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Kia e-Niro: Neue Dimension des Fahrens
Auch ohne klassischen Kühlergrill ein Auto mit Stil: der Kia e-Niro.

Kia e-Niro: Neue Dimension des Fahrens

Foto: PR
Auch ohne klassischen Kühlergrill ein Auto mit Stil: der Kia e-Niro.
Lifestyle 3 Min. 14.01.2019

Kia e-Niro: Neue Dimension des Fahrens

Der e-Niro von Kia ist in Europa der erste Crossover mit vollelektrischem Antrieb. Nach Hybrid (seit 2016) und Plug-in-Hybrid (2017) ist er der Dritte im Bund der elektrisierten Niro-Modelle.

Von Henri Leyder

Im Aussehen unterscheidet sich der e-Niro nur wenig von seinen Brüdern. Der Kühlergrill hat dichtgemacht, ist durch eine Kunststoffblende ersetzt worden. Ganz rechts darin verbirgt sich hinter einer Klappe ein doppelter Stromstecker, einer für das Wechselstrom-Aufladen an der Haushaltssteckdose oder an einer Schnellladesäule. Der Motor bezieht seine Kühlluft über den breiten Einlass unter dem Stoßfänger.

Wie bei den meisten Elektromobilen üblich befindet sich die beheizte Lithium-Polymer-Antriebsbatterie tief unten im Heck. Ihre Speicherkapazität liegt bei 64 Kilowattstunden, die Reichweite bei 455 Kilometern, im Stadtzyklus sogar bei 615 Kilometern. Optional (minus 3 771 Euro) ist eine Leichtversion mit 39,2 kWh und 289 Kilometer Reichweite erhältlich. Die Werte wurden nach dem neuen Messverfahren WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure) ermittelt.

Der Antrieb erfolgt stufenlos auf die Vorderräder. Zwei Wippen hinter dem Lenkrad ermöglichen es, die Bremseffizienz vierstufig zu beeinflussen. Im Automatikmodus übernimmt das Auto die Bremsprozedur selbst, Leerlauf steht nicht auf dem Programm – Energierückgewinnung ist nämlich das Ziel. Und die funktioniert hervorragend.

Durchschnittsverbrauch von knapp 15 kWh

Anlässlich der internationalen Pressefahrvorstellung fuhren wir mit der stärkeren Motorisierung eine 60 Kilometer lange kurvenreiche Strecke über Landstraßen und „verbrauchten“ laut Bordcomputer 25 Kilometer Reichweite, was einen Durchschnittsverbrauch von knapp 15 kWh für 100 Kilometer ergab. Andere Pressevertreter erzielten vergleichbare Werte; der Hersteller nennt (nach WLTP-Messungsverfahren) 15,9 kWh für die gleichlange Strecke.

Modern, funktional und übersichtlich: das Cockpit des elektrischen Crossover-Modells.
Modern, funktional und übersichtlich: das Cockpit des elektrischen Crossover-Modells.
Foto: PR

In diesem Wert enthalten ist unter anderem auch eine Autobahnfahrt; bei 130 km/h werden erfahrungsgemäß zwischen 22 und 24 kWh für 100 Kilometer benötigt. 400 Kilometer Autonomie („Hybrid“-Rekuperation mit eingerechnet) sind durchaus möglich, allerdings nicht auf eiligen Autobahnfahrten. Der e-Niro gibt dem Sparwilligen ein Hilfsmittel an die Hand. Über einen Schalter lassen sich die Betriebsmodi „Eco+“, „Eco“, „Normal“ und „Sport“ anwählen.

Eine weitere herausragende Qualität des e-Niro ist sein hohes Komfortniveau. Die Laufruhe, die Geräumigkeit und der Wohlfühlfaktor setzen einen neuen Maßstab in der Kategorie. Windgeräusche an den Karosseriekanten sind auch kein Thema.

Die Lenkung ist vielleicht ein wenig zu leichtgängig, ohne aber einen realen Nachteil zu bilden. Und die Bremsen – sollten sie beansprucht werden – sind voll auf der Höhe.

Beide Motorisierungen werden mit identischem Ausstattungsniveau angeboten und verfügen unter anderem über Spurhalte- und Fernlichtassistenten, Leder-Textil-Sitze, automatische Klimaanlage adaptiven Geschwindigkeitsregler und Stauassistent. In der 2 611 Euro teureren „Must“-Ausführung kommen unter anderem Parksensoren vorne und hinten, Navi mit Acht-Zoll-Touchscreen und Totwinkelwarner hinzu.

Fazit

Mit dem e-Niro bietet Kia ein Elektromobil an, das sich in allen Bereichen über alle bisherigen kleineren Fahrzeuge dieser Art einreiht, sowohl in puncto Leistung und Reichweite als auch in puncto Komfort. Und auch preislich kann sich der Koreaner mehr als sehen lassen. Die Tesla-Stromer Model S und Model X sowie der dieser Tage debütierende Audi e-tron sind mindestens doppelt so teuer. Selbst der Einstiegs-Tesla Model 3 kostet knapp 25.000 Euro mehr.

Ein kleines Problem gibt es jedoch: Die Lieferungen des e-Niro können sich verzögern, da der Batteriehersteller Mühe hat, mit der Nachfrage Schritt zu halten.


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