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Kia Stinger: Kia fährt den Stachel aus
Lifestyle 3 Min. 05.11.2017

Kia Stinger: Kia fährt den Stachel aus

Das typische Markengesicht, die sogenannte Tigernase, identifiziert auch den Stinger sofort als Kia.

Kia Stinger: Kia fährt den Stachel aus

Das typische Markengesicht, die sogenannte Tigernase, identifiziert auch den Stinger sofort als Kia.
Foto: Kia
Lifestyle 3 Min. 05.11.2017

Kia Stinger: Kia fährt den Stachel aus

Michael JUCHMES
Michael JUCHMES
Kia war bis dato eher für seine einmalige, siebenjährige Garantie und vorwiegend grundsolide Auto-Hausmannskost bekannt. Jetzt überraschen die Koreaner mit dem Stinger, einer beeindruckenden Sportlimousine, die aus der 2011 gezeigten IAA-Studie Kia GT entstanden ist.

von Sully Prud'homme

GT steht bei der 2011er Konzeptstudie für Grand Tourer, und auf diese klassische Bauart fokussierten sich die Ingenieure auch bei der Weiterentwicklung zum Serienmodell Stinger, das jetzt Premiere feiert. Die Sportlimousine, deren Entwurf vom europäischen Kia-Designzentrum in Frankfurt am Main stammt, wurde ausgelegt, um temperamentvolles Fahren auf langen Strecken zu ermöglichen, ohne dabei Disziplinen wie Luxus und Komfort zu vernachlässigen.

Das Resultat ist beeindruckend und spricht alle Instinkte leistungsbegeisterter Fahrer an. Von der schnittigen und eleganten Front mit einer modernen Interpretation des Kia-typischen Tigernasengrills über die schlanken, gewölbten Flanken mit ihren ausgeprägten Schultern und den rein funktionalen Designelementen wie den seitlichen Lufteinlässen in den Frontstoßfängern oder die kiemenartigen Auslässe in den Kotflügeln, das Design strahlt Kraft und athletische Eleganz aus.

Edles Ambiente

Auch der Innenraum überzeugt mit seinem vornehmen Charakter Eine zweigeteilte Zentralkonsole mit einem großen Touchscreen im oberen Bereich und klar gegliederten Bedienelementen des Infotainmentsystems unter großvolumigen Lüftungsdüsen sowie eine Instrumenteneinheit mit einer stilvollen Kombination aus analogen und digitalen Anzeigen hinter einem griffigen Lederlenkrad, eingefasst von einer rundum verlaufenden Zierleiste aus satiniertem Chrom, sorgen für ein angenehmes, edles Ambiente. Großzügige Bein- und Kopffreiheit – zumindest auf den Vordersitzen – sind dem langen Radstand und der tiefen Sitzposition zu verdanken.

Feine Materialien und gute Verarbeitung – im Innenraum des Stinger 
bleiben kaum Wünsche offen.
Feine Materialien und gute Verarbeitung – im Innenraum des Stinger 
bleiben kaum Wünsche offen.
Foto: Kia

Der Stinger verfügt über eine weite Palette an modernen Fahrerassistenzsystemen. Dazu gehören unter anderen etwa die Gegenlenkunterstützung VSM (Vehicle Stability Management), ein Kollisionswarnsystem mit autonomem Notbremsassistenten und Fußgängererkennung, adaptive Geschwindigkeitsregelanzeige, Müdigkeitserkennung und 360-Grad-Kamera für sicheres Manövrieren.

Das Fahrwerk bietet, was die Silhouette des Stinger vermuten lässt: Der Stinger ist serienmäßig mit DSDC (Dynamic Stability Damping Control) ausgestattet, das Dämpfungs- und Handling-Eigenschaften blitzschnell den jeweiligen Fahrverhältnissen anpasst und die vorderen und hinteren Stoßdämpfer unabhängig voneinander härter oder weicher einstellt. Dabei kann der Fahrer fünf verschiedene Fahrmodi einstellen, bei denen auch die Lenkunterstützung angepasst werden kann.

Bis zu 270 km/h schnell

Drei Motorisierungen stehen beim neuen Kia-Flaggschiff zur Wahl, und zwar zwei Benziner und ein Diesel, die allesamt turbobeatmet sind. Der 2,2-Liter-Vierzylinder-Selbstzünder liefert 147 kW (200 PS) und ein maximales Drehmoment von 440 Nm, während der Vierzylinder-Benziner aus zwei Litern Hubraum 188 kW (255 PS) schöpft und ein maximales Drehmoment von 353 Nm bereitstellt. Absolutes Sahnestück der Antriebspalette ist jedoch der 3,3-Liter-V6-Twin-Turbo-Benziner mit einer Maximalleistung von 272 kW (370 PS) und einer Drehmomentspitze von 510 Nm. Derart motorisiert sprintet der Koreaner bei Bedarf in 4,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 270 km/h.

Alle Aggregate sind serienmäßig mit einer von Kia entwickelten Acht-Stufen-Automatik ausgestattet, deren Schaltmuster variiert werden können. Der Fahrer hat dabei die Wahl zwischen fünf Einstellungen (Eco, Sport, Sport+, Komfort und Smart) und beeinflusst damit ebenfalls die Motoreinstellungen. Als erster Kia überhaupt ist der Stinger wahlweise mit Heck- oder Allradantrieb erhältlich.

Das neue, 4,83 Meter lange Kia-Flaggschiff wirkt auch in der Heckansicht äußerst stimmig.
Das neue, 4,83 Meter lange Kia-Flaggschiff wirkt auch in der Heckansicht äußerst stimmig.
Foto: Kia

Der Stinger wird laut Kia ausschließlich mit Komplettausstattung angeboten. Die Preise liegen bei 44 189 Euro für den 2.0 T 2WD, 44 479 Euro für den 2.2 CRDi, 46 413 Euro für den 2.2 CRDi AWD und 52 215 Euro für das Topmodell 3.3 T AWD. Lediglich größere Leichtmetallräder, ein Doppelauspuff für das Dieselmodell und Leder sowie Nappaleder sind aufpreispflichtig.

Technische Daten

Motoren: ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner, ein 3,3-Liter-Sechszylinder-Benziner und ein 2,2-Liter-Vierzylinder-Diesel; Leistung: von 147 kW (200 PS) bis 272 kW (370 PS); max. Drehmoment: 353 bis 510 Nm; Kraftübertragung: Heck- oder Allradantrieb, Acht-Gang-Automatik; Länge x Breite x Höhe: 4 830 x 1 870 x 1 400 Millimeter; Leergewicht: 1 642 bis 1 834 Kilogramm; Kofferraumvolumen: 406 bis 1 114 Liter; 0-100 km/h: 4,9 bis 7,6 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit: 230 bis 270 km/h; ECE-Verbrauch: 5,6 bis 10,6 Liter pro 100 Kilometer; CO2-Ausstoß: 147 bis 244 Gramm pro Kilometer; Preis: ab 44 189 Euro.


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