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Kein Grund zur Corona-Panik - auch auf Reisen
Lifestyle 2 Min. 27.01.2020

Kein Grund zur Corona-Panik - auch auf Reisen

Reisende sollten sich nicht zu viele Sorgen um den Coronavirus machen.

Kein Grund zur Corona-Panik - auch auf Reisen

Reisende sollten sich nicht zu viele Sorgen um den Coronavirus machen.
Foto: dpa
Lifestyle 2 Min. 27.01.2020

Kein Grund zur Corona-Panik - auch auf Reisen

Das Coronavirus bestimmt zurzeit die Schlagzeilen. Doch wie gefährlich ist es tatsächlich -und muss ich deswegen eine Reise absagen?

(dpa) - Die Zahl der Betroffenen steigt, ganze Städte werden abgeschottet: Die Auswirkungen des Coronavirus erscheinen teilweise dramatisch. In hiesigen Breitengraden gibt es aber keinen Grund zur Panik - auch nicht für Reisende, sagt Infektiologe Oliver Witzke.

Oliver Witzke, es gibt immer neue Meldungen über das Coronavirus, in China und teils auch in anderen Ländern. Müssen Menschen in hiesigen Breitengraden deswegen beunruhigt sein?

Nein. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass es in China sehr gut gelingt, solche Fälle einzudämmen - wenn auch mit relativ wirksamen, uns radikal erscheinenden Maßnahmen. Trotzdem haben wir natürlich weltweit Fälle, das sind aber zurzeit alles Reisende aus dem primär betroffenen Gebiet in China. Es gelingt bisher auch sehr gut, diese Fälle schnell zu erkennen und einzudämmen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in Europa oder Deutschland eine größere Menge an Fällen gibt, halte ich deshalb für sehr gering.

Wie gefährlich ist das Coronavirus überhaupt?

Ein neues Sars ist das offensichtlich nicht. Bei Sars gab es damals eine relativ hohe Todesrate, mit Todesfällen auch bei jungen und gesunden Menschen. Das ist bei dem aktuellen Coronavirus bisher nicht der Fall - die schweren und sehr schweren Verläufe gibt es eher bei Älteren und bei Menschen mit Vorerkrankungen. Und im Vergleich zu Sars scheint das aktuelle Coronavirus auch weit weniger aggressiv. Das muss man sich dabei immer vor Augen führen.


HANDOUT - 22.01.2020, Peru, Lima: Ein Experte bereitet sich auf die Einführung einer Diagnose des Coronavirus in Peru vor. Die chinesische Regierung hat die besonders schwer von der durch den Coronavirus ausgelösten neuen Lungenkrankheit betroffene Millionenmetropole Wuhan praktisch abgeriegelt. Foto: GATO/Minsa/Agentur Andina/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
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Was müssen Reisende wissen - auf dem Weg nach China oder anderswo hin?

Wir haben hier an der Universitätsmedizin in Essen eine ganz enge Kooperation mit Wuhan. Da waren auch Austausch- und Delegationsreisen geplant, die wir jetzt erst einmal abgesagt haben. Das halte ich für absolut vernünftig. Es wäre aber falsch, ganz China oder sogar ganz Asien über einen Kamm scheren. Gerade außerhalb von China würde ich mir zurzeit gar keine Sorgen machen. Man muss sich natürlich auf dem Laufenden halten, auch als Tourist - aber das gilt ja grundsätzlich.

Zur Person: Prof. Oliver Witzke ist Direktor der Klinik für Infektiologie und des Westdeutschen Zentrums für Infektiologie der Universitätsmedizin Essen sowie Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI).


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