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„Kéisecker“ zum Knuddeln
Lifestyle 2 Min. 29.06.2016 Aus unserem online-Archiv
Wundersames Japan

„Kéisecker“ zum Knuddeln

Das Café Harry ist vor allem bei Frauen beliebt.
Wundersames Japan

„Kéisecker“ zum Knuddeln

Das Café Harry ist vor allem bei Frauen beliebt.
Foto: Tanja Kinnen
Lifestyle 2 Min. 29.06.2016 Aus unserem online-Archiv
Wundersames Japan

„Kéisecker“ zum Knuddeln

Das Leben in Tokio ist hektisch, die Arbeitszeiten sind unmenschlich und die meisten Japaner leben auf kleinstem Raum - ohne Haustiere. Dass sich Tier-Cafés in Japan großer Beliebtheit erfreuen, ist daher wenig verwunderlich.

von Tanja Kinnen (Tokio)

Cafés mit animalischen Bediensteten gelten in Japan als ein willkommener Ausgleich zum stressigen Alltag und vor allem auch als eine der wenigen Möglichkeiten, um mit Tieren in Kontakt zu kommen. Gerade in Tokio ist die Auswahl groß: Neben Katzen- und Kaninchen-Cafés gibt es auch exotische Varianten mit Eulen, Falken, Schlangen und sogar Pinguinen. Nun hat auch ein Igel-Café eröffnet, das erste seiner Art.

Ein Besuch im Igel-Café

Das Café Harry – der Name ist eine Anspielung auf das japanische Wort „Harinezumi“ (Igel) – gilt als echter Publikumsmagnet. Das Café beheimatet zwischen 20 und 30 Igel, mit denen die Gäste kuscheln und spielen können. Die Tiere werden dabei nach Farbschattierungen unterschieden – von „Salz & Pfeffer“ über Albinos bis hin zu „Zimt“. Die Besucher wählen nach Lust und Laune aus.

Wer Harry besucht, muss mit einer Wartezeit von bis zu einer Stunde rechnen. Wird man eingelassen, steht zunächst eine kleine Einführung im Umgang mit den Igeln an. Schnell Hände desinfizieren und schon kann man sich einen der putzigen Kerle aussuchen. Die Mitarbeiter zeigen dann auch, wie man die Tiere hochheben und halten soll – mit den Händen eine Schale formen, unter den Igel greifen und das Tier hochheben. Wer möchte, kann seinen Igel auch gegen einen kleinen Aufpreis füttern.

Kuscheln mit dem Igel: Der Spaß kostet rund zehnt Euro pro Stunde.
Kuscheln mit dem Igel: Der Spaß kostet rund zehnt Euro pro Stunde.
Foto: Tanja Kinnen

Die Tiere wirken zwar äußerst niedlich, dennoch ist ein umsichtiger Umgang geboten: Wer den Waldbewohner falsch hält, dem droht ein Pikser durch die Stacheln. Gleiches gilt, wenn der Igel sich vor Schreck einrollt.

Der Besuch von bis zu einer Stunde im Harry kostet etwas mehr als zehn Euro. Wer sich nach der Knuddeleinheit nicht mehr trennen kann, kann für umgerechnet 280 bis 600 Euro – je nach Farbschattierung – ein Kerlchen mit nach Hause nehmen.

Tierwohl oder Tierquälerei

Die Interaktion mit den Tieren unterscheidet sich nach Tierart und Café-Konzept. In den Vogel-Cafés ist Anfassen meist nicht erlaubt. In Katzencafés wiederum stehen das Streicheln und die Interaktion im Vordergrund. Doch auch „streichelfreie“ Zeit wird den Tieren gegönnt, etwa beim Fressen oder Schlafen.

Das Igel-Café ist ab 12 Uhr geöffnet, was den natürlichen Tagesrhythmus der nachtaktiven Tiere etwas durcheinander wirbelt. Zudem scheint es keine „streichelfreie“ Zeit zu geben, um etwa beliebteren Tieren eine Auszeit zu gönnen. Wer möchte, kann natürlich ganz auf die Wünsche des Igels eingehen – ihn zunächst zehn Minuten streicheln und ihm für den Rest der Zeit eine Mütze Schlaf gönnen.


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