterhase einen Drahtesel im Geschenksack hat freuen sich viele Kinder. Doch die Größe muss stimmen. Stützräder sind dagegen nicht empfehlenswert.

(dpa/tmn) - Kinderfahrräder sind ein beliebtes Ostergeschenk. Auch wenn es die Überraschung verdirbt: Im Idealfall kommt das Kind zum Fahrradkauf mit. Nur so findet man heraus, ob der Nachwuchs mit dem Rad umgehen kann und das Rad zum Kind passt. Der Expertentipp beim Kauf lautet: Auf die Größe und den Einsatzzweck kommt es an.

Die Größe des Fahrrades muss zur Größe des Kindes passen. Die Devise "Da wächst du schon rein!" ist hier fehl am Platz.
Die Größe des Fahrrades muss zur Größe des Kindes passen. Die Devise "Da wächst du schon rein!" ist hier fehl am Platz.
Foto: dpa-tmn

Damit das Kind sicher auf dem Fahrrad sitzt, sollte es mit dem Fußballen gut auf dem Boden stehen können. Die Sitzposition sollte aufrecht sein, der Rücken gerade. Der Lenker muss problemlos einzuschlagen sein. Wenn das Kind nur mit ausgestreckten Armen zu den Griffen kommt oder sich extra vorbeugen muss, ist das Fahrrad noch zu groß und das Kind bekommt Probleme mit der Handhabung. Dann fällt das Fahren schwerer, und es drohen Stürze - Spaß am Radfahren kommt so nicht auf.

Umgekehrt lässt sich recht leicht feststellen, wenn das Kind seinem bisherigen Rad entwachsen ist. Eine einfache Regel sagt: Je mehr sich die Sattelhöhe der Lenkerhöhe annähert, desto näher rückt der Wechsel. Die Sattelstange sollte man auch nicht bis zum letzten Millimeter herausziehen. In der Regel haben Hersteller die maximale Ausziehlänge an der Stange markiert.

Eine Sache der Sicherheit

Hersteller verkaufen spezielle Kinderfahrräder, die mehr Sicherheit bieten sollen. Eine Orientierung gibt die Industrienorm EN ISO 8098. Diese schreibt unter anderem vor, dass das Fahrrad keine scharfen Ecken und Kanten haben darf. Außerdem ist bei den genormten Fahrrädern ein rundum geschlossener Kettenschutz vorgeschrieben. Der soll verhindern, dass sich die Hose in der Kette verhakt und das Kind dadurch stürzt. Generell ist wichtig, dass ein Fahrrad auf kindliche Proportionen hin konstruiert ist. Dazu zählen auch Details wie verkleinerte Bremshebel für die kleineren Kinderhände.

Was die Norm nicht vorschreibt, ist die Beleuchtung. Diese ist auch nicht zwingend nötig, wenn das Kind nur auf dem Gehweg oder eigenem Grundstück fährt - oder mit einem Mountainbike vor allem im Wald und Gelände unterwegs ist. Sobald es aber im Dunkeln fährt, etwa früh auf dem Weg in die Schule, sollte Beleuchtung am Rad sein.

Stützräder wiederum sollen Kindern das Radfahren erleichtern und viele Eltern schwören darauf. Manche Fachleute raten aber von den Balancehilfen ab. Das Kind könne sich mit den Stützen falsches Fahrverhalten angewöhnen und müsse später umlernen, so die Begründung. Die Stützräder reduzierten zudem nur auf ebener Strecke das Sturzrisiko, denn an Bordsteinkanten erhöhe sich die Sturzgefahr eher. Eine Alternative seien Laufräder. Sie würden die Balance fördern und gut aufs Radfahren vorbereiten.


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